Muay Thai – Die Entwicklung zum modernen Kampfsport

Emerald Gym, Ao Nang.
Emerald Gym, Ao Nang.

Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt Muay Thai seine moderne Ausprägung. Es wurden Boxhandschuhe, Gewichtsklassen, Runden auf Zeit und ein offizielles Regelwerk eingeführt. Die klassische Form des Thaiboxens wurde von der geregelten, sportiven Variante begrifflich abgegrenzt – es wurde nun Muay Boran („altes Boxen“) genannt.

Im modernen Sport wurden einige Traditionen beibehalten:

Zu den Kämpfen wird Musik auf Flöten und Trommeln gespielt.  Wenn die Streiter zum Boxring gehen, tragen sie einen Kopfschmuck, ein Mongkon, das das Gym symbolisiert, für das der Athlet antritt.

Thaiboxer betreten den Ring über das oberste Seil, da der Kopf in der Thaikultur als beinahe „heilig“ gilt und symbolisch hochgehalten werden soll.

Muay Thai – Die Geschichte der alten Kampfsportart

Ayutthaya

Ayuttaya – mit den Spuren der Verwüstung durch die birmanischen ErobererDer Legende nach ist Nai Khanom Tom der Vater des modernen Muay Thai. Er war ein einfacher Soldat, der beim Fall Ayutthayas 1767 nach Myanmar verschleppt wurde. Einige Jahre später, 1774, ließ der burmesische König Mangra eine mehrtägige Feier ausrichten, bei der einheimische gegen siamesische Kämpfer antreten sollten.

Bahasa Indonesia – die Sprache Indonesiens

Am 28. Oktober 1928 trafen sich 70 junge Nationalisten in Batavia, um unter dem Motto “ein Land, eine Nation, eine Sprache” den Weg Richtung Unabhängigkeit einzuschlagen. Doch welche Sprache sollte man wählen? Auf den vielen Inseln des 1.900.000 km² großen Landes werden noch heute ca. 700 Sprachen gesprochen – das sind ca. 10% aller Sprachen weltweit. Obwohl die meisten Revolutionäre von der Insel Java stammten, entschieden sie sich gegen Javanisch. Die Wahl fiel auf die schon zuvor grenzüberschreitend gebrauchte Sprache des Nachbarstaates Malaysia: Malaiisch.

Die ersten Kulturen (Geschichte Vietnams 1)

Prähistorische Jäger
Prähistorische Jäger. Gemälde im Historischen Museum in Hanoi (Foto: Wikimedia Commons, HappyMidnight)

Die ersten menschlichen Artefakte, die in Vietnam gefunden wurden, stammen von der „Sơn Vì“-Kultur aus der Altsteinzeit. In einem weit verstreuten Gebiet an insgesamt 230 Orten hinterließen sie Spuren – von Phú Thọ nordwestlich von Hanoi bis tief in den Süden nach Lâm Đồng, das ca. 100 km nordöstlich von Ho Chi Minh City liegt. Doch auch außerhalb von Vietnam lebten diese Altsteinzeiteinwohner. Sowohl in Südchina als auch in Thailand finden sich Hinweise auf sie.

Die erhaltenen Skelette weisen durchgehend australoide Merkmale auf. Das bedeutet, dass es noch keine Durchmischung mit Völkern aus dem Norden gab.

Die Nachkriegszeit (Geschichte Thailands 10)

Der junge thailändische König Ananda Mahidol, Rama VIII., hatte sich zu Kriegszeiten in Europa aufgehalten. Zusammen mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Bhumibol besuchte er in der Schweiz die Schule. Die beiden Jungen verstanden sich gut. Sie lernten Deutsch und Latein und hatten dieselben Interessen wie die europäischen Jugendlichen: vom Sammelbilder sammeln bis hin zum Skifahren in den Alpen. Während Bhumibol wenig Druck hatte und Zeit für Hobbys wie Fotografieren fand, erhielt Ananda eine strengere Ausbildung, um ihn für die Regentschaft zu rüsten.

