Indonesien, Malaysia und der globale Jihad

Terrorismus ist schwer zu erfassen, da es keine eindeutige Definition gibt. In Deutschland fällt dies auf, wenn darum gerungen wird, ob ein Anschlag ein terroristischer Akt oder ein Amoklauf war. Schaut man in andere Teile der Welt, wird es noch unübersichtlicher. Es mischen sich religiöse, kulturelle, finanzielle und politische Motive. Ob jemand ein Terrorist oder ein Freiheitskämpfer ist, ist oft eine Frage der Perspektive. Die Vereinten Nationen scheiterten bei dem Versuch, eine allseits akzeptierte Definition aufzustellen. Eine Studie von Schmid und Jongman fand 109 unterschiedliche Definitionen mit 22 unterschiedlichen „definitional elements“.[1]

In dieser Artikel wird der Fokus auf Gruppierungen gelegt, die von jihadistischen Ideen geleitet sind. „Jihad“ stammt aus dem arabischen und bedeutet „Anstrengung, Kampf, Bemühung“, doch ist damit ein aus dem Koran hergeleitetes Konzept gemeint, dass mit „gottgewollter Krieg“ umschrieben werden kann.

Der globale Jihad
Jihadismus in Südostasien
Konflikte zwischen Muslimen und Christen in Indonesien
Indonesien nach 9-11
Malaysia nach 9-11
Fazit

Kabaa in Mekka (Bild: Konevi, Pixabay)

Der globale Jihad

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die islamische Welt von mehreren Ereignissen von Grund auf verändert.

Zum einen wechselten die Machtverhältnisse in Saudi-Arabien und damit auch in Mekka. Dieser heilige Ort des Islams ist das Ziel vieler gläubiger Muslime auf dem Haddsch. Wer hier herrscht, der verfügt über eine nicht versiegende Einnahmequelle und kann sich ein weltweites Netzwerk an Kontakten aufbauen.

Im Jahre 1919 konnte Ibn Saud (1875-1953), vom Geschlecht der Saudis, den alten Herrscher Sharif Husayn schlagen und die Macht im Land übernehmen. Durch die Saudis setzte sich der Wahhabismus durch, eine puristisch-traditionalistische Richtung des neuzeitlichen, sunnitischen Islams.[2]

Einige Jahre zuvor begann der Zerfall des Osmanischen Reiches. Die Araber revoltierten 1916 gegen die Osmanen. Die europäischen Mächte nutzen die Chance und sicherten sich Gebiete im Nahen Osten. Großbritannien nahm sich Palästina, Transjordanien und den Irak, Frankreich Syrien und Libanon. Die Briten unterstützen den Zionismus und bereitete damit den Israel-Palästina-Konflikt den Weg. Das Sultanat des zerfallenden Osmanischen Reiches wurde aufgelöst und die Türkei entstand, ein säkularer Staat.[3]

Durch den Wegfall des Sultanats verloren die Sunniten eine wichtige ordnende Institution. Die Folge war, ein politisch-religiös weitaus diverserer Naher Osten. Der amerikanische Politikwissenschaftler Samuel P. Huntington sah im Fehlen eines islamischen Kernstaates einen wichtigen Faktor, der innere und äußere Konflikte hervorrief.[4]

In Ägypten nutzten Hasan al-Banna dieses Machtvakuum und gründete 1928 die Muslimbrüder. Für sie galten Koran, Hadith und Scharia als göttliche Offenbarung und sie verfügten über eine politische Agenda: König Farouk wurde von ihnen als „Fremdherrscher“ wahrgenommen. Er gehörte zwar einer ägyptischen Dynastie an, doch war er als ein Vasall des Osmanischen Reiches im Verdacht, fremden Interessen gedient zu haben. Daher strebten die Muslimbrüder den Umsturz an.

Für sie galt Gewalt als ein probates Mittel. 1948 töteten sie den Premierminister Mahmud al-Nuqrashi. Nach einem missglückten Anschlag auf Oberst Abdul Nasser im Jahre 1952 schlug der ägyptische Staat hart zurück. Es kam zu Masseninhaftierung und zu Polizeirepressionen. Viele Muslimbrüder flüchteten und suchten Asyl in Saudi-Arabien. Dort konnten sie weltweite Kontakte schließen und ihre Propaganda verbreiten.[5]

Ein einflussreicher Theoretiker der Muslimbrüder war Sayyid Qutb (1906-1966). Für ihn muss ein Herrscher seine Gesetze gemäß der Scharia ausrichten. Muslime dürfen nicht gegen jemanden gehorsam sein, der nicht dem Schöpfer gehorcht. In modernen politischen Systemen wird die Souveränität der Allgemeinheit gewährt und das verletzt die islamischen Regeln. Daher muss der moderne Staat abgelehnt werden. Für Qutb ist der Jihad gegen die Westernisierung eine gottgewollte Pflicht.[6] Dadurch, dass bei vielen Muslimen das Gefühl der Unterdrückung durch den imperialistischen Westen vorhanden war, konnten Qutb und andere radikale Islamisten einen reinen Islam den dämonischen politischen und kulturellen Einflüssen des Westens gegenüberstellen.[7] Aufgrund der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung wurde er schließlich in Ägypten hingerichtet. Er beeinflusste viele muslimische Denker, in Indonesien beispielsweise Hamka (Abdul Malik Karim Amrullah, 1908–81),[8] der als Philosoph und Autor die separatistische „Pemerintah Revolusioner Republik Indonesia“ in Sulawesi unterstützte.

