Yi Peng, November 2017: Ablaufplan

Yi Peng Parade
Yi Peng Parade 2017

Der Yi-Peng-Ablauf-Plan wurde im Oktober vorgestellt:

2. November
Kerzen werden angezündet, traditioneller Lanna-Tänze
Zeit: 18-18.30 Uhr
Ort: Three Kings Monument

Offizielle Eröffnungszeremonie
Zeit: 19 Uhr
Ort: Lanna Folklife Museum

Kerzen und Dekorationen beleuchten die Stadt
Zeit: 19.30-23 Uhr
Ort: alle Stadttore

2.-3. November
Religiöse Zeremonie für Phra Sirimangalajarn
Zeit: 10-11 Uhr
Ort: Chiang Mai Buddhist Society

Lanna Volkstanz am alten Stadtgraben
Zeit: 19-21 Uhr
Ort: Stadttore um die Altstadt

Mister and Miss Yee Peng Contest
Zeit: 19-23 Uhr
Ort: Lanna Folklife Museum

Umgang mit dem Rohingya-Konflikt in Myanmar

In den letzten Wochen konnte ich feststellen, dass vermehrt mein Artikel über “Ethnien in Myanmar” angeklickt wurde. Das hängt wahrscheinlich mit der Berichterstattung über den Konflikt im Rakhine-Staat zusammen und ist ein schönes Zeichen, dass auch im deutschsprachigen Raum die Menschenrechte in Südostasien ein Thema werden.

Ich hatte mir schon einige Paper zum Thema heraus gesucht, um selbst ein Artikel zu verfassen, doch habe ich davon Abstand genommen, da ich das Geschehen nur schlecht bewerten kann. Allerdings habe ich heute einen Artikel in der Online-Ausgabe der Süddeutschen gelesen, den ich empfehlen möchte, da er ein vielschichtiges Bild vom Rohingya-Konflikt liefert:

Phaya Naga – der Naga-Herrscher im Mekong

Phraya Naga im Wat Si Saket
Phraya Naga im Wat Si Saket

Phaya Naga ist der Herrscher der Naga, der den Legenden nach im Grenzland von Thailand und Laos im Mekong lebt und die angrenzende Region beschützt. Das halbgöttliche Schlangenwesen soll laut hinduistischer und buddhistischer Überlieferung übernatürliche Kräfte besitzen.

Ähnlich wie Nessi im Loch Ness werden immer mal wieder Spuren gefunden, die auf den Phaya Naga hindeuten sollen. Unter anderem soll er für außergewöhnliche Wellenphänomene im Mekong verantwortlich sein.

Im thailändischen Fernsehen wurde der Mythos u.a. in der thailändischen Mystik-Seifenoper “Poot Mae Nam Khong” thematisiert.

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Naga – von Indien nach Südostasien

Naga vor dem Wat Phnom
Naga vor dem Wat Phnom in Phnom Penh

Das Wort Naga stammt aus der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet Schlange. Die indische Mythologie kennt die verschiedensten Schlangenwesen, die zusammen mit dem Hinduismus und Buddhismus den Weg nach Südostasien fanden. Ihre Darstellung variiert. Sie treten mal als normale Schlange, als mehrköpfige Kobra, als Drachen oder teils menschlich auf. 

In Indien werden Naga als Naturgeister wahrgenommen, als Bewahrer von Quellen, Flüssen, Seen und Brunnen. Sie können auch als Wächter von Schätzen auftreten. Sie bringen Regen und Fruchtbarkeit, aber auch negative Ereignisse wie Fluten und Dürren. Grundsätzlich werden Naga positive Eigenschaften wie Neugier zugeschrieben. Gegen Menschen wenden sich sich erst dann, wenn sie misshandelt werden oder der Mensch die Umwelt schädigt.

Der Smaragd-Buddha in Bangkok

Smaragd-Buddha
Smaragd-Buddha in Regenzeit-Kleidung (Foto: Wikimedia-Commons, JPSwimmer)

Im Tempel Wat Phra Kaeo, gleich neben dem Grandpalace in Bangkok, ist eines der berühmtesten Heiligtümer Thailands beheimatet: der Smaragd-Buddha.

Smaragd-Buddha in der Kleidung der "Heißen Jahreszeit"
Smaragd-Buddha in der Kleidung der “Heißen Jahreszeit” (Foto: Wikimedia Commons, Axel Boldt)

Er ist nicht, wie sein Name vermuten ließe,  aus einem Smaragd-Kristall gefertigt, sondern aus Jade. Die Buddha-Figur sitzt in Heldenpose, also im halben Lotussitz, mit den Handflächen nach oben auf den Schoss gelegt (Dyana Mudra), auf einem Thron. Diese Darstellung ist eine typische Meditationshaltung.

