UNESCO-Listen für Südostasien (Weltnaturerbe, Weltkulturerbe, Geopark)

Borbudur
Tempelanlage von Borobudur (Foto: Wikimedia Commons, Bennylin)
Indonesien
Naturerbe Nationalpark Komodo Der Nationalpark zum Schutz der Komodowarane.  1991
Naturerbe Nationalpark Ujung Kulon auf Java mit dem Vulkan Anak Krakatau Java  1991
Kulturerbe Buddhistische Tempelanlagen von Borobudur    1991
Kulturerbe Hindutempel von Prambanan    1991
Kulturerbe Paläontologische Stätte Sangiran Ausgrabungsstätte auf 48 km²  1996
Naturerbe Nationalpark Lorentz    1999
Naturerbe Nationalpark Gunung Leuser, Nationalpark Kerinci-Seblat und Nationalpark Barisan Selatan  Regenwälder von Sumatra  2004
Kulturerbe Das Subak-System als Manifestation der Tri Hita Karana-Philosophie  Bali  2012
Geopark Batur Vulkan  2012
Geopark Gunung Sewu    2015
Angkor Wat
Angkor Wat
Kambodscha
Kulturerbe Angkor, Roluos und Banteay Srei Archäologische Parks  1992
Kulturerbe Tempel Preah Vihear Grenzland zu Thailand  2008
Kulturerbe Sambor Prei Kuk Tempelzone  2017
Luang Prabang
Luang Prabang
Laos
Kulturerbe Luang Prabang Königspalast und buddhistische Klöster  1995
Kulturerbe Kulturlandschaft Champasak Tempelbezirk von Wat Phou  2008

 

George Town
George Town
Malaysia
Naturerbe Kinabalu-Park Kinabalu ist mit 4095 Meter der höchste Berg Malaysias  2000
Naturerbe Nationalpark Gunung Mulu Gunung Mulu ist ein 2377 Meter hoher Berg, Clearwater Cave etwa 108 km lang.  2000
Geopark Langkawi    2007
Kulturerbe Malakka und George Town Historische Städte an der Straße von Malakka  2008
Kulturerbe Archäologisches Erbe im Tal von Lenggong Fundstädten im Tal von Lenggong umfassen 2 Millionen Jahren Menschheitsgeschicht  2012
BawbawgyiPaya
Bawbawgyi Paya in der Nähe von Pyu (Foto: Wikimedia Commons, Doron)
Myanmar
Kulturerbe Antike Stätten von Pyu    2014

 

Papua-Neuguinea
Naturerbe Historische Agrarlandschaft von Kuk     2008
Tubbataha
Tubbataha-Korallenriff (Foto: UNESCO)
Philippinen
Kulturerbe San Agustín in Manila, Kirchen in Santa Maria, Paoay und Miagao Barock-Kirchen  1993
Naturerbe Korallenriff Tubbataha    1993
Kulturerbe Batad, Bangaan, Hungduan, Mayoyao Central und Nagacadan Reisterrassen  Reisterrassen  1995
Naturerbe Nationalpark “Unterirdischer Fluss”  bei Puerto Princesa auf Palawan  1999
Kulturerbe Historische Stadt Vigan    1999
Naturerbe Mount Hamiguitan Range Wildlife Sanctuary    2014
Botanischer Garten, Singapur
Botanischer Garten, Singapur
Singapur
Naturerbe Botanischer Garten    2015
Ayutthaya
Ayutthaya
Thailand
Kulturerbe Sukhothai Historical Park, Kamphaeng Phet Historical Park und Si Satchanalai Historical Park    1991
Kulturerbe Ayutthaya Historical Park    1991
Naturerbe Naturschutzgebiete Thungyai und Huai Kha Khaeng    1991
Kulturerbe Ban-Chiang-Ausgrabungsstätte    1992
Naturerbe Waldkomplex der Dong-Phaya-Yen-Bergkette inklusive Khao-Yai-Nationalpark  2005
Verbotene Stadt, Hue
Verbotene Stadt, Hue
Vietnam
Kulturerbe Kaiserstadt Huế    1993
Naturerbe Bucht von Ha-Long    1994
Kulturerbe Altstadt von Hội An    1999
Kulturerbe Tempelstadt My Son    1999
Naturerbe Phong Nha-Ke Bang-Nationalpark    2003
Geopark Karstplateau Đồng Văn    2010
Kulturerbe Zitadelle Thang Long in Hanoi    2010
Kulturerbe Zitadelle der Hồ-Dynastie    2011
Kulturerbe/Naturerbe Landschaftskomplex Tràng An    2014



Borneo Sun Bear Conservation Center

Wikimedia Commons, Siew Te Wong, Thye Lim Tee, Lin May Chiew, BSBCC.
Wikimedia Commons, Siew Te Wong, Thye Lim Tee, Lin May Chiew, BSBCC.

