Essen in Thailand

Essen in Thailand

Thailand ist ethnisch heterogen. Der Großteil der Bevölkerung besteht aus Thai, Laoten, Mon und Chinesen. Je nach Region finden sich weitere Völker: Im Süden Malaien, Semang und Sagai, im Westen Karen, im nördlichen Grenzland Yao, Shan und Hmong.

Allen gemeinsam ist Reis als Hauptnahrungsmittel. Für gewöhnlich essen Thais drei Mahlzeiten am Tag, die aus Reis und Beilagen bestehen. Im Norden wird Klebereis präferiert, in den anderen Teilen des Landes eher der länglich gekörnte Jasmin-Reis.

Das Essen im Süden Thailands gilt als das schärfste und verfügt über eine reichhaltige Auswahl an Gemüsebeilagen. Besonders bekannt sind aus dieser Küche: Khao Yam (Reissalat), Budu (Fisch-Sauce) und Sataw (Bohnen). Im Norden wird am wenigsten scharf gekocht. Bekannt sind Kaeng Khae, ein Currygericht und Nam Phrik Ong, eine Sauce aus Chili, Knoblauch, Zitronensaft und Fisch- oder Shrimps-Paste. Die Spezialitäten aus Isan sind Larp, ein laotischer Minze-Fleisch-Salat und Pla Ra, vergorener Fisch.

Das bekannte Nudelgericht Pad Thai wurde erst im 20. Jahrhundert kreiert. In den 30er Jahren fasste Ministerpräsident Phibun den Entschluss, dass die Thai-Küche mehr Nudelspeisen aufnehmen solle. Daher wurden an Schulen und öffentlichen Einrichtungen Wettbewerbe abgehalten. Das heute weltweit beliebte Gericht, mit gebratenen Reisnudeln, Gemüse, Tamarinde und Palmzucker, gewann. Um sich in der nationalistischen Zeit von den ähnlichen Nudelgerichten aus China abzusetzen, erhielt es den klar zuordenbaren Namen Pad Thai, das sinngemäß mit „Gebratenes nach Thai Art“ übersetzt werden kann.

Bei Touristen beliebt ist Tom Yam Gung, eine scharfe Suppe mit Shrimps. Die Speise wird in ganz Thailand angeboten und ist nicht nur aufgrund ihres besonderen sauer-scharfen Geschmacks beliebt, sondern sie gilt auch als gesund.

In ländlichen Gegenden im Norden und Nordosten wird häufig nach alter Sitte auf dem Boden sitzend und mit den Händen gegessen; der Klebereis erleichtert das. In den Städten haben sich die westlichen Gebräuche durchgesetzt – es wird am Tisch mit Gabel und Löffel gegessen. Der Löffel dient zur Nahrungsaufnahme und die Gabel, um Essen vom Teller auf den Löffel zu schieben. Ein Messer ist nicht nötig, da das Fleisch schon beim Kochen in mundgerechte Stücke zerschnitten wird.

Literatur:

Thompson, David: Thai Street Food – authentic recipes, vibrant traditions. Berkeley, 2010.

Siriwan, Anchalaporn: The Thai People and Culture. Bangkok, 2000.

Ricker, Andy: Pok Pok – Food and Stories from the Streets, Homes and Roadside Restaurants in Thailand. New York, 2013.

 
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