Umgang mit dem Rohingya-Konflikt in Myanmar

In den letzten Wochen konnte ich feststellen, dass vermehrt mein Artikel über “Ethnien in Myanmar” angeklickt wurde. Das hängt wahrscheinlich mit der Berichterstattung über den Konflikt im Rakhine-Staat zusammen und ist ein schönes Zeichen, dass auch im deutschsprachigen Raum die Menschenrechte in Südostasien ein Thema werden.

Ich hatte mir schon einige Paper zum Thema heraus gesucht, um selbst ein Artikel zu verfassen, doch habe ich davon Abstand genommen, da ich das Geschehen nur schlecht bewerten kann. Allerdings habe ich heute einen Artikel in der Online-Ausgabe der Süddeutschen gelesen, den ich empfehlen möchte, da er ein vielschichtiges Bild vom Rohingya-Konflikt liefert:

Religiöse Toleranz in Indonesien

Meuseujid Raya Bayturrahman
Meuseujid Raya Bayturrahman (Foto: Si Gam Acèh)

Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Erde. Der Islam erhielt hier, anders als in Nordafrika, nicht durch Eroberer, sondern durch Kaufleute Einzug.

In gewisser Hinsicht ist Indonesien ein religiös tolerantes Land: Muslime, Christen, Hindus und Anhänger kleinerer Glaubensgemeinschaften leben hier friedlich nebeneinander. Die wichtigsten Feste der verschiedenen Religionen gelten als nationale Feiertage.

Jeder Einwohner kann seinen Glauben frei wählen, allerdings sind nur der Islam, Protestantismus, Katholizismus, Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus und der Glaube der Bahai offiziell anerkannt. Die Pancasila in der indonesischen Verfasssung legen fest, dass nur monotheistische Religionen akzeptiert werden. Die balinesischen Hinduisten, die eigentlich über eine Vielzahl an Göttern verfügen, erreichten dies, indem sie auf ihr oberstes göttliches Prinzip, dem Sanghyang Widhi Wasa verwiesen, in der alle Götter, Ahnen und Naturkräfte zu einer göttlichen Ordnung vereint werden.