Bahasa Indonesia – die Sprache Indonesiens

Am 28. Oktober 1928 trafen sich 70 junge Nationalisten in Batavia, um unter dem Motto “ein Land, eine Nation, eine Sprache” den Weg Richtung Unabhängigkeit einzuschlagen. Doch welche Sprache sollte man wählen? Auf den vielen Inseln des 1.900.000 km² großen Landes werden noch heute ca. 700 Sprachen gesprochen – das sind ca. 10% aller Sprachen weltweit. Obwohl die meisten Revolutionäre von der Insel Java stammten, entschieden sie sich gegen Javanisch. Die Wahl fiel auf die schon zuvor grenzüberschreitend gebrauchte Sprache des Nachbarstaates Malaysia: Malaiisch.

Die neue Sprache wurde mit der Unabhängigkeit im Jahre 1945 Indonesisch genannt. Zunächst wurde die neue Hochsprache im schriftlichen Verkehr gebraucht. Über Schule, Literatur und Medien verbreitete sich sich schnell und wurde von der Bevölkerung gut angenommen. Dennoch ist “Bahasa Indonesia” für die meisten Menschen im Land nur die Zweit- oder Drittsprache; zuerst wird die lokale Muttersprache erlernt.

In Malaysia entwickelte sich die Sprache anders als in Indonesien. Durch die britische Besatzung wurde Englisch zur Nationalsprache. 1957 konnte Malaysisch diesen Status wiedererlangen, wurde allerdings mit unzähligen Neologismen angereichert.

Auch in Indonesien veränderte sich die Sprache. Allerdings wurden hier vermehrt Lehn- und Fremdwörter aus dem Niederländischen eingeführt.

1972 folgte eine große Rechtschreibreform. Die Indonesier nutzen von da an, wie die Malaien, das lateinische Alphabet, anstatt der zuvor genutzten erweiterten Version der arabischen Schriftzeichen. So konnten die Schreibweisen von “Bahasa Indonesia” und “Bahasa Malaysia” angeglichen werden.

Literatur: 

Schott, Christina: Indonesien – Ein Länderporträt. Berlin, 2015.

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