Die Königreiche Pegu und Ava (Geschichte Myanmars 4)

Nach dem Fall von Bagan konnten die Mon ihr Reich erneuern. Pegu (oder: Bago) wurde der wichtigste Ort und 1369 die offizielle Hauptstadt. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich die Region zu einem Handelszentrum. Eine wichtige Einnahmequelle waren die Reisexporte nach Indien und Malaysia.

Das Reich Pegu, auch Hanthawaddy genannt, erstreckte sich über die Küstenregion Myanmars. Im Norden verlieb genügend Raum für einen weiteren Staat: das Königreich Ava.

Als das Goldene Zeitalter Pegus wurde die Regentschaft von Dhammazedi angesehen. Der ehemalige Mönch regierte von 1472 bis 1492. Seine Politik steht für Frieden und wirtschaftlichen Wohlstand. Die vielen verschiedenen buddhistischen Strömungen versuchte er zu einen, indem – im internationalen Austausch mit Sri Lanka – eine höhere, verbindliche Ordnung geschaffen wurde.

Das Königreich Sukhothai (Geschichte Thailands 2)

Sukhothai
Historischer Park in Sukhothai mit Licht-Show. (Foto: Wikimedia Commons, Ninaras)

Die Geschichte des Königtums im zentralen Thailand lässt sich vom 13. Jahrhundert bis heute vor allem mit den Namen dreier Städte verbinden, die zu unterschiedlichen Zeiten Regierungssitz und Zentrum des Reiches waren: Sukhothai, Ayutthaya und Bangkok.


Die Reichsgründung begann mit dem Feldherrn Bang Klang, der 1238 die Stadt Sukhothai eroberte und sie zu seinem Sitz machte. Er wurde zum König ausgerufen und regierte unter dem Ehrennamen Sri Indraditya.