Kriege und Aufstände in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Geschichte Thailands 9)

Grand Palace, Bangkok
Grand Palace, Bangkok

1910 verstarb Chulalongkorn und Vajiravudh, Rama VI., folgte auf dem Thron. Der neue König setzte kurz nach Amtsantritt viele Reformen im gesellschaftlichen Bereich um: Neben dem buddhistischen Kalender galt nun auch der Gregorianische; Familiennamen wurden eingeführt, die oftmals aus dem Sanskrit oder Pali entlehnt wurden.

Der König, der eine englische Universität besucht hatte, förderte zwar einzelne westliche Kulturgüter, wie beispielsweise die Mode, doch setzte er auf eine eigene, thailändische Identität.

Der Vielvölkerstaat aus Siamesen, Laoten, Tai Yuan, Khmer, Malaien und Chinesen sollte unter der Trinität Nation, Buddhismus und König geeint werden. Ein neuer Nationalismus entstand, den Rama VI. mit Gedichten, Zeitungsartikeln, Liedern und Reden anheizte.

Der autoritäre Staat (Geschichte Myanmars 11)

U Nu und U Thant
Abb. 15: U Nu und U Thant, ca. 1955. (Foto: Wikimedia Commons)

Der Militärputsch war der Auftakt zu einer unerbittlichen Diktatur, die das Land in Armut und Isolation führte.

Ne Win schaffte die demokratischen Einrichtungen ab. Das Mehrparteien-System wurde aufgehoben und das Parlament aufgelöst. Entscheidungen wurden von nun an in einem zwölfköpfigen Revolutionsrat getroffen, an dessen Spitze Ne Win stand.

Die Regierung erklärte „den Birmanischen Weg zum Sozialismus“ einschlagen zu wollen. Doch de facto war es eine reine Militärherrschaft. Das Führungspersonal in politischen, sozialen und ökonomischen Institutionen wurde ausgetauscht. Ein großer Verlust an Kenntnissen und Erfahrung war die Folge.

Das unabhängige Myanmar (Geschichte Myanmars 10)

Aung San
Aung San (Foto: Wikimedia Commons)

Im neuen Staatsgefüge nahm Aung San die erste Position ein. Er war zwar ein Mann des Militärs, doch innenpolitisch suchte er einen gemäßigten, friedvollen Weg. Die verschiedenen Völker und Religionen sollten das neue Myanmar gemeinsam aufbauen. Schon in Kriegszeiten setzte er ein Zeichen, als er als Buddhist die Christin Daw Khin Kyi heiratete. Mit ihr hatte er drei Kinder: zwei Söhne und eine Tochter, die spätere Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Yangon – der neue Mittelpunkt (Geschichte Myanmars 9)

Im Myanmar gab es mehrere städtische Zentren. Das 1852 besetzte Yangon wurde schnell zum wichtigsten britischen Stützpunkt in der Region. Die Siedlung war eine typische Hafenstadt der Kolonialzeit und ähnelte in ihrer Struktur Singapur, Penang oder Kalkutta. Sie war schon vor der Besatzung eine fremde Stadt auf birmanischen Grund. Ausländer dominierten das Stadtbild: neben Europäern suchten Chinesen, Inder und andere Asiaten dort ihr Glück. Die Einheimischen waren in der Unterzahl und ihr Anteil sank im Verlauf der Kolonialzeit. 1937 waren gerade 127.000 der 400.000 Einwohner Yangons Bamar.

Taksin und das wiedererstarkende Siam (Geschichte Thailands 7)

Ein Offizier namens Sin konnte mit seinen Gefolgsleuten den Belagerungsring der Birmanen durchbrechen und der Gefangenschaft entgehen. Er war 1734 als Sohn eines chinesischen Einwanderers in Ayutthaya geboren und konnte sich aufgrund seiner Talente vom königlichen Pagen bis zum Gouverneur der Provinz Tak hocharbeiten. Daher erhielt er später den Namen Taksin.

Taksin rekrutierte 5000 Soldaten und konnte 1768 die birmanische Garnison in Ayutthaya besiegen. Im Jahr darauf wurde er zum König ernannt.

Thailand lag am Boden. Durch den Krieg zerrüttet, brach Hungersnot im Land aus. Taksin mobilisierte sämtliche zur Verfügung stehenden Kräfte, um die brachliegenden Reisfelder schnell wieder betreiben zu können. Sogar seine Staatsbeamten mussten ungeachtet ihres Ranges bei diesen Aufgaben helfen.