Opiumanbau im Goldenen Dreieck

Schlafmohn
Schlafmohn – Um das Rauschmittel zu gewinnen, werden die Kapseln aufgeschnitten. Ein milchiger Saft läuft aus, oxidiert und kann am nachfolgenden Tag als Rohopium geerntet werden. (Foto: Wikimedia Commons, Brigitte Bühsing)

Im Grenzgebiet von Myanmar, Thailand und Laos befindet sich das zweitwichtigste Schlafmohn-Anbaugebiet der Welt, das sogenannte „Goldene Dreieck“. Die Bezeichnung stammt aus einer Zeit, in der das aus dem Mohn gewonnen Roh-Opium mit Gold bezahlt wurde.

In Thailand wurde der Drogenanbau unter Strafe gestellt. In Laos, das sich langsam als Touristen-Destination entwickeln möchte, hat er keine allzu wichtige Stellung mehr. So ist Myanmar der größte Opium-Hersteller der Region, was auch mit der geschwächten Rolle der staatlichen Institutionen in dieser Gegend zusammenhängt. Denn die Hauptanbauflächen liegen im Shan-Hochland und im Kachin-Staat, befinden sich also in der Hand von Minderheiten.

Die Gründe für den Drogenanbau sind vielfältig. Zum einen ist er eine gute Verdienstmöglichkeit für die arme Region. Ungefähr 192.000 Haushalte verdienen an der Schlafmohn-Kultivierung. Zum anderen ist der Opiumhandel für die Rebellen ein schneller Weg zum Geld und dient u.a. der Kachin Independence Army (KIA) den militärischen Kampf gegen die Zentralregierung in Yangon zu finanzieren.

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