U Thant – UNO-Generalsekretär aus Myanmar

U Thant
U Thant bei einer UN-Pressekonferenz (Foto: U Thant – Search for Peace)

Der weltweit bekannte Politiker U Thant wurde am 22. Januar 1909 geboren. Seine ersten politischen Erfahrungen sammelte er im antikolonialen Kampf – in der Thakin-Bewegung in den 1930er Jahren.

1957 wurde U Thant UN-Botschafter in New York. Vor allem zwei Themen bewegten ihn: der Kalte Krieg und die Entkolonialisierung in Afrika. Er fühlte sich mit den Afrikanern verbunden und konnte, aufgrund seiner Herkunft aus einer Kolonie, ihre Sorgen verstehen.

Als UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld in der Nacht vom 17. zum 18. September 1961 bei einem Flugzeugunglück starb, wurde U Thant zu seinem Nachfolger gewählt.

George Orwell in Myanmar

George Orwell
George Orwell (Foto: Wikimedia Commons, BBC, ca. 1945)

Eric Blair (1903-1950), der als Schriftsteller unter dem Namen George Orwell berühmt wurde, diente von 1922 an als Polizist in der britischen „Indian Imperial Police“ in Myanmar. Orwell wurde an verschiedenen Orten eingesetzt, unter anderem in Maymyo, Myaungmya, Syriam, Insein, Moulmein und Kathar. 1927 trat er aus dem Dienst aus, kehrte nach England zurück und wurde Schriftsteller.

Mehrere seiner Werke  – die beiden Essays „A Hanging“ und „Shooting an Elephant“ sowie die bekannte Novelle „Burmese Days“ – spielen in der britischen Kolonie. In den Schriften wird Orwells Ablehnung gegenüber dem imperialen Regime deutlich.

Sunthòn Phu, der berühmteste thailändische Dichter

Sunthon Phu
Sunthòn-Denkmal am Wat Sri Sudaram in Bangkok. Hier studierte der Dichter in seiner Jugend. (Foto: Wikimedia Commons, Heinrich Damm)

Sunthòn Phu lebte von 1796 bis 1855. In seinem bewegten Leben sah sich der Dichter vier Königen der Chakri-Dynastie gegenüber. In jungen Jahren, zu Zeiten Rama I., arbeitete er als einfacher Angestellter am königlichen Hof und verliebte sich dort in Jun, die der königlichen Familie angehörte. Eine derartige Liaison verletzte die sozialen Normen dieser Zeit und beide wurden inhaftiert. Erst mit dem Tod des Königs wurde Amnestie gewährt.