Dicke Mönche in Thailand

In Thailand sind die Mönche ein fester Bestandteil des Alltagslebens. Sie unterstützen die Bürger im Hinblick auf die spirituellen Dinge und umgekehrt werden sie von den Bürgern versorgt, um sich voll und ganz den religiösen Aufgaben widmen zu können.

Deswegen machen die Mönche morgens einen Rundgang durch die Gemeinde und erhalten dabei ihre Speisen als Gabe. Während in alten Zeiten wenig verarbeitete Lebensmittel wie Reis, Obst und Gemüse in den Töpfen landete, sind es heute oft die Kalorienbomben der modernen Lebensmittelindustrie: Essen angereichert mit viel Fett, Zucker und Salz.

Für die Mönche ist das ein großes Problem, da sie zum einen keine Lebensmittel ablehnen dürfen und zum anderen sportliche Betätigung nicht erlaubt ist, da es nicht zum beherrschten und friedfertigen Idealbild eines Geistlichen passt. Die Folge ist, dass die Mönche heutzutage mehr mit Übergewicht zu kämpfen haben, als ihre Vorgänger. 

Da mit den Kilos auch die Krankheiten, wie Diabetes und hoher Blutdruck, zugenommen haben, wird das Thema in der medizinischen Forschung diskutiert und es werden Seminare und Veranstaltungen zur Aufklärung angeboten. Denn auch wenn es Mönchen verboten ist, sportliche Wettkämpfe auszuführen, ist es für sie dennoch möglich den Körper mit Yoga und Stretching in Form zu halten. Auch dabei werden Kalorien verbrannt und das Herz-Kreislaufsystem in Schwung gehalten.

Doch damit ist nur ein Teil des Problems gelöst. Desweiteren muss die Bevölkerung mehr zum Thema Ernährung geschult werden, da sie bestimmt, was in den Sammeltöpfen der Mönche landet. Solche Schulungen wären gleich doppelt sinnvoll, da auch die Spender selbst oft unter der schlechten Ernährung leiden.

Auf dem Titelbild ist übrigens nicht das Ergebnis einer normalen Sammlung zu sehen. Die Erträge sind von einer Feier, die Schüler, die in den Ferien als Mönch dienten, am letzten Tag veranstalteten. Der Karren mit den Lebensmitteln ist nur einer von vielen gewesen.

Mehr zum Thema in dem “Bangkok Post”-Artikel ‘The robes are getting tight’ in englischer Sprache.

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Naga – von Indien nach Südostasien

Naga vor dem Wat Phnom
Naga vor dem Wat Phnom in Phnom Penh

Das Wort Naga stammt aus der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet Schlange. Die indische Mythologie kennt die verschiedensten Schlangenwesen, die zusammen mit dem Hinduismus und Buddhismus den Weg nach Südostasien fanden. Ihre Darstellung variiert. Sie treten mal als normale Schlange, als mehrköpfige Kobra, als Drachen oder teils menschlich auf. 

In Indien werden Naga als Naturgeister wahrgenommen, als Bewahrer von Quellen, Flüssen, Seen und Brunnen. Sie können auch als Wächter von Schätzen auftreten. Sie bringen Regen und Fruchtbarkeit, aber auch negative Ereignisse wie Fluten und Dürren. Grundsätzlich werden Naga positive Eigenschaften wie Neugier zugeschrieben. Gegen Menschen wenden sich sich erst dann, wenn sie misshandelt werden oder der Mensch die Umwelt schädigt.

In vielen weiteren Ländern wurden die indischen Mythen mit einheimischen Traditionen vermischt, beispielsweise mit dem Glaube an die Nat in Myanmar.

In Thailand wurden Naga in einigen Märchen aufgenommen. Sie finden sich an Brunnen oder Tempeln als architektonische Elemente. Ein berühmter Naga, Phaya Naga genannt, lebt im Norden des Landes, im Mekong und wacht über Land und Leute. Sogar die moderne Kultur wird von den Schlangenwesen beeinflusst: die TV-Seifenoper Manisawat basiert auf einer Naga-Legende.

Im Nachbarland Laos sind die Schlangen ebenfalls gegenwärtig. Sie gelten als Beschützer der Hauptstadt Vientiane oder generell des laotischen Staates. Im ganzen Land finden sich Darstellungen der verschiedensten Art. In einem berühmten, alten Poem wird Thailand durch Garuda, dem schlangentötenden, mythischen Vogel und Laos durch ein Naga, dargestellt. 