Ein weiterer Vertreter des politischen Islam war in Britisch-Indien und im Nachfolgestaat Pakistan aktiv: der islamische Gelehrte, Philosoph und Journalist Maulana Maududi (1903-1979). Er vertrat den Wunsch nach einem islamischen Staat und stützte sich, ähnlich wie Qutb, auf frühmittelalterliche Theorien, die auf dem Koran basierten. Gesetze, soziale Organisation und persönliches Verhalten sollten sich nach dem heiligen Buch richten.

In den 1920er- und 1930er-Jahre sprach er sich für einen Jihad gegen die britischen Kolonialherren in Indien aus. Er war gegen den späteren Staat Pakistan, da sein Ziel ein komplett muslimisches Indien war. Maududi stiftete seine Anhänger zu Aktionen gegen die Regierung an, die vielen tausend Menschen das Leben kostete. Unter den Opfern waren auch Muslime, die Ahmadiyya, die von vielen anderen Muslimen nicht als Glaubensgenossen anerkannt werden.

Auch Maududi wurde vom Staat verfolgt und musste von 1947 bis 1950 eine Haftstrafe wegen Volksverhetzung absitzen. Viele seiner Ideen konnte er durch Bücher verbreiten. Er inspirierte damit unter anderem die Dakwah-Bewegung in den 1980er-Jahren.[9]

Ein dritter wichtiger Theoretiker war Ayatollah Chomeini. Er erlebte, wie der Schah Mohammed Reza Pahlavi den Iran modernisierte und säkularisierte. Damit verärgerte er manchen und der Vorwurf kam auf, dass er das Land an die USA verkaufen möchte. Ihm wurde vorgeworfen, dass er islamisches Recht ignorierte und die Rolle der Ulama zu unterminieren versuchte. Nach einigen Zusammenstößen mit der Geheimpolizei musste Chomeini in das Exil; zunächst im Irak und später in Paris. Doch als 1979 die islamische Revolution die Machtverhältnisse änderte, konnte er als starker Mann zurückkehren. Für ihn sollte sich die Politik an der Gemeinschaft Mohammeds orientieren und er sah die Ulama in einer politischen Rolle.[10]

Diese drei islamischen Vordenker teilten die Ablehnung der Moderne. Sie setzen eine Gesellschaft dagegen, die nach göttlichem Recht organisiert ist. Die dunklen Seiten ihres Denkens sind die Rationalisierung des Jihad und die Mobilisierung gegen Minderheiten (z.B. Kopten in Ägypten, Ahmadiyya in Indien, Bahai im Iran).

In den 1980er Jahren gab es gleich mehrere Konflikte, die dem Jihadismus Zulauf brachten. Im Nahen Osten war der größte Brennpunkt Palästina. Der langwierige Konflikt zwischen Juden und Arabern wurde auch außerhalb des Landes, beispielsweise im Libanon, dem Iran und Syrien, von islamistischen Gruppen genutzt, um ein klares Feindbild zu konstruieren und damit das Gruppengefüge zu festigen. Im Libanon waren die Terrororganisationen Hisbollah und Islamic Jihad aktiv, deren Ziel es war, nicht nur gegen Israel, sondern auch gegen moderate Libanesen zu kämpfen.

Doch außerhalb dieser unruhigen Zone gab es die Tendenz zur Radikalisierung, ob in Algerien, Pakistan oder dem Sudan. Auch nach Europa wurden diese Ideen von muslimischen Immigranten hineingetragen.[11]

An anderer Stelle gab es ungewöhnliche Kooperation: als 1979 die UdSSR versuchte, über Afghanistan Einfluss zu gewinnen, stellten sich die Amerikaner dagegen und unterstützten die Mujahedin, zusammen mit Pakistan und Saudi-Arabien. Die USA sah in den islamischen Kämpfern das kleinere Übel im Vergleich zu der kommunistischen Bedrohung. Diese Washington-Islamabad-Riyadh-Allianz lieferte Geld, Waffen und Ausrüstung. Zusätzlich wurden die neuen Verbündeten vom US-Militär ausgebildet und von den Saudis religiös unterstützt. Zwischen 1980-1989 flossen jährlich ca. 5 Milliarden Dollar von dieser Allianz in Richtung Hindukusch. Einiges davon ging an Osama Bin Laden (1957-2011).[12]

Dieser wurde durch die Anschläge am 11. September und der darauffolgenden Jagd auf ihn zum meistgesuchten Terroristen der Welt. Er war zwar saudi-arabischer Nationalität, doch sein Handeln war global. Im Jahre 1984 gründete er mit Adullah Azzam, von den jordanischen Muslim-Brüder, das „Afghan Service Bureau“. Sie warben tausende von Kämpfern in Pakistan an und bildeten sie für den Krieg in Afghanistan aus. Doch die Zusammenarbeit endete nach fünf Jahren blutig, als Azzam durch eine Bombe getötet wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass hinter dem Anschlag Bin Laden stand, da er vermutete, sein Partner würde mit der CIA kooperieren.[13]

