Songkran, Silvester und Chinesisches Neujahr

Songkran
Songkran. (Foto: Wikimedia Commons, JJ Harrison)

Rama VI. (1880-1925) hatte zwar den Gregorianischen Kalender in Thailand eingeführt, dennoch wird die traditionelle Zeitrechnung parallel weitergenutzt. Dort ist das Todesjahr Buddhas die Referenz – das Jahr 543 v. u. Z. wird als Jahr 1 angesetzt. Somit ist 2017 im westlichen Kalender gleichbedeutend mit 2560 im thailändischen System, das Chantarakti genannt wird.

Die Monate werden in diesem Kalender nach dem Mond eingeteilt. Der Vollmond markiert dabei die Monatsmitte. So hat ein Monat 29 oder 30 Tage. Da das Sonnenjahr einige Tage länger als das Mondjahr ist, werden alle 2 oder 3 Jahre ein zusätzlicher Monat und alle 4 bis 5 Jahre ein zusätzlicher Tag eingefügt.

Wochentage in Thailand

Die Idee das Jahr in Wochen und die Wochen in Tage zu unterteilen, stammt aus dem alten Orient. Die Babylonier konnten am Himmel fünf Planeten, Mond und Sonne wahrnehmen. Sie verehrten die Gestirne und wiesen ihnen göttlichen Status zu. Nach diesen Planetengöttern benannten sie die Wochentage. Durch die Feldzüge Alexanders des Großen, der von Griechenland bis nach Indien zog, verbanden sich westliche und östliche Welt für kurze Zeit. Die Idee der Zeiteinteilung verbreitete sich dabei über den kompletten Raum. Daher ist es kein Zufall, dass die Thais ähnliche Wochentage wie die Deutschen nutzen: Die Germanen lernten das Konzept über die Römern kennen, die Siamesen aus der indischen Kultur.