Eine Legende in Kambodscha berichtet von einem Naga-Volk, das von König Kaliya regiert wurde. Sie wurden von Garuda vertrieben und konnten am Fluss Jamuna, im heutigen Bangladesch, Unterschlupf finden. Hier heiratete die Tochter Kaliyas einen indischen Brahmanen. Ihre Nachkommen sind das kambodschanische Volk.

In der Tradition der malaiischen Ureinwohner, der Orang Asli, ist der See Chini im Sultanat Pahang die Heimat eines Naga namens Sri Gumun. Der Legende nach verließen seine Nachkommen Sri Pahang oder dessen Sohn den See, um einen Naga mit dem Namen Sri Kemboja zu bekämpfen. Kemboja ist ein Name für Kambodscha.

In Indonesien finden sich Naga vor allem in der javanischen und balinesischen Kultur. Einige Darstellungen zeigen gekrönte oder geflügelte Schlangen. Hier mischten sich die indischen Einflüsse mit den animistischen Religionen der Ureinwohner, die die Schlangen verehrten. In alten javanischen Darstellungen aus dem 9. Jahrhundert wirken die Figuren der Kobra nachempfunden. Im 15. Jahrhundert scheint chinesischer Einfluss deutlich zu werden und die Figuren werden drachenähnlich, ohne allerdings Füße oder Beine zu haben. Die Naga stehen gewöhnlich in Verbindung mit den niedrigen Gottheiten der Erde oder des Wassers.

Auf den Philippinen finden sich einige Spuren von Naga aus der prä-hispanischen Zeit. Sie dienen z.B. als Ornament an Langschwertern.

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Der Smaragd-Buddha in Bangkok

Smaragd-Buddha
Smaragd-Buddha in Regenzeit-Kleidung (Foto: Wikimedia-Commons, JPSwimmer)

Im Tempel Wat Phra Kaeo, gleich neben dem Grandpalace in Bangkok, ist eines der berühmtesten Heiligtümer Thailands beheimatet: der Smaragd-Buddha.

Smaragd-Buddha in der Kleidung der "Heißen Jahreszeit"
Smaragd-Buddha in der Kleidung der “Heißen Jahreszeit” (Foto: Wikimedia Commons, Axel Boldt)

Er ist nicht, wie sein Name vermuten ließe,  aus einem Smaragd-Kristall gefertigt, sondern aus Jade. Die Buddha-Figur sitzt in Heldenpose, also im halben Lotussitz, mit den Handflächen nach oben auf den Schoss gelegt (Dyana Mudra), auf einem Thron. Diese Darstellung ist eine typische Meditationshaltung.

Die Statue hat zu den drei thailändischen Jahreszeiten (Heiße Jahreszeit, Kalte Jahreszeit, Regenzeit) jeweils ein eigenes Gewand und wird in einer feierlichen Zeremonie umgekleidet.

In Thailand werden alten Artefakten besonders starke Kräfte zugesprochen. Der Smaragd-Buddha gilt als außergewöhnlich alt und ehrwürdig. Der Legende nach wurde die Figur vom indischen Asketen Nagasena vor ca. 2000 Jahren erschaffen. Laut den Chroniken hatte der Smaragd-Buddha in den nachfolgenden Jahrhunderten viele Aufenthaltsorte: seine Reise ging von Sri Lanka nach Myanmar, Kambodscha und dem nordthailändischen Staat Lan Na. Zwischendurch verschwand er aus dem Blickfeld, da er hinter Stuck in einem Tempel in Chiang Rai versteckt war. Laut einer Erzählung wurde er 1434 wiederentdeckt, als ein Blitz in einer Stupa einschlug und die Statue wieder zum Vorschein brachte.

Smaragd-Budda in Winterkleidung
Smaragd-Budda in Winterkleidung (Foto: Wikimedia Commons, Russel Wade)

Über den Umweg über Laos gelangte die Figur in die Hände des späteren Königs Rama I., der den Buddha in die neue Hauptstadt Bangkok brachte. Mit diesem außergewöhnlichen Artefakt konnte er seine Herrschaft festigen und gleichzeitig seine Ansprüche auf Nordthailand und Laos bekräftigen.

Um 1820 brach eine Cholera-Epedemie im Land aus. Einigen Quellen zufolge kostete die Seuche einem Fünftel der Bevölkerung das Leben. In der Not wurden religiöse Mittel beschworen – der Smaragd-Buddha wurde durch Bangkok getragen, in der Hoffnung auf seine reinigende Kraft. Doch erst durch Impfungen amerikanischer Missionare konnte die Seuche eingedämmt werden.

Heute ist der Smaragd-Buddha eine Pilgerstätte für Buddhisten und eine Hauptsehenswürdigkeit für Bangkok-Touristen. 