Zusammen mit Ayman al-Zawahiri legte Bin Laden das Fundament zur al-Qaida, einer Massenbewegung, die muslimische Interessen weltweit verbinden sollte. Strukturell war es ein Zusammenschluss islamischer Gruppen.[14]

In den 1990er-Jahren folgten aufsehenerregende Terroraktionen, die der al-Qaeda zugeschrieben wurden. 1993 wurde ein erster Anschlag auf das Word Trade Center in New York unternommen, der zwar Tote forderte, aber das Gebäude nicht zerstören konnte.  Im nächsten Jahr missglückten Attentate auf den amerikanischen Präsidenten Bill Clinton, dem philippinischen Fidel Marcos und auf den ägyptischen Hosni Mubarak.[15]

Für den globalen Jihadismus war das Jahr 1996 ein wichtiger Meilenstein. Die Taliban konnten Kabul kapern und hielten einige Monate später insgesamt 85% des Landes besetzt. Es folgte die Anerkennung von Pakistan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.[16]

Al-Qaida setzte den eingeschlagenen Weg fort. Sie erließen Fatwas mit Gewaltaufrufen gegen die Amerikaner:

“[…] a duty to kill Americans and their allies an any country wherever possible”.[17]

Den Worten folgten Taten, beispielsweise 1998 bei dem Anschlag auf die US-Botschaft in Nairobi oder bei den Attacken im Jahre 2000 auf die USS Cole in Aden. Der Höhepunkt des al-Qaeda-Terrors waren die Anschläge am 11. September.[18]

Grün: Sunniten, Rot: Schiiten, Blau: Ibaditen (Bild: Baba66 NordNordWest, Wikimedia)

Jihadismus in Südostasien

In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts erlebten die asiatischen Ökonomien eine Boomphase. Angefangen in den sogenannten Tigerstaaten Südkorea, Singapur, Taiwan und Hongkong griff die Welle des wirtschaftlichen Erfolgs weiter nach Südostasien über und Malaysia und Indonesien erlebten einen Aufschwung.

Doch nach dem Aufstieg folgte der Fall. 1997 begann in Thailand die asiatische Finanzkrise, die ebenso die Nachbarstaaten ergriff. Die Folge war soziale Unruhe und damit wurde die Region für Islamisten besonders attraktiv.

Allerdings fanden Jihadisten noch andere Vorteile in den muslimischen Ländern Südostasiens. Zum einen waren die Grenzen kaum zu bewachen und daher war es einfach, unbemerkt ein- und auszureisen. Zum anderen gab es einen wenig regulierten, muslimischen Bankensektor und ein Hawala-Finanzsystem. Besonders die Möglichkeit der anonymen Auslandtransfers waren für islamistische Gruppierungen wichtig.[19]

Daher waren unterschiedliche Gruppierungen dort aktiv. Auch Bin Laden rekrutierte mit al-Qaida und der in Pakistan gegründeten Organisation Maktab al-Chidamat Kämpfer für Afghanistan.

Doch es gab auch Organisationen die von einheimischen gegründet und geleitet wurden. Die in Indonesien geborenen islamischen Gelehrten mit arabischen oder jemenitischen Wurzeln Abu Bakar Ba’asyir (*1938) und  sein Partner Abdullah Sungka (1937 – 1999) gründeten bereits 1971 ein Madrasah-Internat in Ngruki auf Java namens Al Mukin. Man trat in die Fußstapfen der Darul Islam, einer Bewegung für einen islamischen Staat, die von 1948-1962 bestand. An der Schule wurde der Wahhabismus gelehrt, Scharia-Recht sowie der Jihad gegen Nichtmuslime vertreten. Diese Ideen wurden nicht nur intern weitergegeben, sondern auch propagandistisch nach außen getragen, unter anderem durch einen Piratensender, der 1978 in Betrieb ging.[20]

Ba’aysir und Sungka warben einige der ehemaligen Darul-Islam-Kämpfer für die Gruppe Komando Jihad an. Diese Organisation wurde durch vielfältige Gewalttaten auffällig. Nach Raubüberfällen und Morden ließ Suharto die Gruppierung verbieten und ließ die beiden Anführer vor ein Gericht stellen. Sie wurden zunächst zu 9 Jahren Gefängnisstrafe verurteilt, doch nachträglich wurde die Strafe auf 4 Jahre reduziert. Beide verließen nach Absitzen der Haftstrafe das Land. Sie flohen nach Malaysia und gründeten in Johor Bahru wieder eine islamische Schule. Ähnlich wie die anderen jihadistischen Organisationen rekrutierte man Kämpfer für den Afghanistan-Krieg. Unterstützt wurden die beiden Indonesier durch arabische Wohlfahrtseinrichtung, aber auch durch al-Qaida. Durch diese Gelder war es möglich, eine weitere Schule in Johor Bahru zu errichten und das Netzwerk zu erweitern, unter anderem mit afghanischen Mujahidin.[21]