Der Biologe Wong Siew Te erlebte während seines Studiums, unter welchen schlechten Bedingungen gefangene Malaienbären (sun bears) leben mussten. Er gründete in Sabah das Borneo Sun Bear Conservation Centre. Die Anlage steht im Sepilok-Kabili-Forstreservat in unmittelbarer Nachbarschaft zum Orang-Utan-Rehabilitation-Centre. 

Zur Zeit leben 44 gerettete Malaienbären auf dem Gelände. Besucher können in einem ausgewiesenen Areal die Bären beobachten. Das Conservation Centre versteht sich aber nicht als Zoo, denn der Tierschutz steht an erster Stelle.

Siew Te Wong
Der Biologe Wong Siew Te vor dem Schild des BSBCC (© CEphoto, Uwe Aranas / CC-BY-SA-3.0)

Dr. Wong klärt auf Veranstaltungen, z.B. von der Malaysian Nature Society, und in TV-Interviews über die Lage der Bären auf. Sein Engagement wird in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen und er erhielt mehrere Auszeichnungen vom Malaiischen Staat. CNN zeichnete ihn als “Hero” aus.

Webseite   Facebook




Booking.com

Feiertage in Malaysia 2018

Datum Wochentag Name Hinweis
1.1. Montag Neujahr  
31.1. Mittwoch Thaipusam  
 1.2. Donnerstag Tag des Bundesterritoriums  
14.2. Mittwoch Maha Shivarati Hinduistischer Feiertag
14.2. Mittwoch Valentinstag  
16.-17.2. Freitag, Samstag Chinesisch Neujahr Nationaler Feiertag
2.3. Freitag Holi Hinduistischer Feiertag
30.3. Freitag Karfreitag  
1.4. Sonntag  Ostersonntag  
13.4. Freitag  Isra und Mi’radsch (Himmelfahrt Mohammeds)  
29.4. Sonntag Wesak Nationaler Feiertag
1.5. Dienstag Tag der Arbeit Nationaler Feiertag
16.5. Mittwoch Beginn Ramadan  
30.-31.5. Mittwoch, Donnerstag Erntedankfest  
15.-16.6. Freitag, Samstag Aidil Fitri Nationaler Feiertag
7.7. Samstag George Town Tag des UNESCO-Welterbes  
14.7. Samstag Geburtstag des Gouverneurs von Penang  
14.7. Samstag Geburtstag des Yang di-Pertuan Agong Yang di-Pertuan Agong ist der Titel des Wahlkönigs
22.8. Mittwoch Aidil Adha Nationaler Feiertag
26.8. Sonntag Raksha Bandhan Hinduistischer Feiertag
31.8. Freitag Nationalfeiertag Nationaler Feiertag
2.9. Sonntag Janmashtami Hinduistischer Feiertag
12.9. Mittwoch Muharram Nationaler Feiertag
13.9. Donnerstag Ganesh Chaturthi Hinduistischer Feiertag
16.9. Sonntag Malaysia-Tag Nationaler Feiertag
10.10. Mittwoch Navaratri Hinduistischer Feiertag
19.10. Freitag Dussehra Hinduistischer Feiertag
30.9. Mittwoch Diwali / Dipavali Nationaler Feiertag
21.11. Mittwoch Geburtstag Mohammed Nationaler Feiertag
24.12. Montag Heiligabend  
25.12. Dienstag Weihnachten Nationaler Feiertag
31.12. Montag Silvester  

Falls wer einen Fehler entdeckt, wäre ich für eine Nachricht dankbar.

 


Booking.com




Zerstörung durch Palmöl-Anbau

Palmöl-Plantage
Palmöl-Plantage und ein kleiner Rest an Regenwald in Sabah auf Borneo (Foto: Wikimedia Commons, T. R. Shankar Raman)

Mitte des 19. Jahrhunderts gelangte die Ölpalme zunächst als Zierpflanze in die botanischen Gärten Asiens. Durch neue technische Entwicklungen wurde die industrielle Verarbeitung der Früchte möglich und die ersten Großplantagen entstanden 1911 in Indonesien und 1919 in Malaysia.