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Asalha Puja – das Fest, das an die 1. Rede Buddhas erinnert

Asalha Puja findet an Vollmond des 8. Monats statt und gilt als einer der wichtigsten buddhistischen Feiertage. An diesem Tag wird an die erste Rede Buddhas im Hirschgarten von Samath bei Varanasi erinnert, die er kurz nach seiner Erleuchtung vor seinen fünf Schülern hielt.

Er stellte dort die Kernelemente seiner Lehre vor: die vier edlen Wahrheiten und den Achtfachen Pfad.

An einigen Orten des Landes finden spezielle Festivitäten statt, z.B. das Kerzenfest in Ubon Ratchathani.

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Die fünf Länder des Theravada-Buddhismus

Buddha-Figuren in Laos

Der Theravada-Buddhismus ist die älteste noch existierende Strömung des Buddhismus. In den fünf Ländern Sri Lanka, Thailand, Myanmar (Birma), Kambodscha und Laos wird er hauptsächlich praktiziert. Der Überlieferung nach machten diese Länder über Missionare des indischen Kaisers Ashoka, der im 3. Jahrhundert vor der Zeitenwende lebte, Bekanntschaft mit dem Buddhismus.

Die Theravada-Schule kam über die Kleinstaaten der Mon und Pyu nach Südostasien. Über den Austausch mit Sri Lanka festigte sich die Glaubensrichtung und setzte sich in ganz Birma durch. Die benachbarten Thais nahmen die Konfession ebenfalls an und brachten sie, nachdem sie Angkor den Rang abgelaufen hatten, in den östlichen Teil Südostasien. Ab dem 14. Jahrhundert kann man den Einfluss des Theravada-Buddhismus in Kambodscha erkennen.

Nach Abzug der europäischen Kolonialmächte wurde die Region auch religiös neu geordnet. In Thailand, das nie kolonialisiert wurde, blieb die alte Bande zwischen Staat und Religion erhalten. Doch in Kambodscha und Laos, die von sozialistischen Unabhängigkeitsbewegungen und Militärdiktaturen beherrscht wurden, trennte man den Glauben vom Staat ab.

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Khao Phansa und Ok Phansa

Khao Phansa ist ein buddhistischer Feiertag und heißt übersetzt soviel wie “in die Regenzeit eintreten”. Während der drei Monate dauernden Regenzeit wird das buddhistische Fastenfest abgehalten. Mönche bleiben in dieser Zeit an einem Ort – normalerweise in einem Kloster oder Tempel – und gehen dort ihren Pflichten nach. Der Legende nach wurde diese Regel von Buddha selbst angeordnet. Er reagierte damit auf die Klagen von Reisbauern, deren ersten, zarten Pflänzchen von den umherwandernden Mönchen zertreten wurden.

Am frühen Morgen von Khao Phansa sammeln Anwohner Lebensmittel wie Reis und Bananen und Gebrauchsgüter wie Zahnpasta und Seife und bringen sie den Mönchen zum Tempel. Dort lauschen sie den buddhistischen Predigten und erhalten eine Segnung für ihre Gaben. Am Abend tragen Mönche und Novizen Blumen und Kerzen drei Mal um den zentralen Tempel.

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Es gibt verschiedene festliche Zeremonien im Lande. So erhält der Smaragd-Buddha in Bangkok sein Gewand für die Regenzeit. Am “Tempel mit dem Fußabdruck des Buddha” (Wat Phra Phutthabat) werden Blumenopfer dargebracht. 

Ok Phansa besiegelt das Ende der Fastenzeit. Zu dieser Gelegenheit wird in Nordthailand und Laos das Fest Lai Ruea Fai gefeiert, dessen Name auf die “Feuerboote” hinweist, die im Mittelpunkt der Feier stehen. Beispielsweise in Nakhom Phanom, im Nordosten Thailands, werden ungefähr 50 phantasievoll gestaltete Boote auf den Mekong gesetzt, die mit ihrer prachtvollen Beleuchtung Thailänder und Touristen anlocken.

Liste aller Feiertage in Thailand

 

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Magha Puja – das Zusammentreffen der Mönche

Wat Khung Taphao
Feier im Wat Kung Taphao in Uttaradit (Foto: Wikimedia Commons, Tevaprapas)

Magha Puja ist ein nationaler Feiertag in Thailand und in einigen anderen Ländern Südostasiens. Der Name stammt aus der altindischen Sprache Pali und setzt sich aus “Magha” (dem 3. Monat nach dem Mondkalender) und “Puja” (“verehren”) zusammen und deutet damit an, dass am Vollmondtag des dritten Monats Buddha geehrt werden soll. 

