Zip Lining in Laos und Thailand: “The Gibbon Experience” und “Flight of the Gibbon”

Gibbon in Chiang Mai (Foto: Wikimedia Commons, Ladislav Kral)

Am Grenzübergang von Thailand nach Laos, im Nam Kan National Park bei Huay Xai, finden abenteuerlustige Reisende eine bekannte Sehenswürdigkeit: “The Gibbon Experience”. Insgesamt 15 km Zip Lines, also Stahlseile an denen man hoch über der Erde entlanggleitet, sind durch den Dschungel gespannt und führen auf malerische Baumhäuser in bis zu 40 Metern Höhe, auf denen übernachtet werden kann.  

Es gibt 3 verschiedene Touren zur Auswahl: die 2tägige Express Tour, die 3tägige Wasserfalltour und die 3tägige klassische Tour. Auf der letzten ist die Chance am besten, die namensgebenden Gibbons zu beobachten.

Die Preise sind für südostasiatische Verhältnisse sehr hoch. Die 3-Tages-Touren liegen ungefähr bei 250 bis 300 Euro. Allerdings betont das Projekt, dass das Geld nachhaltig eingesetzt wird und sowohl der Natur als auch den Einheimischen zu Gute kommt.

Im März 2017 gab es im 21. Betriebsjahr der Anlage einen tödlichen Unfall. Der Unfallbericht wurde auf der Seite des Anbieters veröffentlicht.

Webseite Karte

Zip-Lining
Gibbons Experience in Chiang Mai

In Chiang Mai wurde ein ähnliches Projekt auf die Beine gestellt: “Flight of the Gibbon”. Der Anbieter weist darauf hin, dass er besonderen Wert auf Sicherheit legt. Die Zip-Line-Tour ist als Tagestour ausgelegt und kann, auf Wunsch, mit anderen Aktivitäten, wie Klettern, Kanu fahren, Rafting kombiniert werden. Übernachtungen werden je nach Tour im Hotel oder als Home Stay in einem traditionellen Dorf angeboten. Die Zip-Lines sind bis zu mehreren hundert Metern lang.

Webseite Karte

Titelbild: Gibbon in Chiang Mai (Foto: Wikimedia Commons, Ladislav Kral)

 


Feiertage in Laos 2018

Datum Wochentag Name Hinweis
 1.1.  Montag Neujahrstag  
 8.3.  Donnerstag Internationaler Tag der Frau  
 14.-16.4.  Samstag-Montag Sonkran (Lao Naujahr / Pii Mai) Songkran in Thailand
 1.5. Dienstag Tag der Arbeit  
 1.6.  Freitag Tag der Kinder  
 28.7.  Samstag Khao Phansa (Beginn des buddhistisches Fastenfests)  
 24.10.  Mittwoch Ok Phansa (Ende des Fastenfests)  
 25.10.  Donnerstag Boun Suang Huea (Drachenbootfestival)  
 22.11. Donnerstag That Luang Festival  
 2.12.  Sonntag Nationalfeiertag  

 


Booking.com

Phaya Naga – der Naga-Herrscher im Mekong

Phraya Naga im Wat Si Saket
Phraya Naga im Wat Si Saket

Phaya Naga ist der Herrscher der Naga, der den Legenden nach im Grenzland von Thailand und Laos im Mekong lebt und die angrenzende Region beschützt. Das halbgöttliche Schlangenwesen soll laut hinduistischer und buddhistischer Überlieferung übernatürliche Kräfte besitzen.

Ähnlich wie Nessi im Loch Ness werden immer mal wieder Spuren gefunden, die auf den Phaya Naga hindeuten sollen. Unter anderem soll er für außergewöhnliche Wellenphänomene im Mekong verantwortlich sein.

Im thailändischen Fernsehen wurde der Mythos u.a. in der thailändischen Mystik-Seifenoper “Poot Mae Nam Khong” thematisiert.

Learn Thai with ThaiPod101.com11

Die fünf Länder des Theravada-Buddhismus

Buddha-Figuren in Laos

Der Theravada-Buddhismus ist die älteste noch existierende Strömung des Buddhismus. In den fünf Ländern Sri Lanka, Thailand, Myanmar (Birma), Kambodscha und Laos wird er hauptsächlich praktiziert. Der Überlieferung nach machten diese Länder über Missionare des indischen Kaisers Ashoka, der im 3. Jahrhundert vor der Zeitenwende lebte, Bekanntschaft mit dem Buddhismus.

