Khun Wang Royal Project – Kirschblüten in Thailand

Vor ca. 30 Jahren besuchte König Bhumipol den Norden Thailands, um sich Gedanken darüber zu machen, wie die Lebensbedingungen dort verbessert werden könnten. Zu dieser Zeit gehörte die Region zu den wichtigsten Drogenanbaugebieten der Welt. Die Millionen von Mohnblumenblüten boten einen schaurig-schönen Anblick. So schlecht Opium für die Konsumenten ist, so wichtig war die “Cash Crop” für die ansässigen Bauern.  

Die Lösung des Königs war, den Drogenanbau zu verbieten und an deren Stelle 36 Projekte zu installieren, um die dortigen Lebensbedingungen zu fördern. Eines dieser Projekte befindet sich in Khun Wang, ca. 60 km südwestlich von Chiang Mai, am Doi-Inthanon-Nationalparks.

Terrorismus in Südostasien

Denkmal zu den Bali-Anschlägen
Denkmal zu den Bali-Anschlägen 2002, das an die 202 Toten erinnert (Foto: Wikimedia Commons, Ken Eckert)

Über Terrorismus zu diskutieren ist schwer, da keine Übereinkunft besteht, was Terrorismus denn nun genau ist. In Europa bemerken wir das Problem, wenn darüber gestritten wird, ob ein Anschlag nun ein terroristischer Akt oder ein Amoklauf war. In anderen Teilen der Welt wird es noch unübersichtlicher. Ob jemand ein Terrorist oder ein Freiheitskämpfer ist, ist oft nur eine Frage der Perspektive. Die UN bemühte sich vergeblich, eine allseits akzeptierte Definition aufzustellen und eine Forschungsgruppe fand 109 unterschiedliche Definitionen des Terrorismus.

Armut in Myanmar

Myanmar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Seit 1987 wird es von der UN unter dem LDC-Status („Least Developed Countries“, dt. „am wenigsten entwickelte Länder“) geführt. In den nachfolgenden Jahren wurde die Lage nicht einfacher – die regelmäßigen Menschenrechtsverletzungen führten zu einer internationalen Isolation. 1989 verhängten die westlichen Staaten Wirtschaftssanktionen. Die Regierung in Yangon war daraufhin auf wenige Handelspartner, wie China und Nordkorea, beschränkt. Erst mit der Öffnung in den letzten Jahren verbesserte sich die Situation: nicht nur die Sanktionen wurden aufgehoben, auch Schuldenerlass wurde gewährt.

Einwanderer in Singapur

Singapur ist, im Gegensatz zu vielen anderen Metropolen, seit seiner Gründung auf Einwanderer angewiesen. Im Gegensatz zu Kolonialzeiten, in denen jede Ethnie ein Gebiet zugeteilt bekam, achtet die Regierung des unabhängigen Singapurs darauf ethnische Segregation zu vermeiden. Dazu stellt die Regierung konsequente Vorgaben zur Besiedelung auf. Sie teilt ihre Bevölkerung in 4 Ethnien ein: Malayen, Inder, Chinesen und Sonstige. Jeder Wohnkomplex darf nur bis zu einer gewissen Prozentzahl von einer Ethnie bewohnt werden.

Todesstrafe auf Drogenbesitz in Singapur

In Singapur wird der Drogenbesitz hart bestraft. Bis 2012 mussten die Richter beim Besitz einer bestimmten Menge Rauschgift die Todesstrafe aussprechen; dazu reichten beispielsweise schon 500 Gramm Cannabis.

Zehn Jahre zuvor wäre eine deutsche Schülerin, die in Singapur lebte, fast zum Tode verurteilt worden. In ihrer Wohnung fanden sich 687 Gramm Cannabis. Nach einer chemischen Analyse konnte allerdings ein Anteil an der verbotenen Substanz unter dem Grenzwert festgestellt werden, sodass nur eine Haftstrafe ausgesprochen wurde.

Seit 2012 haben die Richter die Möglichkeit die Todesstrafe bei Drogendelikten zu umgehen. Allerdings ist das an bestimmte Bedingungen geknüpft, beispielsweise darf der Angeklagte nur als Kurier gedient haben.