Was mit einzelnen, kleinen Plantagen begann, weitete sich im Verlaufe der Jahrzehnte enorm aus. Palmöl ist ein billiger und gut zu verarbeitender Rohstoff und so finden wir ihn heute überall: in Brot, Pizza, Schokolade, Margarine, in Kosmetik- und Reinigungsartikel. In den letzten Jahren wird Palmöl als Biokraftstoff eingesetzt, man sprach vom “Grünen Öl”. Doch die Klimabilanz der Ölpalme ist problematisch. Zwar ist sie ein nachwachsender Rohstoff, doch für die Monokultur-Plantagen werden große Flächen des tropischen Regenwalds gerodet.

Rodung
Rodung des Regenwaldes auf Borneo (Foto: Wikimedia Commons, T. R. Shankar Raman)

2015 haben Indonesien und Malaysia mehr als 50 Millionen Tonnen Palmöl und damit ca. 3/4 der Weltproduktion hergestellt (die Angaben variieren leicht je nach Quelle). Diese großen Mengen benötigen dementsprechend große Anbaugebiete. Seit 1990 haben sich die Flächen verzehnfacht. Heute nehmen die Plantagen in Indonesien ca. 13 Millionen Hektar ein und in Malaysia ca. 5 Millionen Hektar. Das sind ungefähr die Flächen von Griechenland und der Schweiz. 

Diese Plantagen verdrängen den Regenwald und haben damit dramatische Auswirkungen auf das Leben der Menschen und Tiere. Die Einwohner verlieren den Wald, der ihnen Nahrungsmittel und Rohstoffe lieferte. Die Tierwelt verliert Lebensraum. Grob 10-15% aller Pflanzen, Säugetiere und Vögel der Erde leben in den Urwäldern Indonesiens. Die Monokultur der Ölpalmen bietet kein Habitat für diese vielfältige Flora und Fauna.

Die Gebiete werden häufig durch Brandrodung erschlossen. Die Brände geraten ab und zu außer Kontrolle und führten beispielsweise zur Brandkatastrophe im Jahre 2015. 

Die negativen Auswirkungen des Palmölanbaus sind kaum zu bestreiten. Es gibt verschiedene Wege, mit dem Problem umzugehen.

Der WWF unterstützt den nachhaltigen Anbau. Sie sehen den Boykott von Palmöl nicht als Lösung, da andere Pflanzenöle nicht so effizient angebaut werden könnten und dementsprechend mehr Anbaufläche benötigen würden. Bei der Ernährung sollte ein Kulturwechsel geschehen, da ca. 17% des Palmöls in weiterverarbeiteten Nahrungsmittel zu finden sind.

Kathrin Hartmann beschreibt die Mängel der aktuellen Versuche, den Palmöl-Anbau nachhaltig zu gestalten (demnächst folgt ein Beitrag zu ihrem Buch). Verzicht ist daher unvermeidbar.

Affiliate-Link zu Amazon: 

Wie Palmöl gemieden werden kann, beschreibt die Seite von Abenteuer Regenwald (unten auf der Seite).

Oliver Pye, von der Universität Bonn, glaubt nicht, über den Konsumenten-Weg das Problem lösen zu können. Sein Ansatz ist es, vor Ort Netzwerke und Gewerkschaften zu stärken, die u.a. über höhere Löhne das Öl teurer machen und damit weniger attraktiv.

Naga – von Indien nach Südostasien

Naga vor dem Wat Phnom
Naga vor dem Wat Phnom in Phnom Penh

Das Wort Naga stammt aus der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet Schlange. Die indische Mythologie kennt die verschiedensten Schlangenwesen, die zusammen mit dem Hinduismus und Buddhismus den Weg nach Südostasien fanden. Ihre Darstellung variiert. Sie treten mal als normale Schlange, als mehrköpfige Kobra, als Drachen oder teils menschlich auf. 

