Vorurteile

Die Tatsache, dass der Corona-Virus in China zuerst seine Verbreitung fand, war für viele Leute der Startschuss, die sozialen Medien und Kommentarspalten der Online-Zeitungen mit anti-chinesischen Vorurteilen zu fluten.

Das naheliegende “Chinesen essen alles” wurde schnell durch die schlechten Tischmanieren erweitert. Von da aus war man schnell bei dem asozialen, gefühlskalten Verhalten und dem Hang zu autoritärer Politik.

Mir geht es an dieser Stelle nicht darum, die einzelnen Vorurteile zu entkräften, bzw. die richtigen Punkte einzuordnen, sondern mir geht es … Weiterlesen

Corona: Die gelbe Gefahr

Bild von Signe Allerslev auf Pixabay

Der Ausbruch des Corona-Virus war ein ernstes Problem und benötigte einen Schuldigen. Einer, der nach Aufklärung suchte, war Peter Stein, ein Bundestagsabgeordneter der CDU. Er schrieb auf Twitter: „Ich wünsche mir, dass bestimmte Volksgruppen mal aufhören #Fledermäuse, #Gürteltiere, #Affenschädel und anderen Scheiß zu essen. Das war bei #SARS schon so und bei # Ebola und jetzt wieder…“

Später löschte er den Tweet und entschuldigte sich. Doch letztlich hat er sich so geäußert, wie er tatsächlich denkt.

An dieser Stelle möchte … Weiterlesen

Die Lehrgespräche des Mong Dsi

Wer sich in die chinesische Philosophie einlesen möchte, aber von der trockenen Art der klassischen Texte abgeschreckt wird, findet einen guten Einstieg bei Mong Dsi. In der westlichen Welt ist er unter einer Vielzahl von unterschiedlichen Schreibweisen bekannt: Meng Tse, Menzius, Meng K’o, Mengzi….

Der Gelehrte wirkte im 4. Jahrhundert v.u.Z. und beriet Herrscher in verschiedenen Reichen. In seinen Lehrgesprächen lassen sich manche moderne Ideen wiederentdecken: die Ähnlichkeit der Menschen, das Gute im Menschen, sorgsamer Umgang mit der Umwelt, ungerechte … Weiterlesen

Gedanken über Original und Fälschung

China ist im Fälscher-Gewerbe weltweit die Nummer 1. Dahinter steht eine im Vergleich zur westlichen Welt abweichende Einstellung zum Kopieren.

Im Mittelalter glichen sich die Vorstellungen von Europäern und Chinesen im Umgang mit der Kunst: Das Werk stand im Vordergrund, der Künstler war nebenrangig. Wenn ein Fälscher in der Lage war, kunstvoll ein Gemälde zu kopieren, dann galt er selbst als Meister, nicht als Schwindler.

Erst mit dem Beginn der Neuzeit änderte sich diese Einstellung in Europa. In seinem „Traktat … Weiterlesen