Khao Phanom Bencha Nationalpark (Thailand)

Der Khao-Phanom-Bencha-Nationalpark bietet auf ca. 50 km² schroffe Berge, üppige Wälder und eine spannende Tierwelt. Hier entspringen mehrere Flüsse und Bäche, die als die Lebensadern der Krabi-Region gelten. Das Gebirge erreicht eine stattliche Höhe. Der Khao Phanom Bencha, der dem Naturschutzgebiet seinen Namen gibt, bietet mit 1397 Metern den höchsten Gipfel.

Das Wetter ist ganzjährig warm und ein wenig feucht. Die beste Jahreszeit für einen Besuch ist die Zeit von Januar bis April. Die Regenzeit ist von Mai bis Dezember, dabei ist die Zeit von Juni bis Oktober besonders feucht.

Pflanzenfreunde finden dort die gefährdeten Arten Hopea odorata und Dipterocarpus alatus, den dekorativen Bäumen der Spezies Lagerstroemia calyculata, Merbau, Magnolien (Champaka) und Calamus-Palmen (Rattanpalmen).

Die Tierwelt hat besonders viel zu bieten. U.a. Wildschweine, Panther, Leoparden, Asiatische Schwarzbären, Hirschferkel, Altweltaffen wie der Langur, Gibbons, Makkaken, Eichhörnchen, Zibetkatzen und Plumplori. Zu den Vogelarten gehören verschiedene Nashorn-Vogel-Spezies, Zwergohreule und Haubenadler.

Huai-To-Wasserfall
Huai-To-Wasserfall

Bei Besuchern besonders beliebt sind die Wasserfälle des Parks. Der eindrucksvollste ist der Huai To Wasserfall, der ca. 500 Meter vom Parkeingang entfernt ist. Insgesamt führt er über 11 Stufen, von der die höchste es auf 80 Meter bringt.

Der 3stufige Huai Sakhe Wasserfall ist ca. 1,2 km vom Eingang entfernt. Er ist nicht so eindrucksvoll und die Wege dort hin sind teilweise zugewachsen. Wer es ruhig mag, könnte dort richtig sein, da sich nur wenig Leute dorthin verirren.

Insgesamt 3 km vom Eingang entfernt sind die Khao-Phueng-Höhlen. Insgesamt fünf unterschiedlich geformte Höhlen warten dort auf Entdeckung.

Wer auf den Gipfel des Khao Phanom Bencha steigen möchte, dem sei ein ortskundiger Führer dringend empfohlen, da der Weg durch den dichten Regenwald führt.

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Khao Sam Roi Yot Nationalpark (Thailand)

Der fast 100 km² große Nationalpark liegt in der Nähe der Urlaubsregion Hua Hin. Der Park vereint mehrere Landschaftstypen. Auf der einen Seite findet sich hunderte zerklüftete Kalksteinhügel, die bis zu 600 Meter hoch sind. Auf der anderen Seite liegt die Süßwassermarschlandschaft.

Die Strandwälder bestehen aus sommergrünen Bäumen und Mangroven. Im Marschland wachsen unter anderem Burma-Schilf, Riesenelefantenohr, Hühnerhirse und vor allem die schöne Indische Lotusblüte, mit ihren bis zu 13 cm langen Blütenblätern.

Durch seine vielfältige Landschaft ist der Park Lebensraum einer ebenso diversen Tierwelt. Vor allem die Vögelwelt ist interessant, da hier beinahe 300 Arten leben. Darunter sind der Purpurreiher, Schnepfen, Schlammläufer, Purpurhühner, Wanderfalken, Seeadler und Spechte.

