Vanessa-Mae bei den Olympischen Spielen in Sotschi

Vanessa-Mae als Fackelläuferin
Vanessa-Mae als Fackelläuferin, 2008 in London (Foto: Wikimedia Commons: Yemisi Blake)

Die Star-Geigerin Vanessa-Mae , die 1978 in Singapur geboren wurde, hat multikulturelle Wurzeln. Ihr Vater ist ein Thailänder, ihre Mutter eine Chinesin und bereits im Alter von vier Jahren zog sie nach London und erhielt die britische Staatsbürgerschaft. 

In dieser Zeit stand sie auch zum ersten Mal auf Skiern. Das Hobby ließ sie nicht mehr los. Die Schweizer Alpen wurden öfters ihr Ziel und ab 2009 verlegte sie ihren Wohnsitz nach Zermatt. Vanessa-Mae hat beruflich viel erreicht und so machte sie auch große sportliche Pläne: sie wollte an den Olympischen Winterspielen 2014 teilnehmen. Sie ist zwar eine gute Skifahrerin, doch zur Weltspitze reicht es nicht. Daher war ein Auftritt unter britische Flagge von vornherein ausgeschlossen. Da sie aber über den thailändischen Pass verfügte, konnte sie über eine Exoten-Regel des Skiverbandes die Qualifikation ermöglichen. Sie nahm an einigen Veranstaltungen teil und sammelte vor allem dadurch Punkte, dass sie heile am Ziel ankam, ohne zu stürzen.

Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi durfte sie schließlich beim Riesenslalom antreten. Dort erreichte sie als 67. das Ziel.

Doch damit war das Kapitel für Vanessa-Mae nicht abgeschlossen. Es erweckte Misstrauen, dass sie erst kurz vor Schluß die entscheidenden Qualifikationspunkte bei Rennen in Krvacec (Slovenien) sammeln konnte, bei denen mehrere Unregelmäßigkeiten auftraten. Es gab Stimmen, dass die Veranstaltung aufgrund des Wetters eigentlich hätte abgesagt werden müssen und es Mauscheleien bei der Teilnehmerliste gab.

Der Weltskiverband FIS sperrte Vanessa-Mae daraufhin für 4 Jahre. Das Urteil wurde allerdings vom internationalen Sportgerichtshof (CAS) aufgehoben, da es keine Beweise für Manipulationen durch die Thailänderin gab.

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2018 findet sich ein ähnlicher Fall und vielleicht war Vanessa-Mae sogar ein Vorbild für die US-Amerikanerin Elizabeth Swaney, die für Ungarn als Freestylerin in die eisige Pipeline ging. Sie erreichte die geforderten Top30-Platzierungen, indem sie Wettbewerbe an abgelegenen Orten auswählte, bei denen weniger als 30 Sportler teilnahmen. Auch ihre Spezialität ist es, nicht zu stürzen.



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