1993 erfolgte der nächste Schritt und die Jemaah Islamiyah wurde gegründet. Die Kämpfer wurden darauf ausgebildet, Anschläge professionell durchführen zu können. Sie waren dazu in kleinen Einheiten organisiert. Die Mitglieder von sogenannten „Schläferzellen“ hatten die Aufgabe, zunächst ein unauffälliges Leben zu führen, und dann mit Gewalttaten aktiv zu werden, wenn es nötig ist.[22] Die Rekruten für diese Terrororganisation stammten auch von den Schulen Sungkas und Ba’aysirs. In einem Artikel der Washington Post wird Sidney Jones von der International Crisis Group zitiert, der Al Mukmin als „Ivy League“ für Rekruten der Jemaah Islamiyah bezeichnete, also als eine Elitehochschule für den Terrorismus.[23]

In Malaysia gründete der Afghanistan-Veteran Zainon Ismail die Kumpulan Mujahideen Malaysia, die aus Afghanistan zurückkehrende Kämpfer rekrutierte. Diese Gruppierung war gut vernetzt. Am 5. Januar 2000 hielt sie eine große Konferenz in Kuala Lumpur zusammen mit Jemaah Islamiyah ab. Dort wurden u.a. die Attacken auf die USS Cole geplant. Und es waren Jihadisten anwesend, die später ein Teil der Entführer-Crew der 9-11-Anschläge sein sollten.[24]

Diese Informationen sind erst im Nachhinein bekannt geworden. Sogar die Existenz von Jemaah Islamiyah als Arm der al-Qaida, wurde erst spät aufgedeckt, als der Singapurer Geheimdienst ISD (Internal Security Department) eine für das Jahr 2002 geplanten Anschlag auf Diplomaten aus den USA, Großbritannien, Australien und Israel aufdeckte.[25]

Konflikte zwischen Muslimen und Christen in Indonesien

Gleich in mehreren Regionen gab es in Indonesien Zusammenstöße zwischen Muslime und Nicht-Muslime.

Ein Blick zurück in das Jahr 1974: Osttimor war bis dahin ungefähr 450 Jahre eine portugiesische Kolonie gewesen. Als im fernen Portugal der Estado Novo, die autoritäre Diktatur, unterging, wurde auch das Kolonialreich aufgelöst. Über die Zukunft Osttimors gab es unterschiedliche Interessenslagen, die schließlich in einem Bürgerkrieg mündeten. Indonesien schickte Truppen und gliederte die Region am 17. Juli 1976 als 27. Provinz ein.[26]

Doch das Land war damit nicht befriedet. Es kam in den nachfolgenden Jahrzehnten immer wieder zu Gewalttaten. Guerilla-Kämpfer wehrten sich gegen die Besatzung der Indonesier, und die reagierten mit Unterdrückung, Folter und Mord. Im Jahre 1991 gab es ein Massaker gegen die unbewaffnete Bevölkerung, das internationale Kritik hervorrief. Die UN-Kommission für Menschenrechte untersuchte diesen Fall und der politische Druck auf Indonesien nahm zu. 1998/99 flammte der Konflikt erneut auf. Die westlichen Staaten USA, Australien und Neuseeland unterstützten die Unabhängigkeitsbewegung und das Referendum, dass schließlich 1999 eine Mehrheit für einen eigenen Staat hervorbringen sollte.[27]

Diese Vorgänge konnten von den radikalen Islamisten ausgenutzt werden. Das Referendum wurde als eine Niederlage empfunden. Es wurde mit Missfallen betrachtet, dass die westlichen Staaten zum einen sich in diesen – als inner-indonesische Angelegenheit empfundenen Konflikt – einmischten und zum anderen, dass sie sich völlig parteiisch zeigten und die christliche Bevölkerung Osttimors den Rücken stärkten.

Auf den Molukken lebt ebenfalls eine christliche Majorität. Und auch dort gab es separatistische Überlegungen, eine christliche Republik zu gründen. Diese Bestrebungen wurden in anderen Teilen des Landes kritisch aufgenommen. Im Jahre 1999 wurde ein vermeintlich christliches Pamphlet in Umlauf gebracht, das zur Gewalt gegen Muslime aufrief. Es könnte sein, dass dies eine Fälschung von Provokateuren war; so oder so waren die Folgen blutig. In den nachfolgenden Gewalttätigkeiten verloren ungefähr 10.000 bis 20.000 Christen und Indonesier mit chinesischen Wurzeln ihr Leben.[28]

Diese Ereignisse sorgten für weiteren Zulauf bei den Jihadisten.