Das Fest soll an ein besonderes Ereignis im Leben des Buddha erinnern. 1250 seiner Schüler hatten einer spontane Eingebung folgend ihrem Meister einen Besuch abgestattet. Vor dieser großen Gefolgschaft hielt Buddha die sogenannten Patimokkha-Ermahnungen. Er wies die Gläubigen an dem Pfad der Tugen zu folgen. Sie sollten nicht schlecht über andere sprechen, niemanden verletzten und hassen, beim Essen gemäßigt, nicht selbstgefällig, geduldig und zurückhaltend sein und die Einsamkeit suchen. Leidenschaften und Begierden sollen erlöschen.

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Religiöse Toleranz in Indonesien

Meuseujid Raya Bayturrahman
Meuseujid Raya Bayturrahman (Foto: Si Gam Acèh)

Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Erde. Der Islam erhielt hier, anders als in Nordafrika, nicht durch Eroberer, sondern durch Kaufleute Einzug.

In gewisser Hinsicht ist Indonesien ein religiös tolerantes Land: Muslime, Christen, Hindus und Anhänger kleinerer Glaubensgemeinschaften leben hier friedlich nebeneinander. Die wichtigsten Feste der verschiedenen Religionen gelten als nationale Feiertage.

Jeder Einwohner kann seinen Glauben frei wählen, allerdings sind nur der Islam, Protestantismus, Katholizismus, Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus und der Glaube der Bahai offiziell anerkannt. Die Pancasila in der indonesischen Verfasssung legen fest, dass nur monotheistische Religionen akzeptiert werden. Die balinesischen Hinduisten, die eigentlich über eine Vielzahl an Göttern verfügen, erreichten dies, indem sie auf ihr oberstes göttliches Prinzip, dem Sanghyang Widhi Wasa verwiesen, in der alle Götter, Ahnen und Naturkräfte zu einer göttlichen Ordnung vereint werden.

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Problematisch ist für Anhänger nicht anerkannter Religionen und für Atheisten der Umgang mit den Behörden. Offizielle Dokumente, wie Personalausweise und Familienbuch erfordern die Zugehörigkeit zu einer der akzeptierten Glaubensrichtungen. Mit dem Einwohnermeldegesetz von 2006 ist es zwar erlaubt, die Religionszugehörigkeit nicht auszufüllen, aber in der Praxis weigern sich viele staatliche Beamte solche Dokumente auszustellen. Der Vorschlag des Innenministers Tjahjo Kumolo auf die Religionszeile zu verzichten, erntete Empörung aus den verschiedensten Lagern. Immerhin wurde beim elektronischen Personalausweis im Jahre 2013 die Kategorie “sonstige Religion” eingeführt.

Für Atheisten besteht wenig Verständnis. Wer seinen Nicht-Glauben öffentlich macht, dem droht Ächtung und im schlimmsten Fall sogar staatliche Verfolgung. Ein Blogger aus Sumatra veröffentlichte 2012 auf Facebook ein atheistisches Posting und wurde daraufhin wegen Anstiftung zum religiösen Hass zu 2 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt.

Je nach Region wird der Islam unterschiedlich streng ausgelegt. Im Jahre 2013 verzeichnete die Nationale Kommission für Frauenrechte 342 von der Scharia “inspirierte” lokale und regionale Verordnungen. Dahinter stehen Richtlinien zum intensiven Koran-Unterricht für Schulkinder, Kleidungsvorschriften für Frauen und Strafen bei vorehelichen Sex, Alkoholmissbrauch und Glücksspiel.

In der Provinz Aceh im westlichen Sumatra, ist der Islam schon seit dem 13. Jahrhundert gefestigt und wird noch heute besonders strikt befolgt. Die Region nimmt eine Sonderstellung ein. Die Bewegung Unabhängiges Aceh kämpfte 30 Jahre lang gegen die indonesische Zentralregierung. Da Friedensabkommen scheiterten und auch militärisch nicht viel zu erreichen war, wurde der teilautonomen Provinz zugestanden, die Scharia offiziell einzuführen. Die Folge sind drakonische Strafen. Auf Glücksspiel oder Homosexualität droht das öffentliche Auspeitschen mit Rattanstöcken. 

Die Entwicklung der religiösen Toleranz in Indonesien ist nicht genau vorhersehbar. Noch sind viele Gläubige von den Hardlinern in Aceh weit entfernt. Allerdings konnte das Setara-Institut für Demokratie und Frieden einen Anstieg der religiösen Intoleranz verzeichnen. Von 2007 bis 2013 hat sich die Zahl der gemeldeten Übergriffe auf religiöse Minderheiten von 91 auf 222 mehr als verdoppelt. In 117 Fällen waren staatliche Stellen involviert.