Die Statue hat zu den drei thailändischen Jahreszeiten (Heiße Jahreszeit, Kalte Jahreszeit, Regenzeit) jeweils ein eigenes Gewand und wird in einer feierlichen Zeremonie umgekleidet.

Asalha Puja – das Fest, das an die 1. Rede Buddhas erinnert

Asalha Puja findet an Vollmond des 8. Monats statt und gilt als einer der wichtigsten buddhistischen Feiertage. An diesem Tag wird an die erste Rede Buddhas im Hirschgarten von Samath bei Varanasi erinnert, die er kurz nach seiner Erleuchtung vor seinen fünf Schülern hielt.

Er stellte dort die Kernelemente seiner Lehre vor: die vier edlen Wahrheiten und den Achtfachen Pfad.

An einigen Orten des Landes finden spezielle Festivitäten statt, z.B. das Kerzenfest in Ubon Ratchathani.

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Die fünf Länder des Theravada-Buddhismus

Buddha-Figuren in Laos

Der Theravada-Buddhismus ist die älteste noch existierende Strömung des Buddhismus. In den fünf Ländern Sri Lanka, Thailand, Myanmar (Birma), Kambodscha und Laos wird er hauptsächlich praktiziert. Der Überlieferung nach machten diese Länder über Missionare des indischen Kaisers Ashoka, der im 3. Jahrhundert vor der Zeitenwende lebte, Bekanntschaft mit dem Buddhismus.

Die Theravada-Schule kam über die Kleinstaaten der Mon und Pyu nach Südostasien. Über den Austausch mit Sri Lanka festigte sich die Glaubensrichtung und setzte sich in ganz Birma durch. Die benachbarten Thais nahmen die Konfession ebenfalls an und brachten sie, nachdem sie Angkor den Rang abgelaufen hatten, in den östlichen Teil Südostasien. Ab dem 14. Jahrhundert kann man den Einfluss des Theravada-Buddhismus in Kambodscha erkennen.

Khao Phansa und Ok Phansa

Khao Phansa ist ein buddhistischer Feiertag und heißt übersetzt soviel wie “in die Regenzeit eintreten”. Während der drei Monate dauernden Regenzeit wird das buddhistische Fastenfest abgehalten. Mönche bleiben in dieser Zeit an einem Ort – normalerweise in einem Kloster oder Tempel – und gehen dort ihren Pflichten nach. Der Legende nach wurde diese Regel von Buddha selbst angeordnet. Er reagierte damit auf die Klagen von Reisbauern, deren ersten, zarten Pflänzchen von den umherwandernden Mönchen zertreten wurden.

Loy Krathong und Yi Peng

Loy Krathong in Chiang Mai
Loy Krathong in Chiang Mai (Foto: Wikimedia Commons, John Shedrick)

Loy Krathong bedeutet übersetzt soviel wie “schwimmendes (oder schwebendes) Floß” und weist damit auf den Hauptakt des Festes hin.

In der Vollmondnacht des 12. Mondmonats versammeln sich die Thailänder bei Einbruch der Dunkelheit an den Ufern der Flüsse, Kanäle und Teiche des Landes. Sie haben kleine Schiffchen aus Palmen- oder Bananenblättern mitgebracht, die mit Räucherstäbchen, Kerzen, Münzen oder persönlichen Gegenständen bestückt sind. Mit einem Stoß werden sie auf der Wasserfläche in Bewegung gesetzt und erleuchten zusammen mit vielen anderen Krathongs die Nacht.

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Magha Puja – das Zusammentreffen der Mönche

Wat Khung Taphao
Feier im Wat Kung Taphao in Uttaradit (Foto: Wikimedia Commons, Tevaprapas)

Magha Puja ist ein nationaler Feiertag in Thailand und in einigen anderen Ländern Südostasiens. Der Name stammt aus der altindischen Sprache Pali und setzt sich aus “Magha” (dem 3. Monat nach dem Mondkalender) und “Puja” (“verehren”) zusammen und deutet damit an, dass am Vollmondtag des dritten Monats Buddha geehrt werden soll. 

Das Fest soll an ein besonderes Ereignis im Leben des Buddha erinnern. 1250 seiner Schüler hatten einer spontane Eingebung folgend ihrem Meister einen Besuch abgestattet. Vor dieser großen Gefolgschaft hielt Buddha die sogenannten Patimokkha-Ermahnungen. Er wies die Gläubigen an dem Pfad der Tugen zu folgen. Sie sollten nicht schlecht über andere sprechen, niemanden verletzten und hassen, beim Essen gemäßigt, nicht selbstgefällig, geduldig und zurückhaltend sein und die Einsamkeit suchen. Leidenschaften und Begierden sollen erlöschen.