Thai-Laotische Märkte

Sehr spezielles Fleisch – von Frosch und Ratte

Im Grenzland von Thailand nach Laos finden sich in vielen Dörfern Märkte, die sowohl thailändische, als auch laotische Waren anbieten. Auf diesen Handelsplätzen verlieren sich nur selten Touristen und so ist die Produktpalette auch für die Einheimischen ausgelegt. Für Europäer mag es gewöhnungsbedürftig sein, dass Rattenfleisch und weitere exotische Speisen angeboten werden. Allerdings soll Ratte recht schmackhaft sein und ähnlich wie Schwein schmecken, wie mir ein Nordthailänder versicherte.

Gebratene Fische

Doch auch Leute, die es nicht so speziell mögen, werden auf dem Markt fündig. Leckere Früchte, wie Mangos und Papayas, können günstig erworben werden und wer Fische mag, findet den in den verschiedensten Varianten, ob gebraten oder frisch. 

Markt
Boote, die einen thai-laotischen Markt mit Waren vom anderen Ufer versorgen

Ein spezieller Service wird  auf diesen Märkten angeboten. Wenn man ein bestimmtes Produkt aus dem Nachbarland wünscht, zum Beispiel ein “Beer Lao”, kann das bei einem der Bootsleute bestellt werden. Der Preis wird ausgehandelt und anschließend fährt der Händler über den Mekong in das Nachbarland, um die gewünschten Waren zu besorgen. Eine halbe Stunde später hat man das Gewünschte in den Händen.

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Naga-Feuerbälle über dem Mekong

Naga-Feuerbälle
Naga-Feuerbälle über dem Mekong (Foto: Wikimedia Commons, ใช้ประกอบบทความ)

Vor allem gegen Ende der Regenzeit werden über dem Mekong in der Region Nong Khai seltsame Lichter wahrgenommen. Beobachter berichten von rötlichen-gelben Feuerbällen in etwa der Größe eines Hühnereis, die bis zu 150 Meter hoch aufsteigen und dann geräuschlos verschwinden.

Im Volksglauben der alten Thai und Laoten sind diese Lichter die Eier der Schlangengottheit Phaya Naga, die in den undurchsichtigen Tiefen des Mekongs lebt und über die Region wacht.

Wissenschaftler konnten die Herkunft der Naga-Feuerbälle noch nicht erklären. Es gibt verschiedene Ideen: aufsteigendes Monophosphat könnte sich beim Kontakt mit der Luft entzünden. Oder eine These, die gut zum Auftreten der Leuchtphänomene am Feiertag Ok Phansa passt: Die thailändische Biologin Jessada Denduangboripant vermutet, es könnte Leuchtmunition sein, die zur Feier des Tages abgeschossen wird.

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Der Lauf des Mekong

Mekong
Mekong in der Provinz Nong Khai (Thailand)

Der Mekong ist mit seinen ungefähr 4500 km Länge der wichtigste Fluss in Südostasien und gehört – je nach Zählart – zu den zehn längsten Flüssen der Erde. Er entspringt in einem schwer zugänglichen Gebiet im Hochland von Tibet und durchfließt Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha und mündet schließlich in Vietnam in das Südchinesische Meer.

Die Hälfte der Länge des Mekong befinden sich auf chinesischem Gebiet. Dort wird der Fluss “Mutter des Wassers” genannt. Liegt die Quelle noch auf eisiger Höhe in ca. 5200 m, so fällt er nach und nach in seinem Verlauf in China auf 500 m ü.N.N. ab.

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Nach dem Verlassen des Reiches der Mitte bildet der Fluss die Grenze zwischen Laos und Myanmar, die bis nach Thailand führt. Dort passiert der Mekong das sogenannte “Goldene Dreieck”, das berüchtigste Opiumanbaugebiet Südostasiens. Anschließend macht er einen Abstecher nach Osten in das bergige Land rund um der malerischen Stadt Luang Prabang und findet dann seinen Weg in Richtung Süden, wo er die Hauptstadt von Laos, Vientiane, erreicht und von dort an wieder die Grenze zwischen Thailand und Laos bildet.

In Süd-Laos erreicht der Mekong mit 14 Kilometern seine größte Breite. Die wunderschöne Landschaft wird nach ihrem auffälligsten “Merkmal Si Phan Don” (übersetzt “4000 Inseln”) genannt. Über die Mekongfälle gelangt der Fluss nach Kambodscha und durchfließt die Hauptstadt Phnom Penh. Seine letzte Station erreicht der Mekong in Vietnam. Dort mündet er in einer riesigen Delta-Landschaft bei Ho-Chi-Minh-City (Saigon), die von 9 großen Flussarmen dominiert wird. Daher nennen die Vietnamesen den Mekong “Song Cửu Long”, den Neun-Drachen-Fluss. Das flache Schwemmland ist sehr fruchtbar und wird daher besonders intensiv für den Reisanbau genutzt.

Mekongverlauf
Mekongverlauf (Bild: Wikimedia Commons, Shannon1)