Phaya Naga – der Naga-Herrscher im Mekong

Phraya Naga
Phraya Naga im Wat Si Saket (Foto: Wikimedia Commons, Adam Carr9

Phaya Naga ist der Herrscher der Naga, der den Legenden nach im Grenzland von Thailand und Laos im Mekong lebt und die angrenzende Region beschützt. Das halbgöttliche Schlangenwesen soll laut hinduistischer und buddhistischer Überlieferung übernatürliche Kräfte besitzen.

Ähnlich wie Nessi im Loch Ness werden immer mal wieder Spuren gefunden, die auf den Phaya Naga hindeuten sollen. Unter anderem soll er für außergewöhnliche Wellenphänomene im Mekong verantwortlich sein.

Im thailändischen Fernsehen wurde der Mythos u.a. in der thailändischen Mystik-Seifenoper „Poot Mae Nam Khong“ thematisiert.

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Naga – von Indien nach Südostasien

Naga vor dem Wat Phnom
Naga vor dem Wat Phnom in Phnom Penh

Das Wort Naga stammt aus der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet Schlange. Die indische Mythologie kennt die verschiedensten Schlangenwesen, die zusammen mit dem Hinduismus und Buddhismus den Weg nach Südostasien fanden. Ihre Darstellung variiert. Sie treten mal als normale Schlange, als mehrköpfige Kobra, als Drachen oder teils menschlich auf. 

In Indien werden Naga als Naturgeister wahrgenommen, als Bewahrer von Quellen, Flüssen, Seen und Brunnen. Sie können auch als Wächter von Schätzen auftreten. Sie bringen Regen und Fruchtbarkeit, aber auch negative Ereignisse wie Fluten und Dürren. Grundsätzlich werden Naga positive Eigenschaften wie Neugier zugeschrieben. Gegen Menschen wenden sich sich erst dann, wenn sie misshandelt werden oder der Mensch die Umwelt schädigt.

Batik – eine indonesische Kunst

Batikmotiv aus Yogyakarta
Batikmotiv aus Yogyakarta (Foto: Wikimedia Commons, Thomas Bergholz)

Die buntgemusterten Batik-Hemden haben es in die Läden in aller Welt geschafft. Dahinter steht eine indonesische Kunstform, die auf ein spezielles Färbeverfahren beruht. Das javanische Wort „mbatik“ bedeutet soviel wie „mit Wachs schreiben“ – und das ist das Geheimnis der Muster.

Traditionell arbeiten mehrere Frauengenerationen einer Familie zusammen in einer Werkstatt. Mit dem „canting“, einem füllerähnlichen Instrument, das mit Wachs befüllt ist, wird auf Stoffbahnen ein Muster eingezeichnet. Beim anschließenden Färben bleiben diese Stellen dadurch frei und behalten die ursprüngliche Farbe des Stoffes. Danach kann das Wachs ausgekocht werden. Je nach Muster wird dieser Vorgang öfters wiederholt.

Ros Sereysothea – das tragische Leben eines kambodschanischen Musikstars

Der Vietnam-Krieg führte viele amerikanische Soldaten nach Südostasien. Ende der 1960er-Jahre betrug ihre Truppenstärke mehr als 500.000 Mann. Mit ihnen kam die amerikanische Infrastruktur und Lebensweise in die Region. Die Radiosender der US-Armee spielten die Hits ihrer Zeit und wurden nicht nur von Soldaten, sondern auch von der einheimischen Bevölkerung gehört. So gelangte der Rock’n’Roll nach Kambodscha. Einheimische Musiker mischten die neuen Einflüsse mit der klassischen Musik und heraus kam eine eigenwillige, unverkennbare Mischung.

Welche Buddha-Figur gehört zu welchem Wochentag?

Wochentags-Buddha

In den Tempeln finden sich häufig acht verschiedene Buddha-Statuen nebeneinander. Diese Figuren symbolisieren die Wochentage; der Mittwoch tritt doppelt auf – morgens und abends. Die Darstellungen sind unterschiedlich und verweisen auf Taten des Buddha, die an verschiedenen Tagen stattgefunden haben. Über den Tag seiner Geburt ist ein gläubiger Buddhist mit einer dieser Statuen verbunden.