Pancasila – die fünf Grundsätze der indonesischen Politik

Garuda
Indonesisches Staatswappen: Der Stern steht für das göttliche All-Eine, die Kette für den Internationalismus, der Baum für den Nationalismus, der Büffel für Demokratie und Baumwolle und Reis für die soziale Wohlfahrt.
(Foto: Gunawan Kartapranata)

Die Pancasila sind die Grundsätze der indonesischen Politik. Sie wurden erstmals von Sukarno, dem Führer der indonesischen Unabhängigkeitsbewegung und späteren ersten Präsidenten, in einer Rede am 1. Juni 1945 erwähnt. In leicht abgeänderter Form, mit einer höheren Gewichtung der Religion, wurden sie in die Präambel der indonesischen Verfassung aufgenommen.

Das Wort “Pancasila” (oder auch “Pantja-Sila”) stammt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie “5 Prinzipien”.

Stadtplanung in Singapur

Die Baumaßnahmen des Stadtstaates sind auf Erhöhung der Attraktivität ausgerichtet. Dieses hat mehrere Gründe: Die Ökonomie des Stadtstaates lebt vom Wissen. Daher ist es wichtig, dass die Stadt nicht nur gute Arbeitsbedingungen bietet, sondern auch attraktive Lebensbedingungen. So ist es möglich, international begehrte Experten anzuwerben und zu binden. Des Weiteren ist der Tourismus zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor geworden. Und schließlich möchte Singapur seine Weltbedeutung durch die Architektur betonen.

Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die Marina Bay, die alte Flussmündung, die durch Landgewinnungsmaßnahmen neue Baufläche bietet. Die Ufer sind zu Promenaden zum Flanieren umgebaut worden und mit Cafés, Geschäften und Restaurants gesäumt. Dahinter finden sich Hotel-, Büro- und Residenzhochhäuser.

Der Zyklon Nargis verwüstet Myanmar

Am 2.5.2008 wurde Myanmar vom Zyklon Nargis heimgesucht. Der tropische Wirbelsturm war – soweit bekannt – der größte, der jemals das Land traf. Die gesamte Südküste nahm Schaden, vor allem das Flussdelta.

Es entstanden vier Meter hohe Wellen, die bis zu 30 km weit in das Landesinnere vordrangen. Die Wassermassen zerstörten ganze Dörfer. 144.000 Menschen ertranken und 2,4 Millionen verloren ihr Hab und Gut. Die Landwirte konnten ihre Tiere nicht schützen: 80% der Rinder, 70% der Schweine und 50% des Geflügel starben durch die Fluten.

Asiatische Werte

Konfuzius
Konfuzius (Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Die Debatte um die asiatischen Werte entbrannte in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Sowjetunion war zerfallen und damit die politische Dominanz der westlichen Mächte offensichtlich. Dadurch schienen auch die Lebensweise und die Ideale von Amerikanern und Europäern gesiegt zu haben. Demokratie und Menschenrechte sollten in die Welt getragen werden. Die Clinton-Administration sah im Export der Demokratie einen von drei Grundpfeilern der amerikanischen Außenpolitik.

1993 drohten die USA den Chinesen aufgrund der Nichtbeachtung von Menschenrechten den Handelsstatus als „Most Favoured Nation“ abzuerkennen und Handelsauflagen zu erlassen. Damit war nicht nur das wirtschaftliche Wachstum in China gefährdet, sondern, durch die wechselseitigen Beziehungen, gleich der ökonomische Erfolg des gesamten asiatischen Wirtschaftsraumes.

Thaksin und Yingluck Shinawatra

Thaksin Shinawatra
Thaksin Shinawatra (Foto: Wikimedia Commons, Helene C. Stikkel)

Thaksin Sinawatra ist 1949 in eine wohlhabende Kaufmanns- und Politikerfamilie hineingeboren worden. Er besuchte zunächst die Polizeiakademie, studierte dann an der amerikanischen Sam Houston State University und schrieb dort seine Dissertation im Fach Strafrecht. Anschließend schlug er die Laufbahn eines Geschäftsmannes im Bereich Telekommunikation ein. Innerhalb von ein paar Jahren wurde er zu einem der reichsten Männer Asiens. 1994 suchte er den Weg in die Politik und besetzte verschiedene Kabinettsposten.