Phraya Nakhon Cave
Pavillion in der Phraya Nakhon Cave (Foto: Wikimedia Commons, Niels Mickers)

Attraktionen sind: 
– eine Tour auf dem 4 km langen Khao Daeng Canal (ca. 1 Stunde)
– der 1 km lange Sam Phraya Beach (Camping erlaubt, Restaurants vorhanden)
– die Tropfsteinhöhle Kaeo Cave
– eine Bootstour zum Laem Sala Beach
– die Phraya Nakhon Cave, in der ein königlicher Pavillon von Rama V. aus der Zeit seines Besuches am 20.6.1890 steht
– Thung Sam Roi Yot – das Frischwasser-Marschland

Titelbild: Sam Roi Yot National Park (Foto: Wikimedia Commons, Preecher MJ)

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Khao Yai Nationalpark

Khao Yai Nationalpark

Khao Yai Nationalpark1962 wurde der Khao Yai als erster Nationalpark Thailands gegründet. Das 2165 km² große Gebiet liegt in den Verwaltungsdistrikten Nakhon Nayok, Prachin Buri, Nakhon Ratchasima und Saraburi. Die Landschaft ist bergig und hügelig und erreicht am Khao Rom 1351 Meter Höhe.

Die Temperatur ist ganzjährig bei ca. 23 Grad. In größeren Höhen kann es allerdings über Nacht kalt werden.

Ein Großteil des Parks ist von sommergrünen Mischwald bewachsen. Die Tierwelt ist vielfältig. Auf einer Tagestour ist die Wahrscheinlichkeit groß, einem wildlebenden Elefanten zu begegnen. Ansonsten können einem Sambar-Hirsche, Gibbons, Makaken, Eichhörnchen und Stachelschweine über den Weg laufen. Mit viel Glück können auch Bären (Malaienbär, Kragenbär) gesehen werden. In der Region gab es auch Tiger, doch scheinen die seit einigen Jahrzehnten ausgestorben zu sein. Unter den 200 Vogelarten befindet sich auch der Nashornvogel.

Khao Yai

Hauptsehenswürdigkeiten sind die vielen Wasserfälle. Der größte und höchste ist der Heo-Narok-Wasserfall, der über 3 Ebenen insgesamt 150 Meter tief fällt.

Eine schöne Aussicht kann an den beiden Aussichtstürmen Nong Phak Chi und Mo Singto genossen werden. 

Das Besucherzentrum informiert über Flora und Fauna des Parks. Es kann direkt im Park auf einem Zeltplatz und im Hotel  (Affiliate-Link) übernachtet werden.

Khao Yai

Artikel leicht abgeändert von meinem Reiseblog übernommen.

Elephant Nature Park in Chiang Mai

Babyelefant Lucky im Elephant Nature Park.
Babyelefant Lucky im Elephant Nature Park.

Elefanten gehören zu den eindrucksvollsten Tieren in Thailand. Für Touristen gibt es viele Gelegenheiten mit ihnen in Kontakt zu kommen, beispielsweise in den Elefantencamps. Doch viele von diesen genießen einen schlechten Ruf, da die Tiere nicht artgerecht gehalten werden und nur möglichst viel Geld in die Kassen spülen sollen. Die Elefanten leiden auf unterschiedliche Weise, z.B. durch die stählernen Reitgestelle oder durch das stundenlange Stehen auf dem Beton, bei dem die sensiblen Tiere den Autoverkehr über ihre Füße spüren.

Einen ganz anderen Weg geht der Elephant Nature Park, der ca. 60 km von Chiang Mai entfernt liegt. Seit den 1990er-Jahren dient er als Schutzgebiet und Refugium für Elefanten.

Es wird versucht, den Tieren eine möglichst natürliche Umgebung zu bieten, so dass sie artgerecht leben können. Viele der Elefanten haben harte Schicksale hinter sich und mussten beispielsweise unter Stockschlägen bei Waldarbeiten Bäume transportieren. Im Elephant Nature Park können sie sich erholen und ein gutes Leben führen.

Doch nicht nur Elefanten wird Zuflucht gewährt, sondern auch vielen weiteren Tieren, wie Katzen, Hunde und Büffel.

