Der Smaragd-Buddha in Bangkok

Smaragd-Buddha
Smaragd-Buddha in Regenzeit-Kleidung (Foto: Wikimedia-Commons, JPSwimmer)

Im Tempel Wat Phra Kaeo, gleich neben dem Grandpalace in Bangkok, ist eines der berühmtesten Heiligtümer Thailands beheimatet: der Smaragd-Buddha.

Smaragd-Buddha in der Kleidung der "Heißen Jahreszeit"
Smaragd-Buddha in der Kleidung der “Heißen Jahreszeit” (Foto: Wikimedia Commons, Axel Boldt)

Er ist nicht, wie sein Name vermuten ließe,  aus einem Smaragd-Kristall gefertigt, sondern aus Jade. Die Buddha-Figur sitzt in Heldenpose, also im halben Lotussitz, mit den Handflächen nach oben auf den Schoss gelegt (Dyana Mudra), auf einem Thron. Diese Darstellung ist eine typische Meditationshaltung.

Die Statue hat zu den drei thailändischen Jahreszeiten (Heiße Jahreszeit, Kalte Jahreszeit, Regenzeit) jeweils ein eigenes Gewand und wird in einer feierlichen Zeremonie umgekleidet.

Thailand im 19. Jahrhundert (Geschichte Thailands 8)

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts herrschte der siamesische König über eine Fläche, die vergleichbar mit der Größe des heutigen Thailands war. Zu diesem Herrschaftsgebiet hinzu kam noch die gleiche Grundfläche an Vasallenstaaten.

Das islamisch geprägte Sultanat Patani, das im Süden von Thailand lag, war schon zu Zeiten Ayutthayas abgabepflichtig. 1808 erfolgte ein Aufstand, der von den Siamesen niedergeschlagen wurde.

Es folgte eine Aufsplitterung der Verwaltung und letzten Endes die Annexion durch Bangkok im Jahre 1841.  In dieser Region finden sich noch heute separatistische Strömungen, die teilweise mit Gewalt versuchen, die Unabhängigkeit zu erlangen.

Bangkok, „die Stadt der Engel“ (Thailands Geschichte 7)

Bangkok, Grand Palace
Bangkok, Grand Palace

Eine der ersten Amtshandlungen von Rama I. war die Umverlegung der Hauptstadt. Thonburi lag am westlichen Ufer des Chao Phraya Flusses und hatte dadurch mehrere Nachteile: Es gab Probleme mit der Bodenerosion und der Ort war schlecht gegen Angriffe aus Myanmar geschützt. Daher zog die Administration nur ein kurzes Stück weiter an das Ostufer.

Karte
Thonburi und Bangkok, 1782. Das Gebiet östlich des Flusses wird als Rattanakosin bezeichnet. (Foto: Wikimedia Commons, Paul_012, abgeändert)

Dort lag das Dörfchen Bangkok, das übersetzt soviel wie Olivendorf bedeutet. Die Ortschaft war überwiegend von chinesischen Fischern und Händlern bewohnt, die in das heutige Chinatown umgesiedelt wurden.


Traditionelle Elemente der Thai-Architektur am Beispiel “Golden Mount”

Golden Mount, Bangkok
Golden Mount, Bangkok

Der Tempel auf dem Hügel „Golden Mount“ ist einer der ältesten in Bangkok. 1801 wurde er restauriert und vom König Rama I. unter dem Namen „Wat Saket“ feierlich wiedereröffnet.

Übersetzt bedeutet die Bezeichnung „Tempel der Reinigung des königlichen Haares“ und bezieht sich auf die rituelle Reinigung, die Rama I., damals noch General Chakri,  vor seiner Machtübernahme im Jahr 1782 hier durchführte. Nach der Zeremonie eilte er in den Palast. Dort fand eine Revolte gegen König Taksin statt, der in geistiger Umnachtung seine Familie töten und sich als Gott verehren ließ. In einem Samtsack mit einem Sandelholz-Stock zu Tode geprügelt, fand der alte Herrscher sein Ende und Chakri konnte den Thron besteigen.

Sunthòn Phu, der berühmteste thailändische Dichter

Sunthon Phu
Sunthòn-Denkmal am Wat Sri Sudaram in Bangkok. Hier studierte der Dichter in seiner Jugend. (Foto: Wikimedia Commons, Heinrich Damm)

Sunthòn Phu lebte von 1796 bis 1855. In seinem bewegten Leben sah sich der Dichter vier Königen der Chakri-Dynastie gegenüber. In jungen Jahren, zu Zeiten Rama I., arbeitete er als einfacher Angestellter am königlichen Hof und verliebte sich dort in Jun, die der königlichen Familie angehörte. Eine derartige Liaison verletzte die sozialen Normen dieser Zeit und beide wurden inhaftiert. Erst mit dem Tod des Königs wurde Amnestie gewährt.

Ramakien – die thailändische Version des Ramayana

Royal Palace, Bangkok. 08/2010.
Royal Palace, Bangkok. 08/2010.

Neben dem Mahabharata ist das Ramayana das bedeutendste indische Epos. Die Datierung des Ramayana ist nicht genau möglich, doch grob lässt sich die Entstehung des Werkes vor ungefähr 2000 bis 2500 Jahren einordnen. Es gibt nicht die eine verbindliche Version des Werkes. Zählt man die verschiedenen Textarten (Epos, Dichtung, religiöse Erzählung) zusammen, finden sich ungefähr 25 in Sanskrit abgefasste Varianten. Dazu kommt eine unüberschaubare Zahl von fremdsprachlichen Ramayana-Erzählungen. Mit der Verbreitung der indischen Kultur wurde auch das Epos in die Länder Süd- und Südostasiens getragen. Es finden sich Texte in Balinesisch, Bengali, Kambodschanisch, Chinesisch, Javanisch, Laotisch, Malaiisch, Tamil, Thai, Tibetanisch und in vielen weiteren Sprachen. Viele dieser Werke wurden nicht nur aus dem indischen übertragen, sondern auch an den landestypischen Gepflogenheiten angepasst.

Bangkok – Museum of Contemporary Art (MoCA)

MoCA-Bangkok
Dieses Foto von Museum of Contemporary Art (MOCA) wurde von TripAdvisor zur Verfügung gestellt

Das Museum of Contempory Art ist ein Privatprojekt des Geschäftsmannes Boonchai Bancharongkul. Er wollte in der Jugend Kunst studieren, wurde aber von seinem Vater dazu angehalten, das Familienunternehmen zu übernehmen. Innerhalb von einigen Jahrzehnten baute er einen der größten thailändischen Telefonanbieter auf und verdiente dabei genügend Geld, um nebenbei viele Kunstwerke zu erwerben.

Diese Sammlung erhielt im Jahr 2012 einen würdigen Ausstellungsort. Inmitten einer interessanten Architektur werden 600 Gemälde und Skulpturen von mehr als 200 zeitgenössischen, thailändischen Künstler präsentiert.