Wochentag Darstellung Bedeutung
Sonntag Stehend, die Arme hängen, die rechte Hand ist über der linken. Erinnert an den gerade erleuchteten Buddha.
Montag Rechts die Abhaya Mudra, der linke Arm hängt herunter.  Friedensstiftung. Verweist auf die Hilfe für die Stadt Vesali.

Mudras und ihre Bedeutung

Die Handhaltung (Mudra) des Buddha ist entscheidend für die Bedeutung des Standbildes. Es gibt einige besonders häufig auftretende Gesten.

Bhumisparsa Mudra – Aufruf der Erde zum Zeugen: Die rechte Hand weist nach unten, die linke liegt auf dem Schoss. Der Dämon Mara versuchte Siddhartha kurz vor seiner Erleuchtung vom rechten Pfad abzubringen. Er setzte dazu u.a. seine Töchter ein, die ihn verführen sollten. Doch Buddha blieb standhaft und rief um dies zu Bezeugen die Erdgöttin Thorani mit der Berührung des Bodens. Thorani wrang Wasser aus ihren Haaren und Mara und seine Dämonen ertranken. Wahrscheinlich ist das die häufigste Geste in den thailändischen Tempeln.

Körperhaltungen der Buddha-Figuren in Thailand

Tiger Cave Temple
Buddha-Figuren im halben Lotussitz im Tiger Cave Temple bei Krabi.

Die Bedeutung der Figuren richtet sich nach Körperhaltung und Gestik. Die vier möglichen Haltungen sind stehend, sitzend, gehend, liegend.

Die sitzende Haltung wird in drei Varianten ausgeführt. Im halben Lotussitz ist das rechte Bein über das linke gelegt, die Fußflächen zeigen nach oben. Diese Darstellung wird auch Heldenpose genannt. Ab und zu wird Buddha im vollen Lotussitz dargestellt, bei dem beide Füße auf dem jeweils anderen Bein gelegt werden. Diese Stellung ist in Thailand eher ungewohnt und weist auf indische Einflüsse hin. Als dritte Variation wird Buddha auf einem Stuhl sitzend dargestellt.

Epochen der buddhistischen Kunst in Thailand

In den Tempeln Thailands ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Buddha-Statuen zu sehen. Sie lassen sich nach Kunstepoche und Körperhaltung unterscheiden.

Grob unterteilt gibt es sechs Epochen in der thailändischen Kunst. Allerdings ist die Unterscheidung der Stile, ähnlich wie in der europäischen Kunst, nicht einfach. Die Übergänge sind fließend und die Einflüsse innerhalb eines Abschnitts wechselhaft. Die Künstler stehen zwar in der Tradition ihrer Zeit, doch wollen sie ein Werk schaffen und nicht mit aller Macht den kunsthistorischen Einteilungen gerecht werden.

Die Kunstepochen
7. – 11. Jahrhundert Dvaravati-Stil
11. – 13. Jahrhundert Khmer- und Lopburi-Stil

Sunthòn Phu, der berühmteste thailändische Dichter

Sunthon Phu
Sunthòn-Denkmal am Wat Sri Sudaram in Bangkok. Hier studierte der Dichter in seiner Jugend. (Foto: Wikimedia Commons, Heinrich Damm)

Sunthòn Phu lebte von 1796 bis 1855. In seinem bewegten Leben sah sich der Dichter vier Königen der Chakri-Dynastie gegenüber. In jungen Jahren, zu Zeiten Rama I., arbeitete er als einfacher Angestellter am königlichen Hof und verliebte sich dort in Jun, die der königlichen Familie angehörte. Eine derartige Liaison verletzte die sozialen Normen dieser Zeit und beide wurden inhaftiert. Erst mit dem Tod des Königs wurde Amnestie gewährt.