Die Gründung Singapurs (Geschichte Singapurs 1)

Singapur
Cricket-Club, Singapur.

Die Geschichte des modernen Singapurs begann vor knapp 200 Jahren. Sir Stamford Raffles, der im Auftrag der englischen Ostindien-Kompanie in Asien tätig war, handelte am 30. Januar 1819 ein Siedlungsrecht mit dem lokalen Herrscher aus. Die Engländer übernahmen das Gebiet und begannen mit dem Ausbau des Stützpunktes.

Vor dem Eintreffen der Briten war die Insel kaum bewohnt und mit tropischem Regenwald überzogen. Schätzungen gehen von ungefähr eintausend Einwohnern aus. Sie gehörten zu den Orang Laut, einem malayischen Seefahrervolk, dass dementsprechend stark auf das Meer ausgerichtet war und bei denen die Kultivierung des Landesinneren nur eine geringe Rolle spielte.

Die “frühen Reiche” in Myanmar (Geschichte Myanmars 2)

In den Jahrhunderten vor der Zeitenwende befand sich Myanmar in einem kulturellen Umbruch. Dörfer wuchsen zu befestigten Städten heran, die von Mauern aus gebrannten Ziegeln geschützt wurden. Die Gesellschaft wurde komplexer, die Landwirtschaft produktiver.

Über die frühen Reiche ist wenig bekannt. Die Mon waren in dieser Zeit die wichtigste Macht in der Region. Nach chinesischen und indischen Quellen kann das Siedlungsgebiet der Mon auf das Gebiet zwischen den heutigen Städten Moulmein and Pegu, an der Ostküste der Andamanensee, bestimmt werden. Die Hauptstadt war Thaton, eine geschäftige Hafenstadt, die Handel bis nach Südindien betrieb.

Mouhot in Angkor

Ta Phrom
Die Tempelanlage Ta Prohm in Angkor besitzt einen besonderen Charme. Während bei den anderen Haupttempeln die Natur zurechtgestutzt wurde, kann man hier erleben, wie der Urwald sich seinen Lebensraum zurückholte. Dicke Wurzeln überwuchern die Gemäuer und Bäume wachsen kreuz und quer. Es entsteht der Eindruck, die Anlage wäre frisch entdeckt!

Ab dem 13. Jahrhundert befand sich das Reich der Khmer in einem langwierigem Niedergang. Damit geriet auch die alte Metropole Angkor, die in ihrer Hochphase eine der größten Städte der Welt war, aus dem Fokus.

Theravada-Buddhismus in Thailand

Mönch am Marmortempel in Bangkok
Mönch am Marmortempel in Bangkok

 Nach den modernen Berechnungen zu den Chroniken Ashokas lebte der buddhistische Religionsstifter Siddhartha Gautama, der Buddha (Sanskrit: „der Erwachte“) genannt wurde, von 563 bis 483 v. u. Z.. Diese Daten weichen von der klassischen buddhistischen Zeitrechnung ab und sollten nur als grober Anhaltspunkt genutzt werden.

Die Lehren des Buddhas sind, ähnlich wie die anderer Religionsgründer, auf unterschiedlicher Weise auslegbar. Es entstanden kontroverse inhaltliche Diskussionen und es bildeten sich nach und nach verschiedene Linien des Buddhismus heraus. Diese vielen Interpretationen lassen sich in zwei große Gruppen einteilen: Hinayana-Anhänger glauben, dass die Erlösung nur durch eigene Kraft erfolgen kann und Mahayana-Anhänger gestatten die Hilfe durch Andere.

Niederländische Intervention und Massenselbstmord in Süd-Bali

Puputan-Denkmal in Denpasar
Puputan-Denkmal in Denpasar

Im 19. Jahrhundert erweiterten die Niederländer ihren Einfluss in Indonesien und verdrängten nach und nach die Portugiesen aus der Region. Die ersten Übergriffe der Niederländer in Bali begannen 1846. In den darauffolgenden Jahren konnten sie die komplette Kontrolle über den nördlichen Teil der Insel erlangen. 

Im Süden hingegen konnten sich die drei Königreiche Tabanan, Badung and Klungkung ihre Unabhängigkeit weitere 60 Jahre bewahren. Ein Konflikt um das Plünderrecht brachte schließlich ihr Ende. Nach alter Tradition war es den balinesischen Herrschern gestattet, Schiffswracks an ihren Küsten zu plündern. Im Mai 1904 machte der Raja von Badung von diesem Recht Gebrauch, als ein chinesischer Schoner vor Sanur auf ein Riff auflief. Die Holländer verlangten daraufhin Kompensation, doch der Raja lehnte ab und erhielt Unterstützung von Tabanan und Klungkung. 