Der Elephant Nature Park sieht sich nicht als Unterhaltungsanbieter, sondern möchte in erster Linie der Naturerhaltung dienen. Dazu hat er sich fünf Programmpunkte aufgestellt:

  • 1. Schutz gefährdeter Tierspezies
  • 2. Schutz des Regenwaldes, u.a. durch Aufforstung
  • 3. Erhalt der örtlichen Kultur
  • 4. Weiterbildung der Besucher
  • 5. Unabhängig von Politik und Lobby-Gruppen handeln

Besucher können entweder auf einem kurzen Besuch vorbeikommen oder auch für längere Zeit als Volunteer arbeiten. Mehr Informationen gibt es in englischer Sprache auf der Homepage.

 Webseite  Facebook   YouTube 

Elefanten-Baby Navann (Foto: Wikimedia Commons, Elemanxx)Elefanten-Baby Navann (Foto: Wikimedia Commons, Elemanxx)

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Khun Wang Royal Project – Kirschblüten in Thailand

Vor ca. 30 Jahren besuchte König Bhumipol den Norden Thailands, um sich Gedanken darüber zu machen, wie die Lebensbedingungen dort verbessert werden könnten. Zu dieser Zeit gehörte die Region zu den wichtigsten Drogenanbaugebieten der Welt. Die Millionen von Mohnblumenblüten boten einen schaurig-schönen Anblick. So schlecht Opium für die Konsumenten ist, so wichtig war die “Cash Crop” für die ansässigen Bauern.  

Die Lösung des Königs war, den Drogenanbau zu verbieten und an deren Stelle 36 Projekte zu installieren, um die dortigen Lebensbedingungen zu fördern. Eines dieser Projekte befindet sich in Khun Wang, ca. 60 km südwestlich von Chiang Mai, am Doi-Inthanon-Nationalparks.

Für Touristen sind besonders die dekorativen Gärten mit ihrer Blütenpracht interessant. Das Besondere Highlight der Region sind die Kirschbäume. Sie blühen insgesamt für einen Monat, je nach Wetterlage irgendwann zwischen Dezember und Februar.

Mehr Informationen zum Projekt in englischer Sprache.

Und ein englischer Blogbeitrag mit mehr Bildern:

Khun Wang Royal Project

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Borneo Sun Bear Conservation Center

Wikimedia Commons, Siew Te Wong, Thye Lim Tee, Lin May Chiew, BSBCC.
Wikimedia Commons, Siew Te Wong, Thye Lim Tee, Lin May Chiew, BSBCC.

Der Biologe Wong Siew Te erlebte während seines Studiums, unter welchen schlechten Bedingungen gefangene Malaienbären (sun bears) leben mussten. Er gründete in Sabah das Borneo Sun Bear Conservation Centre. Die Anlage steht im Sepilok-Kabili-Forstreservat in unmittelbarer Nachbarschaft zum Orang-Utan-Rehabilitation-Centre. 

Zur Zeit leben 44 gerettete Malaienbären auf dem Gelände. Besucher können in einem ausgewiesenen Areal die Bären beobachten. Das Conservation Centre versteht sich aber nicht als Zoo, denn der Tierschutz steht an erster Stelle.

Siew Te Wong
Der Biologe Wong Siew Te vor dem Schild des BSBCC (© CEphoto, Uwe Aranas / CC-BY-SA-3.0)

Dr. Wong klärt auf Veranstaltungen, z.B. von der Malaysian Nature Society, und in TV-Interviews über die Lage der Bären auf. Sein Engagement wird in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen und er erhielt mehrere Auszeichnungen vom Malaiischen Staat. CNN zeichnete ihn als “Hero” aus.

Webseite   Facebook




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Rauchverbot an einigen Stränden in Thailand

Hua Hin
Strand von Hua Hin

Folgende Strände sind betroffen:
Provinz Phuket (Patong); Surat Thani (Bo Phut auf Ko Samui); Krabi (Phra Ae und Khlong Dao auf Ko Lanta); Chon Buri (Bang Saen und PattayaTam Pang auf Ko Si Chang); Prachuap Khiri Khan (Hua Hin und Khao Takiap); Phetchaburi (Cha-am); Phang-nga (Ko Khai Nok und Ko Khai Nai auf Ko Yao); Songkhla (Chalatas); Pattani (Tha Wa Sukri); Rayong (Mae Phim); Chanthaburi (Laem Sing), und Chumphon (Sai Ri).