Im Januar 2000 formierte der Afghanistan-Veteran Jafar Umar Thalib (1961-2019) die paramilitärische Organisation Laskar Jihad. Die Organisation setzte darauf, Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erregen. Am 6. April 2000 versammelten sich – zur Überraschung der meisten Indonesier – mehrere tausend Kämpfer, mit Jalabiya gekleidet und mit Schwert ausgestattet im Senayan-Stadion, um sich auf den Jihad auf den Molukken einzustimmen. Anschließend marschierte die Gruppe als Machtdemonstration zum Parlament und zum Präsidentenpalast.[29] In der Hochphase hatte Laskar Jihad 10.000 Mitglieder und mehr als 70 Zweigstellen in Indonesien.[30]

Daneben gab es weitere Organisationen, die den Jihad auf den Molukken unterstützten. Beispielsweise Laskar Mujahidin Indonesia, die unter der Schirmherrschaft von Majelis Mujahidin Indonesia stand. Im Gegensatz zu Laskar Jihad operierte man geheim, in kleinen, gut trainierten und gut ausgestatteten Einheiten.[31]

Die Molukken wurden zu einem Kampffeld, auf dem viele tausend Menschen starben und noch mehr Menschen flüchten mussten. Hauptziel der Flüchtlinge war die Nachbarprovinz Sulawesi. Doch auch dort waren sie nicht in Sicherheit, da die Jihadisten da ebenfalls aktiv wurden. Für Sulawesi schätzte man bis zu 7.000 Jihadisten, die nur 2.000 Polizei- und Armeekräften gegenüberstanden. Insgesamt hielten die Kämpfe drei Jahre an.[32]

In der letzten Phase weitete sich der Konflikt nach Kalimantan aus. Dort vermischten sich die religiös-ethnischen Motive der Jihadisten mit Streitigkeiten mit indigenen Stämmen über Besitzverhältnisse und Zuständigkeiten. Hier gab es mehr als 2.000 Tote und 50.000 Flüchtlinge.[33]

Laskar Jihad und ähnliche Gruppierungen wurden von Teilen der Bevölkerung Indonesiens unterstützt. So erhielten sie von Sympathisanten aus der indonesischen Armee Zuwendungen in Höhe von mehr als 9,3 Millionen US-Dollar. Geld, dass unter anderem dafür eingesetzt wurde, lokale Polizeikräfte zu attackieren.[34]

Indonesien nach 9-11

Der Anschlag am 11. September 2001 änderte die weltpolitische Lage. Der War on Terror wurde erklärt und vor allem al Qaida und Bin Laden standen im Fokus der Geheimdienste.

In Südostasien zeigten sich viele direkt nach dem Anschlag geschockt. Doch es gab sowohl in der Bevölkerung in Malaysia als auch in Indonesien eine Debatte darüber, inwieweit die Vereinigten Staaten von Amerika mit verantwortlich für die Tat seien. Die US-Politik hatte in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder für Blutvergießen in der islamischen Welt gesorgt. Die USA galten auch als einseitig ausgerichtet und schienen für das Leiden von Muslimen in Konflikten wenig Interesse zu zeigen. Beispielsweise im Palästina-Konflikt standen sie fest auf der Seite Israels, obwohl es auf deren Seite Vorkommnisse gab, die aus Menschenrechtssicht kritikwürdig waren.[35]

Einige radikale Muslime vermuteten hinter den Attacken auf das World Trade Center sogar den israelischen Geheimdienst und die CIA.[36] Allerdings waren diese Diskussionen keine Einzigartigkeit der islamischen Welt. Auch in der westlichen Hemisphäre wurde über die Verfehlungen der Amerikaner diskutiert und es waren ähnliche Verschwörungstheorien populär, doch dort sind die islamistischen Gruppierungen zu schwach, um dies aktiv in die Politik einzubringen.

Megawati Sukarnoputri (*1947) ist im Sommer 2001 zur Präsidentin gewählt worden. Bereits vor den 9-11-Anschlägen erhielt sie eine Einladung zu einem Antrittsbesuch in Washington bei George Bush am 19. September. Obwohl die politische Lage durch die Anschläge komplett verändert wurde, wurde der Termin beibehalten und dafür genutzt, über den globalen Terror zu sprechen. Das Ergebnis war, dass Indonesien den amerikanischen „War on Terror“ offiziell unterstützte und dafür ein Hilfspaket in Höhe von 630 Millionen US-Dollar erhielt.[37]

Der Staat befand sich nach dem Sturz Suhartos, drei Jahre zuvor, noch in einer Findungsphase und die Institutionen waren nicht so stabil, wie in langjährig gewachsenen Demokratien.  Dementsprechend war die Ausgangslage nicht einfach.

Ein weiteres Problem war, dass es in der Bevölkerung Kritik an der neuen Führung und ihren eingeschlagenen Weg gab. Ähnlich wie in Malaysia gab es auch hier hochrangige Funktionäre, die Kritik gegenüber den Vereinigten Staaten äußerten und ihnen eine Mitschuld an den Anschlägen gaben.

Der Vize-Präsident der islamistisch-ausgerichteten Sammelpartei „Partai Persatuan Pembangunan“ (PPP) und Megawati-Konkurrent Hamzah Haz sah 9-11 als gerechtfertigt an. Er sprach aus, dass es den USA dabei helfen könnte, für ihre Sünden zu büßen.[38]

Din Syamsuddin, der Generalsekretär des Majelis Ulama Indonesia, ließ eine Deklaration veröffentlichen, die Muslime der Welt zum Jihad gegen die Amerikaner aufrief. Seine Angriffe auf die USA und Präsident Bush konnten ein großes Publikum begeistern.[39]

Die Kritik des Westens wurde auch angeheizt, da der Osttimor-Konflikt wieder aktuell wurde. Die Unabhängigkeit sollte eingeleitet werden und wieder waren es Staaten wie Amerika und Australien, die sich aktiv in diese Angelegenheit einmischten und damit bei Muslimen für Verstimmungen sorgten.

