Todesstrafe auf Drogenbesitz in Singapur

In Singapur wird der Drogenbesitz hart bestraft. Bis 2012 mussten die Richter beim Besitz einer bestimmten Menge Rauschgift die Todesstrafe aussprechen; dazu reichten beispielsweise schon 500 Gramm Cannabis.

Zehn Jahre zuvor wäre eine deutsche Schülerin, die in Singapur lebte, fast zum Tode verurteilt worden. In ihrer Wohnung fanden sich 687 Gramm Cannabis. Nach einer chemischen Analyse konnte allerdings ein Anteil an der verbotenen Substanz unter dem Grenzwert festgestellt werden, sodass nur eine Haftstrafe ausgesprochen wurde.

Seit 2012 haben die Richter die Möglichkeit die Todesstrafe bei Drogendelikten zu umgehen. Allerdings ist das an bestimmte Bedingungen geknüpft, beispielsweise darf der Angeklagte nur als Kurier gedient haben.

Opiumanbau im Goldenen Dreieck

Schlafmohn
Schlafmohn – Um das Rauschmittel zu gewinnen, werden die Kapseln aufgeschnitten. Ein milchiger Saft läuft aus, oxidiert und kann am nachfolgenden Tag als Rohopium geerntet werden. (Foto: Wikimedia Commons, Brigitte Bühsing)

Im Grenzgebiet von Myanmar, Thailand und Laos befindet sich das zweitwichtigste Schlafmohn-Anbaugebiet der Welt, das sogenannte „Goldene Dreieck“. Die Bezeichnung stammt aus einer Zeit, in der das aus dem Mohn gewonnen Roh-Opium mit Gold bezahlt wurde.

In Thailand wurde der Drogenanbau unter Strafe gestellt. In Laos, das sich langsam als Touristen-Destination entwickeln möchte, hat er keine allzu wichtige Stellung mehr. So ist Myanmar der größte Opium-Hersteller der Region, was auch mit der geschwächten Rolle der staatlichen Institutionen in dieser Gegend zusammenhängt. Denn die Hauptanbauflächen liegen im Shan-Hochland und im Kachin-Staat, befinden sich also in der Hand von Minderheiten.

Lebensbedingungen des Prekariats in Singapur im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts (Geschichte Singapurs 2)

Hafen
Der moderne Tiefwasserhafen liegt fernab des historischen Hafens, der an der Flussmündung lag.

Die von Raffles neu gegründete Kolonie Singapur wuchs aufgrund ihrer Lage schnell. Der Handel prägte nicht nur die ansässigen Industrien, sondern auch die Kultur.

Ein wichtiger Industriezweig war die Transportindustrie. In Singapur wurde eine ungeheuer große Menge an Gütern umgeschlagen. Das benötigte eine ebenso beeindruckende Anzahl an Arbeitern, die die Güter zwischen Schiffen, Lagern und Fabriken hin- und her transportieren.

Die Arbeitsbedingungen in dieser Branche waren sehr hart. Es gab keine geregelten Arbeitszeiten: Wenn Arbeit da war, musste sie schnell getan werden! Es konnte nicht genau vorhergesehen werden, wann die Handelsschiffe in den Hafen liefen und daher mussten die Transporter jederzeit bereit sein.