Die thailändische Flagge

Die heutige thailändische Flagge entwickelte sich aus dem ursprünglich ganz in rot gehaltenen Banners des Königreichs Ayutthaya, das wahrscheinlich von König Narai im 17. Jahrhundert eingeführt wurde.

Foto: Wikimedia Commons, Xiengyod

Ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte Siams war das Jahr 1782. Mit Rama I. übernahm der erste König aus der Chakri-Dynastie das Amt. Die wichtigste Änderung war die Wahl der neuen Hauptstadt Bangkok. Daneben gab es viele weitere Reformen. U.a. wurde eine neue Flagge für die Marine eingeführt: ein weißes Chakra erstrahlte auf rotem Grund. Das Chakra ist nicht nur eines der Hauptattribute des indischen Gottes Vishnu, sondern auch das Wappen der Chakri-Dynastie. Die Handelsschifffahrt nutze weiterhin die rote Flagge.

Thaksin und Yingluck Shinawatra

Thaksin Shinawatra
Thaksin Shinawatra (Foto: Wikimedia Commons, Helene C. Stikkel)

Thaksin Sinawatra ist 1949 in eine wohlhabende Kaufmanns- und Politikerfamilie hineingeboren worden. Er besuchte zunächst die Polizeiakademie, studierte dann an der amerikanischen Sam Houston State University und schrieb dort seine Dissertation im Fach Strafrecht. Anschließend schlug er die Laufbahn eines Geschäftsmannes im Bereich Telekommunikation ein. Innerhalb von ein paar Jahren wurde er zu einem der reichsten Männer Asiens. 1994 suchte er den Weg in die Politik und besetzte verschiedene Kabinettsposten.

Die ersten Kulturen (Geschichte Vietnams 1)

Prähistorische Jäger
Prähistorische Jäger. Gemälde im Historischen Museum in Hanoi (Foto: Wikimedia Commons, HappyMidnight)

Die ersten menschlichen Artefakte, die in Vietnam gefunden wurden, stammen von der „Sơn Vì“-Kultur aus der Altsteinzeit. In einem weit verstreuten Gebiet an insgesamt 230 Orten hinterließen sie Spuren – von Phú Thọ nordwestlich von Hanoi bis tief in den Süden nach Lâm Đồng, das ca. 100 km nordöstlich von Ho Chi Minh City liegt. Doch auch außerhalb von Vietnam lebten diese Altsteinzeiteinwohner. Sowohl in Südchina als auch in Thailand finden sich Hinweise auf sie.

Die erhaltenen Skelette weisen durchgehend australoide Merkmale auf. Das bedeutet, dass es noch keine Durchmischung mit Völkern aus dem Norden gab.

Die Nachkriegszeit (Geschichte Thailands 11)

Der junge thailändische König Ananda Mahidol, Rama VIII., hatte sich zu Kriegszeiten in Europa aufgehalten. Zusammen mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Bhumibol besuchte er in der Schweiz die Schule. Die beiden Jungen verstanden sich gut. Sie lernten Deutsch und Latein und hatten dieselben Interessen wie die europäischen Jugendlichen: vom Sammelbilder sammeln bis hin zum Skifahren in den Alpen. Während Bhumibol wenig Druck hatte und Zeit für Hobbys wie Fotografieren fand, erhielt Ananda eine strengere Ausbildung, um ihn für die Regentschaft zu rüsten.

Kriege und Aufstände in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Geschichte Thailands 10)

Grand Palace, Bangkok
Grand Palace, Bangkok

1910 verstarb Chulalongkorn und Vajiravudh, Rama VI., folgte auf dem Thron. Der neue König setzte kurz nach Amtsantritt viele Reformen im gesellschaftlichen Bereich um: Neben dem buddhistischen Kalender galt nun auch der Gregorianische; Familiennamen wurden eingeführt, die oftmals aus dem Sanskrit oder Pali entlehnt wurden.

Der König, der eine englische Universität besucht hatte, förderte zwar einzelne westliche Kulturgüter, wie beispielsweise die Mode, doch setzte er auf eine eigene, thailändische Identität.

Der Vielvölkerstaat aus Siamesen, Laoten, Tai Yuan, Khmer, Malaien und Chinesen sollte unter der Trinität Nation, Buddhismus und König geeint werden. Ein neuer Nationalismus entstand, den Rama VI. mit Gedichten, Zeitungsartikeln, Liedern und Reden anheizte.