Die Theravada-Schule kam über die Kleinstaaten der Mon und Pyu nach Südostasien. Über den Austausch mit Sri Lanka festigte sich die Glaubensrichtung und setzte sich in ganz Birma durch. Die benachbarten Thais nahmen die Konfession ebenfalls an und brachten sie, nachdem sie Angkor den Rang abgelaufen hatten, in den östlichen Teil Südostasien. Ab dem 14. Jahrhundert kann man den Einfluss des Theravada-Buddhismus in Kambodscha erkennen.

Nach Abzug der europäischen Kolonialmächte wurde die Region auch religiös neu geordnet. In Thailand, das nie kolonialisiert wurde, blieb die alte Bande zwischen Staat und Religion erhalten. Doch in Kambodscha und Laos, die von sozialistischen Unabhängigkeitsbewegungen und Militärdiktaturen beherrscht wurden, trennte man den Glauben vom Staat ab.

Literatur (mit Amazon-Affiliate-Link):

 
 
Booking.com


 

Die laotische Flagge

Das erste Großreich auf laotischen Gebiet war Lan Xang, das von 1353 bis 1707 bestand. Für diese Zeit habe ich keine eindeutigen Hinweise auf das Flaggendesign gefunden.

Lan Xang zerfiel in drei Königreiche: Luang Praban im Norden, Vientiane im Zentrum und Champasak im Süden.

1893 wurde das Land französische Kolonie und unter der mit der Tricolore erweiterten Flagge Luang Prabangs geführt.

Französisch-Laos
Laos als französische Kolonie (Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Nach dem 2. Weltkrieg zerfiel das französische Kolonialreich nach und nach. 1952 entfernten die Laoten die Tricolore aus der Flagge. Aber erst 2 Jahre endeten die französischen Ansprüche offiziell.

Laotische Flagge bis 1975
Laotische Flagge bis 1975 (Foto: Wikimedia Commons, Sodacan)
Königliche Flagge
Königliche Flagge bis 1975 (Foto: Wikimedia Commons, Thommy)

Die letzte Änderung erfolgte 1975. Kommunistische Kräfte übernahmen unblutig die Macht im Land und riefen die Demokratische Republik Laos aus. Die neue Flagge besteht aus drei Farben: rot steht für den blutigen Kampf um die Unabhängigkeit, blau für das Gedeihen und weiß für die glänzende Zukunft. Alternativ kann der Mond über dem Mekong erkannt werden.

Aktuelle Flagge
Aktuelle Flagge (Foto: Wikimedia Commons, SKopp)

 


Booking.com

Streubomben auf Laos

COPE
Eingang zum COPE-Visitor-Centre

Im Krieg zwischen Vietnam und den USA nutzen die Vietkong die laotischen Grenzgebiete als Rückzugsort. Die Amerikaner bombardierten daraufhin das neutrale Laos mit unzähligen Bomben. Besonders grausam war die eingesetzte Waffengattung: die Streubombe (cluster bomb), die bis heute für Todesopfer und Verstümmelungen sorgt.

Jede abgeworfene Bombe besteht aus vielen kleinen Bomben, Sub-Munition oder Bombies genannt. Bei den 580.000 Angriffen auf Laos zwischen 1964 und 1973 trafen das Land 270 Millionen Sub-Munitionen. Beim Abwurf explodieren ca. 30% der eingesetzten Munition nicht. Das bedeutet, dass ca. 80.000.000 gefährliche Sprengkörper in der Landschaft verteilt wurden.

Streubombe, COPE-Visitor-Centre
Streubombe, COPE-Visitor-Centre

Um sich auszumalen, wie perfide diese Waffengattung ist, muss man sich nur in das Leben eines Reisbauern zur Kriegszeit hinein versetzen:
– er hört, dass ein Flugzeug Bomben abwirft
– er weiß, dass nicht alle Bomben explodiert sein werden
– am nächsten Tag muss er in sein Reisfeld, in dem der Tod lauern kann

Von den 80 Millionen Bombies wurden ca. 1 Million von 1996 bis 2009 entschärft. Bis das Land sicher ist, wird noch eine Menge Zeit vergehen. Momentan explodieren ca. 300 Bomben pro Jahr, töten und verletzen. 

Um die Opfer solcher Explosionen kümmert sich die Organisation COPE (Cooperative Orthotic and Prosthetic Enterprise), die Prothesen bereitstellt. Neben der medizinischen Betreuung kämpft die Einrichtung gegen den Einsatz von Streubomben und betreibt in Vientiane ein Museum, um über die Gefahren dieser Waffen aufzuklären.

Links:
COPE (Cooperative Orthotic and Prosthetic Enterprise)
Facebook-Seite von Laos Pictures: Bilder von Bomben im Alltag

 


Booking.com