Die Frühgeschichte Myanmars (Geschichte Myanmars 1)

Höhlenmalereien
Malereien in der Padah-Lin-Höhle. (Foto: Wikimedia Commons, Soewinhan)

In Myanmar lassen sich menschliche Spuren bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Die archäologische Forschung steht in der Region allerdings noch am Anfang. Es wurden bis zum Jahr 2002 vierzehn neolithische Fundstätten untersucht. Sie liegen zumeist in der zentralen Trockenzone auf fruchtbaren Boden, in Nähe des Flusses Ayeyarwaddy.

Die ältesten Fundstücke sind ungefähr 13.000 Jahre alt. Steinwerkzeuge aus dieser Zeit weisen auf eine Jäger- und Sammlerkultur hin. In den nachfolgenden Jahrtausenden wandelte sich die Gesellschaft: Die Menschen wurden sesshaft, domestizierten Tiere und bauten Nutzpflanzen an.

Die ersten menschlichen Spuren in Thailand (Geschichte Thailands 1)

Krabi
Railay Beach in der Nähe von Krabi Town

Die frühesten Hinweise auf den modernen Menschen finden sich in der südthailändischen Provinz Krabi. Das Gebiet ist heute berühmt für die Kalksteinformationen. Die Berge ragen steil empor, sind zerklüftet und verfügen über Risse, Schluchten und Höhlen.

An vielen Stellen wurden Hinterlassenschaften des Homo sapiens entdeckt. Der Archäologe Dr. Douglas D. Anderson fand Spuren in einer Höhle, die auf eine menschliche Besiedlung vor 43.000 Jahren hindeuten.

Einige Fundstücke weisen auf die Lebensumstände der Frühmenschen hin. Herdstellen beweisen die kontrollierte Nutzung des Feuers. Mit dieser Fähigkeit entstehen spezielle Gebräuche: Die Gruppe hat damit einen Ort, an dem sie gemeinsam kochen, speisen und arbeiten kann. Weiter wurden Steinwerkzeuge gefunden, die aus Chert, Opal oder Kalkstein bestehen.

Die Besiedlung Südostasiens

Als die ersten modernen Menschen vor mehr als 40.000 Jahren von Afrika nach Südostasien einwanderten, fanden sie eine im Vergleich zu heute völlig andere Welt vor. Auf der Erde herrschte eine Eiszeit. Durch die Kälte nahm das Wasser der Ozeane weniger Raum ein und durch die großflächigen Eisdecken an Land wurde weiteres Wasser gebunden. Die Folge war ein bis zu 120 Meter tieferer Meeresspiegel. Wo heute der Golf von Thailand und das Südchinesische Meer Vietnam von den malayischen Inseln und Indonesien trennt, erstreckte sich damals der Sunda-Kontinent. Die vietnamesische Küstenlinie zog sich weit in den Osten.