Yuthasak Supasorn von der Tourismusbehörde begründet das damit, dass die Strände zu den schönsten in Südostasien gehören und das auch so bleiben soll. Zuvor gab es Probleme, da die Zigaretten im Sand ausgedrückt wurden. Alleine am 2,5 km langen Patong Beach mussten 138.000 Zigarettenstummel entfernt werden.

Für Raucher wird es zukünftig ausgewiesene Smoking-Areas geben.

Ab November soll die neue Verordnung in Kraft treten. Zuwiderhandlung kann Strafen bis 100.000 Baht oder bis zu 1 Jahr Gefängnis nach sich ziehen.

Die ca. 20 betroffenen Strände könnten nur der Anfang sein. Es besteht laut Tourismusbehörde die Möglichkeit, dass das Verbot auf alle Strände des Landes ausgeweitet wird, wenn die Pilotprojekte erfolgreich verlaufen. Auch das Rauchen auf Booten steht unter Beobachtung.

Thailand ist seit 2005 Vertragsunterzeichner des Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs und hat sich die Aufgabe gemacht, den Zigarettengenuß an öffentlichen Plätzen einzuschränken.

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Zerstörung durch Palmöl-Anbau

Palmöl-Plantage
Palmöl-Plantage und ein kleiner Rest an Regenwald in Sabah auf Borneo (Foto: Wikimedia Commons, T. R. Shankar Raman)

Mitte des 19. Jahrhunderts gelangte die Ölpalme zunächst als Zierpflanze in die botanischen Gärten Asiens. Durch neue technische Entwicklungen wurde die industrielle Verarbeitung der Früchte möglich und die ersten Großplantagen entstanden 1911 in Indonesien und 1919 in Malaysia.

Was mit einzelnen, kleinen Plantagen begann, weitete sich im Verlaufe der Jahrzehnte enorm aus. Palmöl ist ein billiger und gut zu verarbeitender Rohstoff und so finden wir ihn heute überall: in Brot, Pizza, Schokolade, Margarine, in Kosmetik- und Reinigungsartikel. In den letzten Jahren wird Palmöl als Biokraftstoff eingesetzt, man sprach vom “Grünen Öl”. Doch die Klimabilanz der Ölpalme ist problematisch. Zwar ist sie ein nachwachsender Rohstoff, doch für die Monokultur-Plantagen werden große Flächen des tropischen Regenwalds gerodet.

Rodung
Rodung des Regenwaldes auf Borneo (Foto: Wikimedia Commons, T. R. Shankar Raman)

2015 haben Indonesien und Malaysia mehr als 50 Millionen Tonnen Palmöl und damit ca. 3/4 der Weltproduktion hergestellt (die Angaben variieren leicht je nach Quelle). Diese großen Mengen benötigen dementsprechend große Anbaugebiete. Seit 1990 haben sich die Flächen verzehnfacht. Heute nehmen die Plantagen in Indonesien ca. 13 Millionen Hektar ein und in Malaysia ca. 5 Millionen Hektar. Das sind ungefähr die Flächen von Griechenland und der Schweiz. 

Diese Plantagen verdrängen den Regenwald und haben damit dramatische Auswirkungen auf das Leben der Menschen und Tiere. Die Einwohner verlieren den Wald, der ihnen Nahrungsmittel und Rohstoffe lieferte. Die Tierwelt verliert Lebensraum. Grob 10-15% aller Pflanzen, Säugetiere und Vögel der Erde leben in den Urwäldern Indonesiens. Die Monokultur der Ölpalmen bietet kein Habitat für diese vielfältige Flora und Fauna.

Die Gebiete werden häufig durch Brandrodung erschlossen. Die Brände geraten ab und zu außer Kontrolle und führten beispielsweise zur Brandkatastrophe im Jahre 2015. 

Die negativen Auswirkungen des Palmölanbaus sind kaum zu bestreiten. Es gibt verschiedene Wege, mit dem Problem umzugehen.