In Indien werden Naga als Naturgeister wahrgenommen, als Bewahrer von Quellen, Flüssen, Seen und Brunnen. Sie können auch als Wächter von Schätzen auftreten. Sie bringen Regen und Fruchtbarkeit, aber auch negative Ereignisse wie Fluten und Dürren. Grundsätzlich werden Naga positive Eigenschaften wie Neugier zugeschrieben. Gegen Menschen wenden sich sich erst dann, wenn sie misshandelt werden oder der Mensch die Umwelt schädigt.

In vielen weiteren Ländern wurden die indischen Mythen mit einheimischen Traditionen vermischt, beispielsweise mit dem Glaube an die Nat in Myanmar.

In Thailand wurden Naga in einigen Märchen aufgenommen. Sie finden sich an Brunnen oder Tempeln als architektonische Elemente. Ein berühmter Naga, Phaya Naga genannt, lebt im Norden des Landes, im Mekong und wacht über Land und Leute. Sogar die moderne Kultur wird von den Schlangenwesen beeinflusst: die TV-Seifenoper Manisawat basiert auf einer Naga-Legende.

Im Nachbarland Laos sind die Schlangen ebenfalls gegenwärtig. Sie gelten als Beschützer der Hauptstadt Vientiane oder generell des laotischen Staates. Im ganzen Land finden sich Darstellungen der verschiedensten Art. In einem berühmten, alten Poem wird Thailand durch Garuda, dem schlangentötenden, mythischen Vogel und Laos durch ein Naga, dargestellt. 

Eine Legende in Kambodscha berichtet von einem Naga-Volk, das von König Kaliya regiert wurde. Sie wurden von Garuda vertrieben und konnten am Fluss Jamuna, im heutigen Bangladesch, Unterschlupf finden. Hier heiratete die Tochter Kaliyas einen indischen Brahmanen. Ihre Nachkommen sind das kambodschanische Volk.

In der Tradition der malaiischen Ureinwohner, der Orang Asli, ist der See Chini im Sultanat Pahang die Heimat eines Naga namens Sri Gumun. Der Legende nach verließen seine Nachkommen Sri Pahang oder dessen Sohn den See, um einen Naga mit dem Namen Sri Kemboja zu bekämpfen. Kemboja ist ein Name für Kambodscha.

In Indonesien finden sich Naga vor allem in der javanischen und balinesischen Kultur. Einige Darstellungen zeigen gekrönte oder geflügelte Schlangen. Hier mischten sich die indischen Einflüsse mit den animistischen Religionen der Ureinwohner, die die Schlangen verehrten. In alten javanischen Darstellungen aus dem 9. Jahrhundert wirken die Figuren der Kobra nachempfunden. Im 15. Jahrhundert scheint chinesischer Einfluss deutlich zu werden und die Figuren werden drachenähnlich, ohne allerdings Füße oder Beine zu haben. Die Naga stehen gewöhnlich in Verbindung mit den niedrigen Gottheiten der Erde oder des Wassers.

Auf den Philippinen finden sich einige Spuren von Naga aus der prä-hispanischen Zeit. Sie dienen z.B. als Ornament an Langschwertern.

Learn Thai with ThaiPod101.com

 

 

Terrorismus in Südostasien

Das Ground-Zero-Monument in Kuta auf Bali erinnert an den islamistischen Bombenanschlag von 2002, bei dem 202 Menschen starben. 

Über Terrorismus zu diskutieren ist schwer, da keine Übereinkunft besteht, was Terrorismus denn nun genau ist. In Europa bemerken wir das Problem, wenn darüber gestritten wird, ob ein Anschlag nun ein terroristischer Akt oder ein Amoklauf war. In anderen Teilen der Welt wird es noch unübersichtlicher. Ob jemand ein Terrorist oder ein Freiheitskämpfer ist, ist oft nur eine Frage der Perspektive. Die UN bemühte sich vergeblich, eine allseits akzeptierte Definition aufzustellen und eine Forschungsgruppe fand 109 unterschiedliche Definitionen des Terrorismus.

In diesem Artikel möchte ich daher keine zu strengen Abgrenzungen ziehen. Es geht nur darum, einen kurzen Überblick über die einzelnen Regionen zu bieten, ohne sich in Detailanalysen zu verfangen.

