Hausbau in römischen Großstädten

Das ist ein alter Artikel aus dem Vorgänger-Blog!

Insula in Ostia
Insula in Ostia

Einige Kilometer westlich von Rom finden sich die Reste der antiken Hafenstadt Ostia. Durch die gut erhaltenen Gebäude lässt sich hier gut der Aufbau einer römischen Stadt studieren.

Den klassischen Schriftstellern nach geht die Gründung auf Ancus Marcius, dem 4. römische König zurück, der im 7. Jahrhundert v.Chr. regierte. So z. B. bei Ennius in seinen Annalen (146/147): „Ostia munita est : idem [Ancus Marcius] loca navibus celsis munda facit nautisque mari quaesentibus vitam.“). Die ältesten erhaltenen Reste sind allerdings ca. 300 Jahre jünger.

Insula in Ostia3

Ostia hatte durch die Nähe zur Hauptstadt des Römischen Reiches eine besondere Rolle inne. Nicht nur war es die erste Anlaufstelle der Reisenden, auch der Gütertransport wurde über diesen Hafen abgewickelt. Daher war die Infrastruktur entsprechend ausgelegt und es finden sich noch heute die Reste der Speicheranlagen, die u. a. der Lagerung von Getreide, Öl und Wein dienten.

Eine grafische Rekonstruktion findet sich bei Youtube:

http://www.youtube.com/watch?v=FiI8sbqRDjM

Wer sich tiefer gehend mit dem römischen Häuserbau beschäftigen möchte, dem sei die Dissertation von Hans-Dieter Bottke empfohlen, die frei im Netz zugänglich ist:

http://www.drbottke.de/Roemische_Mietshaeuser.pdf

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