Der WWF unterstützt den nachhaltigen Anbau. Sie sehen den Boykott von Palmöl nicht als Lösung, da andere Pflanzenöle nicht so effizient angebaut werden könnten und dementsprechend mehr Anbaufläche benötigen würden. Bei der Ernährung sollte ein Kulturwechsel geschehen, da ca. 17% des Palmöls in weiterverarbeiteten Nahrungsmittel zu finden sind.

Kathrin Hartmann beschreibt die Mängel der aktuellen Versuche, den Palmöl-Anbau nachhaltig zu gestalten (demnächst folgt ein Beitrag zu ihrem Buch). Verzicht ist daher unvermeidbar.

Affiliate-Link zu Amazon: 

Wie Palmöl gemieden werden kann, beschreibt die Seite von Abenteuer Regenwald (unten auf der Seite).

Oliver Pye, von der Universität Bonn, glaubt nicht, über den Konsumenten-Weg das Problem lösen zu können. Sein Ansatz ist es, vor Ort Netzwerke und Gewerkschaften zu stärken, die u.a. über höhere Löhne das Öl teurer machen und damit weniger attraktiv.

Upcycling the Oceans – ein neues Umweltschutzprojekt in Thailand

In Thailand wird der Umweltschutz noch zu wenig beachtet. Daher ist das Upcycling-the-Oceans-Projekt, dass am 1. September 2017 gestartet ist, ein positives Signal der Tourismusbehörde TAT.

Die Eröffnungsfeier zu dieser Initiative fand auf der Insel Ko Samet statt. Thailand ist das erste asiatische Land, dass sich dieser weltweiten Aktion der Ecoalf Foundation angeschlossen hat. Das Ziel ist es nicht nur die Ozeane mit Hilfe der regionalen Fischer vom Müll zu befreien, sondern auch das herausgezogene Plastik zu recyclen. 

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Der Lauf des Mekong

Mekong
Mekong in der Provinz Nong Khai (Thailand)

Der Mekong ist mit seinen ungefähr 4500 km Länge der wichtigste Fluss in Südostasien und gehört – je nach Zählart – zu den zehn längsten Flüssen der Erde. Er entspringt in einem schwer zugänglichen Gebiet im Hochland von Tibet und durchfließt Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha und mündet schließlich in Vietnam in das Südchinesische Meer.

Die Hälfte der Länge des Mekong befinden sich auf chinesischem Gebiet. Dort wird der Fluss “Mutter des Wassers” genannt. Liegt die Quelle noch auf eisiger Höhe in ca. 5200 m, so fällt er nach und nach in seinem Verlauf in China auf 500 m ü.N.N. ab.

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Nach dem Verlassen des Reiches der Mitte bildet der Fluss die Grenze zwischen Laos und Myanmar, die bis nach Thailand führt. Dort passiert der Mekong das sogenannte “Goldene Dreieck”, das berüchtigste Opiumanbaugebiet Südostasiens. Anschließend macht er einen Abstecher nach Osten in das bergige Land rund um der malerischen Stadt Luang Prabang und findet dann seinen Weg in Richtung Süden, wo er die Hauptstadt von Laos, Vientiane, erreicht und von dort an wieder die Grenze zwischen Thailand und Laos bildet.

In Süd-Laos erreicht der Mekong mit 14 Kilometern seine größte Breite. Die wunderschöne Landschaft wird nach ihrem auffälligsten “Merkmal Si Phan Don” (übersetzt “4000 Inseln”) genannt. Über die Mekongfälle gelangt der Fluss nach Kambodscha und durchfließt die Hauptstadt Phnom Penh. Seine letzte Station erreicht der Mekong in Vietnam. Dort mündet er in einer riesigen Delta-Landschaft bei Ho-Chi-Minh-City (Saigon), die von 9 großen Flussarmen dominiert wird. Daher nennen die Vietnamesen den Mekong “Song Cửu Long”, den Neun-Drachen-Fluss. Das flache Schwemmland ist sehr fruchtbar und wird daher besonders intensiv für den Reisanbau genutzt.

Mekongverlauf
Mekongverlauf (Bild: Wikimedia Commons, Shannon1)