Im Vielvölkerstaat Myanmar und in Thailand sind es vor allem separatistisch orientierte Gruppen, die Anschläge verüben. In Myanmar sind verstärkt die Grenzregionen vom Terror betroffen. Im Westen des Landes, im Gebiet der unterdrückten Minderheit der Rohingya und im Norden im Gebiet der Kachin, sind Entführungen, Ermordungen und Explosionen beinahe an der Tagesordnung. Die Lage ist gewaltgeladen und der Terror lässt sich nicht immer klar von Kriminalität (Drogenkriege), Aufständen und Racheakten trennen. Die touristisch gut erschossenen Gebiete im Zentrum des Landes sind i.d.R. eher sicher.

In Thailand ist der Hotspot des Terrorismus der muslimisch geprägte Süden, der 1841 annektiert wurde. Auch hier mischt sich Drogenkrieg mit Separatismus und Religion. Seit 2004 verfolgt die thailändische Regierung eine harte, blutige Linie in dem Konflikt, indem mehrere tausend Opfer zu beklagen sind.

Indonesien, das bevölkerungsreichste islamische Land der Erde, mit seinen ca. 200 Millionen Muslimen und Malaysia mit seinen ca. 20 Millionen Gläubigen, mussten sich notgedrungen mit islamistischen Terror befassen. Auf der Sicherheitskonferenz “Shangri La Dialog” warnte der Premierminister Singapurs Lee Hsien Long in seiner Rede im Mai 2015: “Südostasien ist für den IS eine Schlüsselregion für die Rekrutierung.” Allerdings konnten die terroristischen Anwerber viel weniger erreichen, als man es vielleicht bei der großen Zahl an Gläubigen vermuten würde. Im Jahre 2015 vermutete man ca. 500 Gotteskrieger aus Indonesien und mehrere Dutzend aus Malaysia in den Reihen des Islamischen Staates. Zur gleichen Zeit sollen nach Angaben des Präsidenten des Verfassungsschutzes ca. 700 Kämpfer aus Deutschland im Kampfgebiet tätig gewesen sein.

In Malaysia scheint man anfangs den IS falsch eingeschätzt zu haben und es gab sogar aus Regierungskreisen unkritische Sätze zu hören. Mittlerweile wurde die Gefahr allerdings erkannt und es gibt, ähnlich wie in Indonesien, Deradikalisierungskampagnen.

In beiden Ländern gibt es auch einheimische Terrororganisationen. Im islamistischen Bereich führte die Gruppe Jamaah Ansharut Tauhid 2002 den blutigen Anschlag auf Bali mit 202 Toten aus. Daneben gibt es andere aktive Organisationen in Indonesien, wie Mujahidin Indonesia Timur und die Aceh Singkil Islamic Care Youth Students Association. Eine separatistische Gruppe ist “Free Papua Movement”, die tödliche Anschläge durchführte. Alles in allem ist die Gefahr in Indonesien Opfer eines Anschlages zu werden dennoch gering.

Die aktivste Gruppe in Malaysia ist Abu Sayyaf. Aber alles in allem ist das Land sicher.

Das größte Sorgenkind in Südostasien sind die Philippinen. Hier kommt alles in großer Zahl zusammen: ob Terror mit politischen, separatistischen, kriminellen oder religiösen Ziele – oder gleich alles zusammen. Besonders blutig ist die Auseinandersetzung der kommunistischen Gruppen, wie der New People’s Army, mit den staatlichen Autoritäten, denen schon mehrere hundert Menschen zum Opfer gefallen sind. Daneben gibt es viele hochaktive Terroristengruppen, die Gottesstaaten errichten wollen, wie Abu Sayyaf oder eine asiatische Abteilung des IS. Die Grenze zum Bürgerkrieg ist fließend. Seit Mai 2017 halten einige hundert Kämpfer Teile der Stadt Marawi besetzt. Der philippinische Präsident Duterte hat daraufhin das Kriegsrecht verhängt. Seine Truppen konnten die Terroristen zwar zurückdrängen aber noch nicht vollständig besiegen.

In den Ländern Laos, Kambodscha und Vietnam sieht es hingegen viel friedlicher aus. In Laos sorgte im Jahr 2003 ein Anschlag auf einen Reisebus in der Nähe der Stadt Vang Vieng für Schlagzeilen: Zwanzig Bewaffnete eröffneten das Feuer und töteten 10 Touristen. Ob es sich dabei um einen terroristischen Anschlag oder um einen Raubüberfall handelt, ist nicht vollständig geklärt worden. Abgesehen von diesem blutigen Zwischenfall ist Laos nur sehr selten Ziel von Anschlägen.