Der autoritäre Staat (Geschichte Myanmars 11)

U Nu und U Thant
Abb. 15: U Nu und U Thant, ca. 1955. (Foto: Wikimedia Commons)

Der Militärputsch war der Auftakt zu einer unerbittlichen Diktatur, die das Land in Armut und Isolation führte.

Ne Win schaffte die demokratischen Einrichtungen ab. Das Mehrparteien-System wurde aufgehoben und das Parlament aufgelöst. Entscheidungen wurden von nun an in einem zwölfköpfigen Revolutionsrat getroffen, an dessen Spitze Ne Win stand.

Die Regierung erklärte „den Birmanischen Weg zum Sozialismus“ einschlagen zu wollen. Doch de facto war es eine reine Militärherrschaft. Das Führungspersonal in politischen, sozialen und ökonomischen Institutionen wurde ausgetauscht. Ein großer Verlust an Kenntnissen und Erfahrung war die Folge.

Thailand im 19. Jahrhundert (Geschichte Thailands 9)

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts herrschte der siamesische König über eine Fläche, die vergleichbar mit der Größe des heutigen Thailands war. Zu diesem Herrschaftsgebiet hinzu kam noch die gleiche Grundfläche an Vasallenstaaten.

Das islamisch geprägte Sultanat Patani, das im Süden von Thailand lag, war schon zu Zeiten Ayutthayas abgabepflichtig. 1808 erfolgte ein Aufstand, der von den Siamesen niedergeschlagen wurde.

Es folgte eine Aufsplitterung der Verwaltung und letzten Endes die Annexion durch Bangkok im Jahre 1841.  In dieser Region finden sich noch heute separatistische Strömungen, die teilweise mit Gewalt versuchen, die Unabhängigkeit zu erlangen.

Das unabhängige Myanmar (Geschichte Myanmars 10)

Aung San
Aung San (Foto: Wikimedia Commons)

Im neuen Staatsgefüge nahm Aung San die erste Position ein. Er war zwar ein Mann des Militärs, doch innenpolitisch suchte er einen gemäßigten, friedvollen Weg. Die verschiedenen Völker und Religionen sollten das neue Myanmar gemeinsam aufbauen. Schon in Kriegszeiten setzte er ein Zeichen, als er als Buddhist die Christin Daw Khin Kyi heiratete. Mit ihr hatte er drei Kinder: zwei Söhne und eine Tochter, die spätere Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Bangkok, „die Stadt der Engel“ (Thailands Geschichte 8)

Bangkok, Grand Palace
Bangkok, Grand Palace

Eine der ersten Amtshandlungen von Rama I. war die Umverlegung der Hauptstadt. Thonburi lag am westlichen Ufer des Chao Phraya Flusses und hatte dadurch mehrere Nachteile: Es gab Probleme mit der Bodenerosion und der Ort war schlecht gegen Angriffe aus Myanmar geschützt. Daher zog die Administration nur ein kurzes Stück weiter an das Ostufer.

Karte
Thonburi und Bangkok, 1782. Das Gebiet östlich des Flusses wird als Rattanakosin bezeichnet. (Foto: Wikimedia Commons, Paul_012, abgeändert)

Dort lag das Dörfchen Bangkok, das übersetzt soviel wie Olivendorf bedeutet. Die Ortschaft war überwiegend von chinesischen Fischern und Händlern bewohnt, die in das heutige Chinatown umgesiedelt wurden.


Yangon – der neue Mittelpunkt (Geschichte Myanmars 9)

Im Myanmar gab es mehrere städtische Zentren. Das 1852 besetzte Yangon wurde schnell zum wichtigsten britischen Stützpunkt in der Region. Die Siedlung war eine typische Hafenstadt der Kolonialzeit und ähnelte in ihrer Struktur Singapur, Penang oder Kalkutta. Sie war schon vor der Besatzung eine fremde Stadt auf birmanischen Grund. Ausländer dominierten das Stadtbild: neben Europäern suchten Chinesen, Inder und andere Asiaten dort ihr Glück. Die Einheimischen waren in der Unterzahl und ihr Anteil sank im Verlauf der Kolonialzeit. 1937 waren gerade 127.000 der 400.000 Einwohner Yangons Bamar.