969 – eine buddhistische Terrorbewegung

Allen positiven Tendenzen der letzten Jahre zum Trotz, bleibt das Zusammenleben im Vielvölkerstaat Myanmar schwierig.

Die Zusammenstöße zwischen Buddhisten und Moslems im Bundesstaat Rakhine 2012 bildeten den Auftakt einer langen Reihe von blutigen Auseinandersetzungen. Die Opfer gehörten vor allem zur muslimischen Rohingya-Minderheit. Mehr als 80 Menschen wurden ermordet; über 100.000 flüchteten vor der Gewalt; 4.600 Häuser wurden niedergebrannt. Im nachfolgenden Jahr weiteten sich die Ausschreitungen auf andere Landesteile aus.

Eine besondere Rolle in diesem Konflikt nimmt eine Gruppe radikaler, buddhistischer Mönche ein, die als „969-Bewegung“ Angst und Hass gegen die Muslime schüren. Die Zahlenreihe steht für spezielle, buddhistische Attribute – die 9 des Buddhas, die 6 des Dharmas und die 9 der Mönche.