Umweltschutz in Thailand

Elefant im Khao Yai Nationalpark
Elefant im Khao Yai Nationalpark

Wie in beinahe jedem Schwellenland hat der Umweltschutz in Thailand nicht die höchste Priorität.

Mit Abfall wird sorglos umgegangen. Der Müll wird oft da hinterlassen, wo er entsteht. Während die Straßen der Städte durch den Einsatz von Straßenfegern dennoch recht sauber erscheinen, kann sich an abgelegenen Orten der Unrat sammeln. Einige Thais nutzen das Meer als bequeme Müllkippe und entsorgen dort gleich größere Mengen, die auf der Wasseroberfläche Müllteppiche bilden. Die thailändische Regierung versucht, durch Gesetze mehr Ordnung zu schaffen. Nicht zuletzt für den Tourismus ist Sauberkeit ein wichtiges Thema.

Umfassende Verfehlungen finden sich im Bereich des Artenschutzes. Thailand hat Probleme Maßnahmen gegen Wilderer durchzusetzen. Vor allem das Geschäft mit Elfenbein erregte internationales Aufsehen. 2013 wurde Yingluck Shinawatra vom WWF eine Petition übergeben, in der sich 1,6 Millionen Menschen gegen den Elfenbeinhandel aussprachen. Die Premierministerin gelobte Besserung. Sie blieb zwar danach nicht mehr lange im Amt, doch auch der nachfolgende Machthaber, General Prayut Chan-o-cha, sorgte für eine bessere Regulierung. Private Elefanten und Elfenbein wurden registriert. Neben dem thailändischen Elfenbein wurden im Land große Mengen Stoßzähne von afrikanischen Elefanten angeboten. Um dem Einhalt zu gebieten, wurde der afrikanische Elefant als geschützte Spezies anerkannt und der Handel verboten. Der WWF beobachtet das Geschehen in Thailand weiterhin.

Auf einem anderen Feld des Naturschutzes konnten Erfolge vermeldet werden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde ersichtlich, dass das Bevölkerungswachstum die Natur zurückdrängt: Wälder wurden abgeholzt und Tiere zum Verkauf und Verzehr gejagt. Frühe Waldschutzkonzepte scheiterten. Das Royal Forest Department war aufgrund der personellen und finanziellen Situation nicht in der Lage den Raubbau zu verhindern. Das änderte sich 1961. Der König unterzeichnete den National Park Act, der schützenswerte Landschaften in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten soll. Bis 2005 wurden 103 Nationalparks erschaffen – das entspricht 10 Prozent der Fläche Thailands. Weitere 45 Nationalparks sollen folgen.

Im Jahre 1962 wurde als Erstes der Khao Yai Nationalpark eröffnet. Auf den 2165,55 km² des Naturschutzgebiets finden sich Berge, Wasserfälle und Seen. Die höchste Anhöhe ist der Khao Rom, der 1351 Meter erreicht. Die Tierwelt ist vielfältig: Elefanten, Gibbons, Sambars (eine Hirschart), Bären, Stachelschweine, Eichhörnchen, Wildschweine und viele andere Tiere sind hier beheimatet. Es gibt über 200 Vogelarten. 

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