Doch die Stimmen im Land waren nicht durchgehend radikal. Es gab auch unter religiösen Funktionären besonnene Stimmen. Die Führer der beiden größten islamischen Organisationen, Nahdlatul Ulama und Muhammadiyah, reagierten moderat und verzichteten auf Jihad-Aufrufe.[40]

Die Mischung aus einer neu formierten Regierung, noch nicht voll ausgebauten Institutionen und einer kritisch gestimmten Bevölkerung verhinderte die effektive Verfolgung der einheimischen Jihadisten.

Erst, als am 12. Oktober 2002, ein Anschlag auf ein Touristengebiet in Bali durchgeführt wurde und 202 Menschen getötet wurden, änderte sich die Lage schlagartig. Zum einen waren nun die westlichen Staaten mitbetroffen, da hauptsächlich Australier getötet wurden, und zum anderen war Indonesien als Ganzes angegriffen, da der ausbleibende Tourismus großen wirtschaftlichen Schaden anrichten würde. Es dauerte nur 4 Tage, bis Jafar Umar Thalib das Ende von Laskar Jihad verkündete. Die Kämpfe wurden eingestellt, doch nur ein Bruchteil der Jihadisten, ungefähr 300, kehrten in ihre Heimat zurück. Was die Motive der Kämpfer waren, die in den Kampfgebieten verblieben, bleibt unklar. Thalib wurde später vor ein Gericht wegen Aufruf zu Gewalttätigkeiten auf den Molukken gestellt, aber freigesprochen.[41]

Malaysia nach 9-11

In Malaysia schlug man einen genau entgegengesetzten Weg ein. Ministerpräsident Mahathir äußerte offen und oft Kritik an den Amerikanern, aber bekämpfte den Terror im Lande.

Zwei Monate nach den Anschlägen wies er in einer öffentlichen Rede darauf hin, dass der Kampf gegen den Terror misslinge, wenn man nicht die Gründe angeht. Vor allem den Palästina-Konflikt machte er als Hauptursache aus.[42] In einem Gespräch mit Präsident Bush, brachte er diesen Punkt ebenfalls vor und beide stimmten darin überein, dass diese Gründe angegangen werden sollten, beispielsweise die Hoffnungslosigkeit, die junge Leute in Mörder verwandeln kann.[43]

Diese kritische Einstellung gegenüber den USA war nicht neu. Bereits in der Debatte zu den asiatischen Werten, die einige Jahre zuvor Staatsmänner zu Stellungsnahmen veranlasste, bezeichnete Mahathir die Menschenrechte als Werkzeug des Westens, um die asiatischen Länder zu untergraben.[44]

Doch trotz seiner offenen Kritik an der westlichen Politik und den Verzicht sich offiziell dem „War on Terror“ anzuschließen, war Mahathir auch an einer ernsthaften Lösung des Terrorismus-Problems interessiert. Denn terroristische Vereinigungen richteten sich nicht nur gegen den Westen, sondern gefährdeten auch den Frieden im eigenen Land.

Aus diesem Grund wurden Mitglieder radikaler Gruppen, die als ernsthafte Gefahr angesehen wurden, in Malaysia verfolgt und inhaftiert. Mahathir nutze die Chance, um den politischen Arm der Islamisten zu schwächen, indem er die Führung der Parti Islam Se-Malaysia (PAS) als Extremisten bezeichnete und damit isolierte.[45]

Mahathir versuchte bei der Organisation of Islamic Cooperation eine Übereinkunft darüber zu erreichen, dass Selbstmordattentäter geächtet würden; konnte sich aber nicht damit durchsetzen.[46]

Mit dem Beginn des Afghanistan-Krieges wurde die Kritik an der US-Politik sowohl in Malaysia als auch in Indonesien lauter. In der PAS fanden sich viele radikale Stimmen: es wurde der Boykott amerikanischer Waren und Dienstleistungen verlangt, der Jihad gegen die Vereinigten Staaten gefordert oder die Unterstützung der Taliban.[47]

Doch auch andere Gruppierungen äußerten sich kämpferisch gegen die US-Intervention. The Ulama Association of Malaysia erließ Fatwas, die den US-Angriff gegen die Taliban verdammten und malaysischen Muslims untersagten, mit den Amerikanern zu kooperieren.[48]

Mahathir äußerte sich auch verärgert:

“If the Americans are really waging a war against terrorism, why don’t they attack Israel, who are terrorists against the Palestinians?”[49]

Doch wieder bliebt Malaysia den ambivalenten Weg treu. Während der Premierminister den amerikanischen Einsatz kritisierte, setzte er intern harten Maßnahmen gegen die Jihadisten durch.

