Sunthòn Phu, der berühmteste thailändische Dichter

Sunthon Phu
Sunthòn-Denkmal am Wat Sri Sudaram in Bangkok. Hier studierte der Dichter in seiner Jugend. (Foto: Wikimedia Commons, Heinrich Damm)

Sunthòn Phu lebte von 1796 bis 1855. In seinem bewegten Leben sah sich der Dichter vier Königen der Chakri-Dynastie gegenüber. In jungen Jahren, zu Zeiten Rama I., arbeitete er als einfacher Angestellter am königlichen Hof und verliebte sich dort in Jun, die der königlichen Familie angehörte. Eine derartige Liaison verletzte die sozialen Normen dieser Zeit und beide wurden inhaftiert. Erst mit dem Tod des Königs wurde Amnestie gewährt.

Ramakien – die thailändische Version des Ramayana

Royal Palace, Bangkok. 08/2010.
Royal Palace, Bangkok. 08/2010.

Neben dem Mahabharata ist das Ramayana das bedeutendste indische Epos. Die Datierung des Ramayana ist nicht genau möglich, doch grob lässt sich die Entstehung des Werkes vor ungefähr 2000 bis 2500 Jahren einordnen. Es gibt nicht die eine verbindliche Version des Werkes. Zählt man die verschiedenen Textarten (Epos, Dichtung, religiöse Erzählung) zusammen, finden sich ungefähr 25 in Sanskrit abgefasste Varianten. Dazu kommt eine unüberschaubare Zahl von fremdsprachlichen Ramayana-Erzählungen. Mit der Verbreitung der indischen Kultur wurde auch das Epos in die Länder Süd- und Südostasiens getragen. Es finden sich Texte in Balinesisch, Bengali, Kambodschanisch, Chinesisch, Javanisch, Laotisch, Malaiisch, Tamil, Thai, Tibetanisch und in vielen weiteren Sprachen. Viele dieser Werke wurden nicht nur aus dem indischen übertragen, sondern auch an den landestypischen Gepflogenheiten angepasst.

Songkran, Silvester und Chinesisches Neujahr

Songkran
Songkran. (Foto: Wikimedia Commons, JJ Harrison)

Rama VI. (1880-1925) hatte zwar den Gregorianischen Kalender in Thailand eingeführt, dennoch wird die traditionelle Zeitrechnung parallel weitergenutzt. Dort ist das Todesjahr Buddhas die Referenz – das Jahr 543 v. u. Z. wird als Jahr 1 angesetzt. Somit ist 2017 im westlichen Kalender gleichbedeutend mit 2560 im thailändischen System, das Chantarakti genannt wird.

Die Monate werden in diesem Kalender nach dem Mond eingeteilt. Der Vollmond markiert dabei die Monatsmitte. So hat ein Monat 29 oder 30 Tage. Da das Sonnenjahr einige Tage länger als das Mondjahr ist, werden alle 2 oder 3 Jahre ein zusätzlicher Monat und alle 4 bis 5 Jahre ein zusätzlicher Tag eingefügt.

Wochentage in Thailand

Die Idee das Jahr in Wochen und die Wochen in Tage zu unterteilen, stammt aus dem alten Orient. Die Babylonier konnten am Himmel fünf Planeten, Mond und Sonne wahrnehmen. Sie verehrten die Gestirne und wiesen ihnen göttlichen Status zu. Nach diesen Planetengöttern benannten sie die Wochentage. Durch die Feldzüge Alexanders des Großen, der von Griechenland bis nach Indien zog, verbanden sich westliche und östliche Welt für kurze Zeit. Die Idee der Zeiteinteilung verbreitete sich dabei über den kompletten Raum. Daher ist es kein Zufall, dass die Thais ähnliche Wochentage wie die Deutschen nutzen: Die Germanen lernten das Konzept über die Römern kennen, die Siamesen aus der indischen Kultur.

Bangkok – Museum of Contemporary Art (MoCA)

MoCA-Bangkok
Dieses Foto von Museum of Contemporary Art (MOCA) wurde von TripAdvisor zur Verfügung gestellt

Das Museum of Contempory Art ist ein Privatprojekt des Geschäftsmannes Boonchai Bancharongkul. Er wollte in der Jugend Kunst studieren, wurde aber von seinem Vater dazu angehalten, das Familienunternehmen zu übernehmen. Innerhalb von einigen Jahrzehnten baute er einen der größten thailändischen Telefonanbieter auf und verdiente dabei genügend Geld, um nebenbei viele Kunstwerke zu erwerben.

Diese Sammlung erhielt im Jahr 2012 einen würdigen Ausstellungsort. Inmitten einer interessanten Architektur werden 600 Gemälde und Skulpturen von mehr als 200 zeitgenössischen, thailändischen Künstler präsentiert.