Ein paar Zeilen zu Ho Chi Minh

Ho-Chi-Minh-Mausoleum, 03/16.
Ho-Chi-Minh-Mausoleum, 03/16.

Die wichtigste Stadt im Süden Vietnam, das ehemalige Saigon, trägt nun den Namen des kommunistischen Revolutionärs Ho Chi Minh.
In einem anderen Blog las ich eine Diskussion über ein Flugblatt, in dem Hồ Chi Minh in eine Reihe mit den kommunistischen Diktatoren Stalin und Mao gestellt wurde. In solche Gesellschaft darf man ihn aber nicht einreihen, da er alles andere als ein furchteinflößender Tyrann war. Aber wer kennt heute noch die Hintergründe für den Freiheitskampf der Vietnamesen und die Taten Hồ Chi Minhs? Daher folgt eine kleine Erzählung des bewegten Lebens des Revolutionärs.

Gedanken über Original und Fälschung

China ist im Fälscher-Gewerbe weltweit die Nummer 1. Dahinter steht eine im Vergleich zur westlichen Welt abweichende Einstellung zum Kopieren.

Im Mittelalter glichen sich die Vorstellungen von Europäern und Chinesen im Umgang mit der Kunst: Das Werk stand im Vordergrund, der Künstler war nebenrangig. Wenn ein Fälscher in der Lage war, kunstvoll ein Gemälde zu kopieren, dann galt er selbst als Meister, nicht als Schwindler.

Erst mit dem Beginn der Neuzeit änderte sich diese Einstellung in Europa. In seinem „Traktat von der Malerei“ sieht Leonardo da Vinci den besonderen Wert der Malerei, in ihrer Nichtkopierbarkeit. Das Original bleibt einzigartig. Das unterscheidet sie von der Schreibkunst mit ihren Nachdrucken und den Skulpturen mit der Möglichkeit des Abguss. Im Besonderen des Gemäldes findet sich das Genie des Malers wieder.