Streubomben auf Laos

COPE
Eingang zum COPE-Visitor-Centre

Im Krieg zwischen Vietnam und den USA nutzen die Vietkong die laotischen Grenzgebiete als Rückzugsort. Die Amerikaner bombardierten daraufhin das neutrale Laos mit unzähligen Bomben. Besonders grausam war die eingesetzte Waffengattung: die Streubombe (cluster bomb), die bis heute für Todesopfer und Verstümmelungen sorgt.

Jede abgeworfene Bombe besteht aus vielen kleinen Bomben, Sub-Munition oder Bombies genannt. Bei den 580.000 Angriffen auf Laos zwischen 1964 und 1973 trafen das Land 270 Millionen Sub-Munitionen. Beim Abwurf explodieren ca. 30% der eingesetzten Munition nicht. Das bedeutet, dass ca. 80.000.000 gefährliche Sprengkörper in der Landschaft verteilt wurden.

Streubombe, COPE-Visitor-Centre
Streubombe, COPE-Visitor-Centre

Um sich auszumalen, wie perfide diese Waffengattung ist, muss man sich nur in das Leben eines Reisbauern zur Kriegszeit hinein versetzen:
– er hört, dass ein Flugzeug Bomben abwirft
– er weiß, dass nicht alle Bomben explodiert sein werden
– am nächsten Tag muss er in sein Reisfeld, in dem der Tod lauern kann

Von den 80 Millionen Bombies wurden ca. 1 Million von 1996 bis 2009 entschärft. Bis das Land sicher ist, wird noch eine Menge Zeit vergehen. Momentan explodieren ca. 300 Bomben pro Jahr, töten und verletzen. 

Um die Opfer solcher Explosionen kümmert sich die Organisation COPE (Cooperative Orthotic and Prosthetic Enterprise), die Prothesen bereitstellt. Neben der medizinischen Betreuung kämpft die Einrichtung gegen den Einsatz von Streubomben und betreibt in Vientiane ein Museum, um über die Gefahren dieser Waffen aufzuklären.

Links:
COPE (Cooperative Orthotic and Prosthetic Enterprise)
Facebook-Seite von Laos Pictures: Bilder von Bomben im Alltag

 


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