Verkehrsplanung in Singapur

Verkehr in Singapur

Das starke Bevölkerungswachstum in Singapur führte zur Neuerrichtung dicht bevölkerter Wohnviertel. Diese Unterkünfte verfügten oftmals über eine schlechte Anbindung an das Stadtzentrum.

Singapurs Verkehrsproblem in den 1960er Jahren war typisch für viele Großstädte: ein schlechtes Verkehrsmanagement, Staubildung, viele Unfälle und ein unzureichendes Angebot öffentlicher Verkehrsmittel.

Die Administration reformierte Anfang der 1970er Jahre das Verkehrswesen von Grund auf und steuerte vom individuellen Autoverkehr weg. Die Steuern auf Anschaffungskosten und Betrieb eines Personenkraftwagens wurden kontinuierlich schrittweise angehoben. Wagen mit einem großen Hubraum wurden in Relation stärker belastet. Durch diese Maßnahmen war 1975 die Besteuerung innerhalb von 4 Jahren um das 3- bis 16fache gestiegen.

Motorradfreies Yangon

Shwedagon Pagoda in Myanmar, Orkun A., 12/13.
Shwedagon Pagoda in Myanmar. (Foto: O. Aldirmaz)

Die Straßen der Metropolen Südostasiens werden von unzähligen Motorrädern und Rollern befahren. Doch warum ist das in Yangon, der ehemaligen Hauptstadt Myanmars, anders?

Der Grund dafür liegt ungefähr zehn Jahre zurück. Damals war es noch üblich, dass Motorräder auf den Straßen fuhren. Doch dann erließ die Regierung ein Verbot für Zweiräder in der Stadt.

In den 1990er Jahren taten sich einige junge Leute zusammen und gründeten eine Motorrad-Bande: die Scorpions Gang. Sie entstammten zum Großteil aus elitären Familien; unter anderem war ein Enkel des ehemaligen Diktators Ne Win in ihrer Gruppe. Dadurch hatten sie eine gewisse Immunität gegenüber der Polizei. Sie nutzen diese aus und schmuggelten Autos und handelten mit Drogen. Auf den Höhepunkt ihrer Macht sah man sie als burmesische Yakuza an, als zweitstärkste Gruppierung hinter der Militärjunta.