In Kambodscha und Vietnam ist Terrorismus nahezu unbekannt.

 

Recherchetools:

Global Terrorism Database

Tracking Terrorism

Länderdaten

Auf der Coursera-Online-Universität gibt es einen englischsprachigen Kurs zum Thema “Terrorism and Counterterrorism”. Dort geht es um allgemeine Grundlagen zum Thema Terrorismus. Der Kurs wird alle paar Monate neu gestartet und bietet kostenloses Lernmaterial.

Affiliate-Link zum Kurs  

Feiertage in Malaysia 2017

Datum Wochentag Name Hinweis
1.1. Sonntag Neujahr (2.1. Ausweichtermin*) Regionaler Feiertag
28.1.-30.1. Samstag-Montag Chinesisches Neujahr Nationaler Feiertag
 1.2. Mittwoch Tag des Bundesterritoriums Regionaler Feiertag
9.2. Donnerstag Thaipusam Regionaler Feiertag
14.2. Dienstag Valentinstag  
24.2. Freitag Maha Shivaratri Hinduistischer Feiertag
13.3. Montag Holi Hinduistischer Feiertag
14.4. Freitag Freitag Regionaler Feiertag
16.4. Sonntag Ostersonntag  
24.4. Montag Isra und Mi’radsch (Himmelfahrt Mohammeds) Regionaler Feiertag
25.4. Dienstag Krönungszeremonie des 15. Yang Di Pertuan Agong Nationaler Feiertag
1.5. Montag Tag der Arbeit Nationaler Feiertag
10.5. Mittwoch Wesak Nationaler Feiertag
27.5. Samstag Beginn Ramadan Regionaler Feiertag
30.-31.5. Dienstag, Mittwoch Erntedankfest Regionaler Feiertag
25.-26.6. Sonntag, Montag Aidil Fitri Nationaler Feiertag
7.7. Freitag George Town Tag des UNESCO-Welterbes Lokaler Feiertag
8.7. Samstag Geburtstag des Gouverneurs von Penang Lokaler Feiertag
7.8. Montag Raksha Bandhan Hinduistischer Feiertag
14.8. Montag Janmashtami Hinduistischer Feiertag
25.8. Freitag Ganesh Chaturthi Hinduistischer Feiertag
31.8. Donnerstag Nationalfeiertag Nationaler Feiertag
2.9. Samstag Aidil Adha Nationaler Feiertag
9.9. Samstag Königsgeburtstag Nationaler Feiertag
16.9. Samstag Malaysia-Tag Nationaler Feiertag
21.9. Donnerstag Navaratri Hinduistischer Feiertag
22.9. Freitag Muharram Nationaler Feiertag
30.9. Samstag Dussehra Hinduistischer Feiertag
18.10. Mittwoch Diwali / Dipavali Nationaler Feiertag
1.12. Freitag Geburtstag Mohammed Nationaler Feiertag
24.12. Sonntag Heiligabend  
25.12. Montag Weihnachten Nationaler Feiertag
31.12. Sontag Silvester  

*Ausweichtermine werden eingesetzt, wenn der Feiertag auf ein Wochenende fällt.

 


Booking.com




Regenwald in der Großstadt Kuala Lumpur

Dies ist ein alter Artikel aus dem Vorgänger-Blog!

Regenwald
Regenwald um den Fernsehturm

Menara Kuala Lumpur

Aufgrund seiner Hügellage übertrifft der Fernsehturm in Kuala Lumpur sogar die absolute Höhe der nicht weit entfernt stehenden Petronas Towers.

Rund um den Hügel befindet sich ein Stück tropischen Regenwaldes. Mehrmals täglich führen kostenlose Führungen in den Wald hinein. Die Guides erzählen Wissenswertes über das Ökosystem „Regenwald“ und über den Nutzen der Pflanzen für uns Menschen.

Der Wald bietet nicht nur Nahrung und Werkstoffe, er bietet auch der Medizin eine unzählige Anzahl an Wirkstoffen.  Bisher enthalten 7.000 Medikamente Stoffe aus dem Regenwald, dabei sind gerade erst 2 % der Pflanzen medizinisch erforscht.  Es liegt also im ureigenen Interesse der Menschen, den Raubbau an den Wäldern zu verhindern.

Lesestoff zum Regenwald:

www.abenteuer-regenwald.de

http://www.faszination-regenwald.de

http://www.oroverde.de