Besonders die islamistischen Schulen standen nun im Fokus. Im Oktober 2001 wurden Gelder an 2.160 Institutionen zurückgehalten, die unter Verdacht standen, islamischen Extremismus zu propagieren. Im Dezember 2002 verkündete Mahathir den Plan, die Lehrpläne der privaten Madrasah-Schulen zu kontrollieren und nach und nach die Schulen mit ihren 15.000 Schülern in das System der staatlichen Schulen zu integrieren.[50]

Im Januar 2003 wurden in einer größeren Aktion siebzig des Extremismus verdächtige Islamisten unter dem Internal Security Act verhaftet. Dieses Sicherheitsgesetz ermöglichte die Inhaftierung ohne Verhandlung.[51]

Fazit

Die Änderungen der Machtverhältnisse im Nahen Osten in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, sorgten für das Aufkommen des Wahhabismus. Über Mekka und Saudi-Arabien wurde diese strenge Form des Islams in alle Welt exportiert.

Es entstanden Bewegungen, die Politik und Religion verknüpften. Vordenker, wie Sayyid Qutb, Maulana Maududi und Ayatollah Chomeini, vertraten eine Gesellschaft, die nach göttlichen Recht organisiert sein sollte. Gewalt, in Form des Jihads, war in ihren Augen ein probates Mittel.

Besonders die ständigen Konflikte zwischen westlicher und muslimischer Welt, sorgten dafür, dass radikales Denken breitere Bevölkerungsschichten erreichen konnte. Im Afghanistan-Konflikt in den 1980er-Jahren standen aber dann paradoxerweise die Amerikaner und die Jihadisten auf einer Seite. Durch westliche Zuwendungen, unter anderem an den späteren Top-Terroristen Bin Laden, konnten die Gotteskämpfer ihre Strukturen professionalisieren und große Kampfverbunde aufbauen.

Die muslimischen Länder Südostasiens waren für Islamisten eine interessante Region, da die Länder durch ihre Insellandschaften keine effektive Grenzbewachung hatten und dort alles Wichtige vorzufinden war, was ein internationales Netzwerk benötigte; angefangen von einem muslimischen Bankensystem bis hin zu Internaten zum Ausbilden von Rekruten.

Der Höhepunkt des Terrors waren die Anschläge am 11. September 2001. In der westlichen Welt bildete sich eine große Koalition, die auch mit gewaltsamen Mitteln den Terrorismus bekämpfen wollte.

Die Reaktion von Malaysia und Indonesien auf die Anschläge war genau entgegengesetzt.

In Indonesien hatte man im Jahr 2001 eine neue Regierung unter Megawati Sukarnoputri gewählt. Sie übernahm einen Staat, der erst einige Jahre zuvor die Suharto-Diktatur überwinden konnte. Daher waren die Institutionen noch nicht allzu stabil und die politische Landschaft nicht so sehr gefestigt, wie in lang bestehenden Demokratien. Zusätzlich befanden sich im Land bereits gefestigte, terroristische Vereinigungen, die Konflikte mit christlichen und chinesischen Minderheiten suchten und für Bluttaten beispielsweise in Osttimor, Sulawesi und Kalimantan sorgten.

Megawati versprach George Bush, im „War on Terror“ zusammen mit den Vereinigten Staaten aktiv gegen die Jihadisten vorzugehen. Allerdings war dies ein Vorsatz, der nicht einfach umzusetzen war. In der Bevölkerung gab es große Vorbehalte gegen die USA, die durch ihr häufiges Eingreifen in der muslimischen Welt, für viel Zwietracht gesorgt hatten. Erst ein Anschlag in Bali 2002, änderte die Lage. Bei diesem Terrorakt wurden vor allem australische Touristen betroffen. Abgesehen vom menschlichen Drama, war dies ein harter Schlag für große Teile der indonesischen Bevölkerung, die vom Tourismus leben.

In Malaysia schlug Präsident Mahathir den genau gegenteiligen Weg ein. Er kritisierte offen die USA und sah eine Mitschuld des Terrors bei ihnen. Dennoch bekämpfte er im Land aktiv die terroristischen Strukturen. Denn Terror trifft auch die eigene Bevölkerung, wie später der Anschlag auf Bali beweisen sollte. Durch die kritische Haltung konnte er einfacher gegen die Jihadisten vorgehen, ohne im Verdacht zu geraten, als Handlanger fremder Interessen zu dienen.

Letztlich konnten beide Länder den Terrorismus zurückdrängen. In den nachfolgenden Jahren wurde der Islamische Staat die wichtigste, terroristische Gruppierung. Dort war die Beteiligung von Kämpfern aus Indonesien und Malaysia gering. In den Routledge Strategic Comments spricht man von 1.000 Leuten aus der Region, davon ungefähr 700 aus Indonesien, die im Nahen Osten als Jihadisten kämpften.[52]

Nichtsdestotrotz müssen auch in Zukunft radikale Strömungen kontrolliert werden. Im Geheimdienst-Blog Fortuna’s Corner befürchten Zachary Abuza und Colin P. Clarke, dass in Südostasien die nächsten militanten Islamisten „ausgebrütet“ werden könnten.[53] Denn die Grundvoraussetzungen sind immer noch gut.

