Die Kämpfer im Muay Thai

 

Muay ThaiWerbetafel. (Foto: Stipe Simic)

Muay Thai ist eine harte Vollkontaktsportart, bei der nicht nur Angriffe mit Fäusten und Füßen durchgeführt werden, sondern auch Ellbogen und Knie zum Einsatz kommen. Es gibt reglementierte Haltegriffe – so darf zum Beispiel im Clinch aktiv gekämpft werden.

Dieser harte Sport verlangt nach einem rigorosen Training. Viele ambitionierte Kämpfer leben im Gym und trainieren zwei Mal täglich – morgens und nachmittags. Schulpflichtige besuchen zwischen den Einheiten den Unterricht, die Älteren nutzen die freie Zeit zur Regeneration.

Das Training ist vielseitig und besteht aus Ausdauer- und Krafttrainingseinheiten, Schattenboxen, Schlagtraining am Sandsack, Pratzenarbeit und Sparring.

Muay Thai – Die Entwicklung zum modernen Kampfsport

Emerald Gym, Ao Nang.
Emerald Gym, Ao Nang.

Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt Muay Thai seine moderne Ausprägung. Es wurden Boxhandschuhe, Gewichtsklassen, Runden auf Zeit und ein offizielles Regelwerk eingeführt. Die klassische Form des Thaiboxens wurde von der geregelten, sportiven Variante begrifflich abgegrenzt – es wurde nun Muay Boran („altes Boxen“) genannt.

Im modernen Sport wurden einige Traditionen beibehalten:

Zu den Kämpfen wird Musik auf Flöten und Trommeln gespielt.  Wenn die Streiter zum Boxring gehen, tragen sie einen Kopfschmuck, ein Mongkon, das das Gym symbolisiert, für das der Athlet antritt.

Thaiboxer betreten den Ring über das oberste Seil, da der Kopf in der Thaikultur als beinahe „heilig“ gilt und symbolisch hochgehalten werden soll.

Kampfsport bei den antiken olympischen Spielen

Dies ist ein alter Artikel aus dem Vorgänger-Blog!

Olympia
Olympia heute (Foto: Wikimedia Commons, Dennis Jarvis)

Sportliche Wettkämpfe hatten bei den Griechen Tradition. Bereits im Jahre -775 wurden die ersten Olympischen Spiele abgehalten. Wurden in den ersten Jahren nur Leichtathletik-Wettbewerbe abgehalten, folgten nach und nach auch Disziplinen aus der Schwerathletik. Diese lassen sich in drei Kampfsport-Varianten unterteilen: in Faustkampf, Ringkampf und Pankration (Allkampf).

Die Spiele hatten einen ernsten Nutzen. Laufen, Schiefen, Werfen, Wagenrennen, Faustkampf – alle diese Übungen nutzen auch im Krieg. So verwundert es nicht, dass im Zeitalter der Stadtstaaten der Sport eine besonders hohe Bedeutung hatte. Durch die Imperiumbildung von Alexander den Großen, die auf Söldnerheeren basierte, wurde der Nutzen der sportlichen Wettkämpfe für den Krieg verringert. Mit der römischen Besatzung erfolgte schließlich der Niedergang der Olympischen Spiele.