Ethnien in Myanmar

Die Bamar (auch: Birmanen)

Die Bamar stammen ursprünglich aus Zentralchina. Mit der Einnahme Bagans Mitte des 9. Jahrhunderts festigten sie ihre Stellung in Myanmar. Von den Mon übernahmen sie den Theravada-Buddhismus. Sie sind mit rund 50 Millionen Angehörigen die größte und einflussreichste Ethnie der tibeto-birmanischen Sprachgruppe.

Die Chin

Die Chin sind ebenfalls der tibeto-birmanischen Sprachgruppe zugehörig und bewohnen den Westen des Landes, im nördlichen Teil des Rakhine-Gebirges. Sie werden in zwei Gruppen unterteilt. Die Meitei sind Hinduisten und leben in einem Kastensystem. Die Kuki-Chin sind religiös divers: es gibt Hinduisten, Buddhisten und Christen unter ihnen. Sie sind Viehzüchter und Brandrodungsbauern.

Wat Phnom Daun Penh

Wat Phnom Daun Penh in Phnom Penh.
Wat Phnom Daun Penh in Phnom Penh.

Kambodscha bietet Kulturtouristen eine Reihe von Sehenswürdigkeiten; so manche davon finden sich in der Hauptstadt Phnom Penh. Der Name der Stadt leitet sich vom Khmer-Wort für Hügel „phnom“ und dem Namen einer Frau Penh her.

Frau Penh war eine reiche Witwe, die der Legende nach 1372 einen großen Fund machte und in einem Baumstamm vier bronzene Buddha-Statuen aufspürte. Zum Schutz dieser Heiligtümer wurde ein Hügel aufgeschüttet und darauf ein Schrein errichtet. Die Anwohner nannten den Hügel nach der Stifterin. Einige Jahre später wurde dieser Name auf die gesamte Ansiedlung ausgeweitet und bis heute beibehalten.

Streubomben auf Laos

COPE
Eingang zum COPE-Visitor-Centre

Im Krieg zwischen Vietnam und den USA nutzen die Vietkong die laotischen Grenzgebiete als Rückzugsort. Die Amerikaner bombardierten daraufhin das neutrale Laos mit unzähligen Bomben. Besonders grausam war die eingesetzte Waffengattung: die Streubombe (cluster bomb), die bis heute für Todesopfer und Verstümmelungen sorgt.

Jede abgeworfene Bombe besteht aus vielen kleinen Bomben, Sub-Munition oder Bombies genannt. Bei den 580.000 Angriffen auf Laos zwischen 1964 und 1973 trafen das Land 270 Millionen Sub-Munitionen. Beim Abwurf explodieren ca. 30% der eingesetzten Munition nicht. Das bedeutet, dass ca. 80.000.000 gefährliche Sprengkörper in der Landschaft verteilt wurden.

Die Frühgeschichte Myanmars (Geschichte Myanmars 1)

Höhlenmalereien
Malereien in der Padah-Lin-Höhle. (Foto: Wikimedia Commons, Soewinhan)

In Myanmar lassen sich menschliche Spuren bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Die archäologische Forschung steht in der Region allerdings noch am Anfang. Es wurden bis zum Jahr 2002 vierzehn neolithische Fundstätten untersucht. Sie liegen zumeist in der zentralen Trockenzone auf fruchtbaren Boden, in Nähe des Flusses Ayeyarwaddy.

Die ältesten Fundstücke sind ungefähr 13.000 Jahre alt. Steinwerkzeuge aus dieser Zeit weisen auf eine Jäger- und Sammlerkultur hin. In den nachfolgenden Jahrtausenden wandelte sich die Gesellschaft: Die Menschen wurden sesshaft, domestizierten Tiere und bauten Nutzpflanzen an.

Das Wahrzeichen Singapurs: der Merlion

Merlion-Brunnen
Merlion-Brunnen an der Marina Bay

Der Merlion ist das exotische Wahrzeichen der tropischen Metropole Singapur. Doch welche Geschichte steht hinter diesem Fabeltier?

Asien ist zwar reich an alten Sagengestalten mit tierischem Körper, doch der Merlion ist eine neue Erfindung und spielt auf die Geschichte der Stadt Singapur an.