Literatur

Abuza, Zachary; Clarke, Colin P. (2019): The Islamic State meets Southeast Asia. In: Fortuna’s Corner Blog, 17.09.2019. Online verfügbar unter https://fortunascorner.com/2019/09/17/the-islamic-state-meets-southeast-asia/.

Barr, Michael D. (2000): Lee Kuan Yew and the “Asian values” debate. In: Asian Studies Review 24 (3), S. 309–334.

Bruce, Gregor (2013): Definition of Terrorism – Social and Political Effects. In: Journal of Military and Veterans Health 21 (2). Online verfügbar unter http://jmvh.org/article/definitionof-terrorism-social-and-political-effects/.

Calvert, John (2009): Sayyid Qutb and the Origins of Radical Islam: Oxford Univ Press.

Hasan, Noorhaidi (2018): Laskar Jihad. Islam, Militancy, and the Quest for Identity in Post-New Order Indonesia. Ithaca, NY, Berlin: Cornell University Press; Walter de Gruyter GmbH.,

Hoffman, Bruce; Reinares, Fernando (Hg.) (2016): The evolution of the global terrorist threat. From 9/11 to Osama bin Laden’s death. Paperback edition. New York, Chichester, West Sussex: Columbia University Press (Columbia studies in terrorism and irregular warfare).

Huda Ismail, Noor (2005): Schooled for Jihad. In: Washington Post 2005, 26.06.2005. Online verfügbar unter https://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2005/06/25/AR2005062500083.html.

Huntington, Samuel P. (1998): Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. Vollst. Taschenbuchausg., 7. Aufl. München: Goldmann.

Means, Gordon P. (2009): Political Islam in Southeast Asia. Petaling jaya: SIRD.

Mushahid, Ali (2002): Impact of 9-11 on Malaysia and Singapore – One year later. Singapore. In: RSIS Commentary. Online verfügbar unter https://www.rsis.edu.sg/wp-content/uploads/2014/07/CO02017.pdf.

Othman., Mohamed C. (2005): Accountability for International Humanitarian Law Violations: The Case of Rwanda and East Timor. 1. Aufl., Springer-Verlag.

Stevenson, Jonathan [Hrsg.] (2016): The Islamic State and Southeast Asia. In: Strategic Comments 22 (9).

 

Fußnoten

[1] Vgl. Bruce (2013).

[2] Vgl. Means (2009), S. 151/152.

[3] Vgl. Means (2009), S. 152/153.

[4] Vgl. Huntington (1998), S. 285.

[5] Vgl. Means (2009), S. 153/154.

[6] Vgl. Means (2009), S. 154.

[7] Vgl. Calvert (2009), S. 289.

[8] Vgl. Calvert (2009), S. 165.

[9] Vgl. Means (2009), S. 155.

[10] Vgl. Means (2009), S. 155/156.

[11] Vgl. Means (2009), S. 159/160.

[12] Vgl. Means (2009), S. 163.

[13] Vgl. Means (2009), S. 163/164.

[14] Vgl. Means (2009), S. 164.

[15] Vgl. Means (2009), S. 166.

[16] Vgl. Means (2009), S. 166/167.

[17] Means (2009), S. 167.

[18] Vgl. Means (2009), S. 167.

[19] Vgl. Means (2009), S. 167/168.

[20] Vgl. Means (2009), S. 169.

[21] Vgl. Means (2009), S. 169/170.

[22] Vgl. Means (2009). S. 170.

[23] Vgl. Huda Ismael (2005).

[24] Vgl. Means (2009), S. 180.

[25] Vgl. Hoffmann (2016) S.400/401.

[26] Vgl. Othman (2005), S. 42.

[27] Vgl. Means (2009), S. 174/175.

[28] Vgl. Means (2009), S. 176.

[29] Vgl. Hasan (2018), S. 185.

[30] Vgl. Means (2009), S. 179.

[31] Vgl. Hasan (2018), S. 18/20.

[32] Vgl. Means (2009), S. 178.

[33] Vgl. Means (2009), S. 178.

[34] Vgl. Means (2009), S. 179.

[35] Vgl. Means (2009), S. 172.

[36] Vgl. Means (2009), S. 172.

[37] Vgl. Means (2009), S. 173.

[38] Vgl. Means (2009), S. 173.

[39] Vgl. Means (2009), S. 173-174.

[40] Vgl. Means (2009), S. 174.

[41] Vgl. Means (2009), S. 179.

[42] Vgl. Means (2009), S. 172.

[43] Vgl. Mushahid (2002), S. 2.

[44] Vgl. Barr (2000), S. 314.

[45] Vgl. Means (2009), S. 172.

[46] Vgl. Mashuhid (2002), S. 2.

[47] Vgl. Means (2009), S. 172.

[48] Vgl. Means (2009), S.  172.

[49] Means (2009), S. 172.

[50] Vgl. Means (2009), S. 173.

[51] Vgl. Means (2009), S. 173.

[52] Vgl. Stevenson (2016).

[53] Vgl. Abuza (2019).

 

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