Ein paar Zeilen zu Ho Chi Minh

Ho-Chi-Minh-Mausoleum, 03/16.
Ho-Chi-Minh-Mausoleum, 03/16.

Die wichtigste Stadt im Süden Vietnam, das ehemalige Saigon, trägt nun den Namen des kommunistischen Revolutionärs Ho Chi Minh.
In einem anderen Blog las ich eine Diskussion über ein Flugblatt, in dem Hồ Chi Minh in eine Reihe mit den kommunistischen Diktatoren Stalin und Mao gestellt wurde. In solche Gesellschaft darf man ihn aber nicht einreihen, da er alles andere als ein furchteinflößender Tyrann war. Aber wer kennt heute noch die Hintergründe für den Freiheitskampf der Vietnamesen und die Taten Hồ Chi Minhs? Daher folgt eine kleine Erzählung des bewegten Lebens des Revolutionärs.

Gedanken über Original und Fälschung

China ist im Fälscher-Gewerbe weltweit die Nummer 1. Dahinter steht eine im Vergleich zur westlichen Welt abweichende Einstellung zum Kopieren.

Im Mittelalter glichen sich die Vorstellungen von Europäern und Chinesen im Umgang mit der Kunst: Das Werk stand im Vordergrund, der Künstler war nebenrangig. Wenn ein Fälscher in der Lage war, kunstvoll ein Gemälde zu kopieren, dann galt er selbst als Meister, nicht als Schwindler.

Erst mit dem Beginn der Neuzeit änderte sich diese Einstellung in Europa. In seinem „Traktat von der Malerei“ sieht Leonardo da Vinci den besonderen Wert der Malerei, in ihrer Nichtkopierbarkeit. Das Original bleibt einzigartig. Das unterscheidet sie von der Schreibkunst mit ihren Nachdrucken und den Skulpturen mit der Möglichkeit des Abguss. Im Besonderen des Gemäldes findet sich das Genie des Malers wieder.

969 – eine buddhistische Terrorbewegung

Allen positiven Tendenzen der letzten Jahre zum Trotz, bleibt das Zusammenleben im Vielvölkerstaat Myanmar schwierig.

Die Zusammenstöße zwischen Buddhisten und Moslems im Bundesstaat Rakhine 2012 bildeten den Auftakt einer langen Reihe von blutigen Auseinandersetzungen. Die Opfer gehörten vor allem zur muslimischen Rohingya-Minderheit. Mehr als 80 Menschen wurden ermordet; über 100.000 flüchteten vor der Gewalt; 4.600 Häuser wurden niedergebrannt. Im nachfolgenden Jahr weiteten sich die Ausschreitungen auf andere Landesteile aus.

Eine besondere Rolle in diesem Konflikt nimmt eine Gruppe radikaler, buddhistischer Mönche ein, die als „969-Bewegung“ Angst und Hass gegen die Muslime schüren. Die Zahlenreihe steht für spezielle, buddhistische Attribute – die 9 des Buddhas, die 6 des Dharmas und die 9 der Mönche.

Ökonomie in Thailand

In den 1980er Jahren öffnete Ministerpräsident Prem Tinsulanonda die thailändische Wirtschaft stärker für den internationalen Handel. Die Folge war ein kräftiges jährliches Wirtschaftswachstum von 9,4 Prozent von 1985 bis 1996. Dem setze die Asienkrise ein jähes Ende.

Wirtschaftswachstum Thailands

Dekade Jährliches Wachstum des Bruttoinlandprodukts in Prozent Bruttoinlandprodukt pro Kopf und Jahr in Baht
1960er 6,0 8.329 
1970er 7,8 13.143 
1980er 6,7 19.558 
1990er  7,8 34.839
2000er 4,4 48.159

Die Asienkrise begann im Februar 1997 in Thailand als Schuldenkrise. Eine Firma konnte ihrer Zahlungsverpflichtung gegenüber einem ausländischen Gläubiger nicht nachkommen. Vertrauen in die Ökonomie des Landes ging verloren.

Motorradfreies Yangon

Shwedagon Pagoda in Myanmar, Orkun A., 12/13.
Shwedagon Pagoda in Myanmar. (Foto: O. Aldirmaz)

Die Straßen der Metropolen Südostasiens werden von unzähligen Motorrädern und Rollern befahren. Doch warum ist das in Yangon, der ehemaligen Hauptstadt Myanmars, anders?

Der Grund dafür liegt ungefähr zehn Jahre zurück. Damals war es noch üblich, dass Motorräder auf den Straßen fuhren. Doch dann erließ die Regierung ein Verbot für Zweiräder in der Stadt.

In den 1990er Jahren taten sich einige junge Leute zusammen und gründeten eine Motorrad-Bande: die Scorpions Gang. Sie entstammten zum Großteil aus elitären Familien; unter anderem war ein Enkel des ehemaligen Diktators Ne Win in ihrer Gruppe. Dadurch hatten sie eine gewisse Immunität gegenüber der Polizei. Sie nutzen diese aus und schmuggelten Autos und handelten mit Drogen. Auf den Höhepunkt ihrer Macht sah man sie als burmesische Yakuza an, als zweitstärkste Gruppierung hinter der Militärjunta.

Der Heldenplatz in Budapest – imaginäre Geschichte!

Der Heldenplatz, Februar 2009.
Der Heldenplatz, Februar 2009.

Wenn wir vor einer griechischen Vase stehen und dort Zeus als Stier die Europa rauben sehen, dann wissen wir: Das ist ein Mythos! Doch viele Mythen erscheinen uns als gut bewiesene Geschichte, die mit harten Fakten unterlegt ist. Ein Beispiel findet sich in Ungarn.

Der Heldenplatz in Budapest widmet sich – nicht überraschend – den Heroen des Landes. Er wurde im Jahre 1896 anlässlich der Tausendjahrfeier Ungarns errichtet.