Im Oktober 2014 wurde Lukman Hakim Saifuddin zum Minister für religiöse Angelegenheiten. Es bleibt zu hoffen, dass der als moderat geltende Minister die Intoleranz zurück drängen kann.

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Welche Buddha-Figur gehört zu welchem Wochentag?

In den Tempeln finden sich häufig acht verschiedene Buddha-Statuen nebeneinander. Diese Figuren symbolisieren die Wochentage; der Mittwoch tritt doppelt auf – morgens und abends. Die Darstellungen sind unterschiedlich und verweisen auf Taten des Buddha, die an verschiedenen Tagen stattgefunden haben. Über den Tag seiner Geburt ist ein gläubiger Buddhist mit einer dieser Statuen verbunden.

Wochentag Darstellung Bedeutung Bild
Sonntag Stehend, die Arme hängen, die rechte Hand ist über der linken. Erinnert an den gerade erleuchteten Buddha.
Montag Rechts die Abhaya Mudra, der linke Arm hängt herunter.  Friedensstiftung. Verweist auf die Hilfe für die Stadt Vesali.
Dienstag Liegender Buddha.  Buddha lehrte dem Riesen Asurindarahu, dass seine Größe relativ ist. 
Mittwoch morgens  Buddha hält eine Almosenschale.  Buddha ging morgens Almosen sammeln, nachdem er seinen Vater bekehrt hatte. 
Mittwoch abends  Buddha mit Elefant und Affe.  Buddha war von den Streitigkeiten der Mönche von Kosambi ermüdet und ging in den Wald, wo sich die Tiere um ihn kümmerten. 
Donnerstag Dhyana Mudra.  Siddhartha saß auf dem Gras und stand nicht auf, bis er erleuchtet wurde. 
Freitag Gekreuzte Hände auf Brusthöhe.  Buddha überlegt, wie er seine Erleuchtung teilen kann. 
Samstag Dhyana Mudra, mit Naga.  Buddha wird vom Naga-König beschützt.

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Mudras und ihre Bedeutung

Die Handhaltung (Mudra) des Buddha ist entscheidend für die Bedeutung des Standbildes. Es gibt einige besonders häufig auftretende Gesten.

Bhumisparsa Mudra – Aufruf der Erde zum Zeugen: Die rechte Hand weist nach unten, die linke liegt auf dem Schoss. Der Dämon Mara versuchte Siddhartha kurz vor seiner Erleuchtung vom rechten Pfad abzubringen. Er setzte dazu u.a. seine Töchter ein, die ihn verführen sollten. Doch Buddha blieb standhaft und rief um dies zu Bezeugen die Erdgöttin Thorani mit der Berührung des Bodens. Thorani wrang Wasser aus ihren Haaren und Mara und seine Dämonen ertranken. Wahrscheinlich ist das die häufigste Geste in den thailändischen Tempeln.

Bhumisparsa Mudra
Bhumisparsa Mudra (Tiger Cave Tempel bei Krabi)

Dhyana Mudra  (auch: Samadhi Mudra): Beide Hände sind mit den Handflächen nach oben auf den Schoss gelegt. Diese Geste weist auf Meditation hin. Meistens wird die Figur im halben Lotussitz dargestellt.

Dhyana Mudra
Dhyana Mudra (Golden Mount Temple in Bangkok)

Abhaya Mudra: Die Hand wird mit allen Fingern nach oben dargestellt. Diese Geste symbolisiert Furchtlosigkeit. Sie kann sowohl mit beiden Händen als auch mit einer ausgeführt werden. Bei der einhändigen Ausführung kann mit der zweiten Hand eine andere Mudra angezeigt werden. Die Figuren werden stehend oder gehend dargestellt.

Abhaya Mudra
Abhaya Mudra (Marmor-Tempel Bangkok)

Vitarka Mudra: Die Hand ist nahe an der Brust und mit Daumen und Zeigefinger wird ein Kreis gebildet. Dieses Zeichen steht für Unterweisung und wird bei sitzenden und stehenden Statuen verwendet.

Vitarka Mudra
Vitarka Mudra (Phra Pathom. Wikimedia Commons, Heinrich Damm)

Bei der Dharmachakra Mudra wird mit beiden Händen ein ähnlicher Kreis geformt. Diese Geste steht für das in-Bewegung-Setzen des Dharmachakra und verweist auf die erste Predigt des Buddha.

Varada Mudra
Varada Mudra (Wat Pho, Bangkok. Wikimedia Commons, Heinrich Damm)

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