Theater in Thailand

Ramakien-Aufführung
Eine Ramakien-Aufführung. Allerdings nicht in Thailand, sondern in Luang Prabang (Laos).

Obwohl in Thailand die westlichen Medien seit vielen Jahrzehnten Einzug erhalten haben, schaffte es das klassische Theater zu überleben.

Ursprünglich war das Schauspiel dem königlichen Hof vorbehalten. Doch seit König Rama IV., der von 1851-1868 regierte, wandelte sich die Form des Theaters kontinuierlich bis heute. Die Tradition wurde gelockert und die Kunstform wurde breiten Bevölkerungsgruppen zugänglich. Nach und nach zogen westliche Elemente der Präsentation ein. Das traditionelle Drama wurde mit modernen Techniken aufpoliert: Theaterkonstruktion, Beleuchtung, Soundanlagen, aber auch Kostüme und Makeup sind auf dem aktuellen Stand.

Upcycling the Oceans – ein neues Umweltschutzprojekt in Thailand

In Thailand wird der Umweltschutz noch zu wenig beachtet. Daher ist das Upcycling-the-Oceans-Projekt, dass am 1. September 2017 gestartet ist, ein positives Signal der Tourismusbehörde TAT.

Die Eröffnungsfeier zu dieser Initiative fand auf der Insel Ko Samet statt. Thailand ist das erste asiatische Land, dass sich dieser weltweiten Aktion der Ecoalf Foundation angeschlossen hat. Das Ziel ist es nicht nur die Ozeane mit Hilfe der regionalen Fischer vom Müll zu befreien, sondern auch das herausgezogene Plastik zu recyclen. 

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Thai-Laotische Märkte

Sehr spezielles Fleisch – von Frosch und Ratte

Im Grenzland von Thailand nach Laos finden sich in vielen Dörfern Märkte, die sowohl thailändische, als auch laotische Waren anbieten. Auf diesen Handelsplätzen verlieren sich nur selten Touristen und so ist die Produktpalette auch für die Einheimischen ausgelegt. Für Europäer mag es gewöhnungsbedürftig sein, dass Rattenfleisch und weitere exotische Speisen angeboten werden. Allerdings soll Ratte recht schmackhaft sein und ähnlich wie Schwein schmecken, wie mir ein Nordthailänder versicherte.

Gebratene Fische

Doch auch Leute, die es nicht so speziell mögen, werden auf dem Markt fündig. Leckere Früchte, wie Mangos und Papayas, können günstig erworben werden und wer Fische mag, findet den in den verschiedensten Varianten, ob gebraten oder frisch. 

Naga-Feuerbälle über dem Mekong

Naga-Feuerbälle
Naga-Feuerbälle über dem Mekong (Foto: Wikimedia Commons, ใช้ประกอบบทความ)

Vor allem gegen Ende der Regenzeit werden über dem Mekong in der Region Nong Khai seltsame Lichter wahrgenommen. Beobachter berichten von rötlichen-gelben Feuerbällen in etwa der Größe eines Hühnereis, die bis zu 150 Meter hoch aufsteigen und dann geräuschlos verschwinden.

Im Volksglauben der alten Thai und Laoten sind diese Lichter die Eier der Schlangengottheit Phaya Naga, die in den undurchsichtigen Tiefen des Mekongs lebt und über die Region wacht.

Phaya Naga – der Naga-Herrscher im Mekong

Phraya Naga
Phraya Naga im Wat Si Saket (Foto: Wikimedia Commons, Adam Carr9

Phaya Naga ist der Herrscher der Naga, der den Legenden nach im Grenzland von Thailand und Laos im Mekong lebt und die angrenzende Region beschützt. Das halbgöttliche Schlangenwesen soll laut hinduistischer und buddhistischer Überlieferung übernatürliche Kräfte besitzen.

Ähnlich wie Nessi im Loch Ness werden immer mal wieder Spuren gefunden, die auf den Phaya Naga hindeuten sollen. Unter anderem soll er für außergewöhnliche Wellenphänomene im Mekong verantwortlich sein.

Im thailändischen Fernsehen wurde der Mythos u.a. in der thailändischen Mystik-Seifenoper „Poot Mae Nam Khong“ thematisiert.

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Naga – von Indien nach Südostasien

Naga vor dem Wat Phnom
Naga vor dem Wat Phnom in Phnom Penh

Das Wort Naga stammt aus der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet Schlange. Die indische Mythologie kennt die verschiedensten Schlangenwesen, die zusammen mit dem Hinduismus und Buddhismus den Weg nach Südostasien fanden. Ihre Darstellung variiert. Sie treten mal als normale Schlange, als mehrköpfige Kobra, als Drachen oder teils menschlich auf. 

In Indien werden Naga als Naturgeister wahrgenommen, als Bewahrer von Quellen, Flüssen, Seen und Brunnen. Sie können auch als Wächter von Schätzen auftreten. Sie bringen Regen und Fruchtbarkeit, aber auch negative Ereignisse wie Fluten und Dürren. Grundsätzlich werden Naga positive Eigenschaften wie Neugier zugeschrieben. Gegen Menschen wenden sich sich erst dann, wenn sie misshandelt werden oder der Mensch die Umwelt schädigt.

Der Lauf des Mekong

Mekong
Mekong in der Provinz Nong Khai (Thailand)

Der Mekong ist mit seinen ungefähr 4500 km Länge der wichtigste Fluss in Südostasien und gehört – je nach Zählart – zu den zehn längsten Flüssen der Erde. Er entspringt in einem schwer zugänglichen Gebiet im Hochland von Tibet und durchfließt Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha und mündet schließlich in Vietnam in das Südchinesische Meer.

Die Hälfte der Länge des Mekong befinden sich auf chinesischem Gebiet. Dort wird der Fluss „Mutter des Wassers“ genannt. Liegt die Quelle noch auf eisiger Höhe in ca. 5200 m, so fällt er nach und nach in seinem Verlauf in China auf 500 m ü.N.N. ab.

Terrorismus in Südostasien

Denkmal zu den Bali-Anschlägen
Denkmal zu den Bali-Anschlägen 2002, das an die 202 Toten erinnert (Foto: Wikimedia Commons, Ken Eckert)

Über Terrorismus zu diskutieren ist schwer, da keine Übereinkunft besteht, was Terrorismus denn nun genau ist. In Europa bemerken wir das Problem, wenn darüber gestritten wird, ob ein Anschlag nun ein terroristischer Akt oder ein Amoklauf war. In anderen Teilen der Welt wird es noch unübersichtlicher. Ob jemand ein Terrorist oder ein Freiheitskämpfer ist, ist oft nur eine Frage der Perspektive. Die UN bemühte sich vergeblich, eine allseits akzeptierte Definition aufzustellen und eine Forschungsgruppe fand 109 unterschiedliche Definitionen des Terrorismus.

Der Smaragd-Buddha in Bangkok

Smaragd-Buddha
Smaragd-Buddha in Regenzeit-Kleidung (Foto: Wikimedia-Commons, JPSwimmer)

Im Tempel Wat Phra Kaeo, gleich neben dem Grandpalace in Bangkok, ist eines der berühmtesten Heiligtümer Thailands beheimatet: der Smaragd-Buddha.

Smaragd-Buddha in der Kleidung der "Heißen Jahreszeit"
Smaragd-Buddha in der Kleidung der „Heißen Jahreszeit“ (Foto: Wikimedia Commons, Axel Boldt)

Er ist nicht, wie sein Name vermuten ließe,  aus einem Smaragd-Kristall gefertigt, sondern aus Jade. Die Buddha-Figur sitzt in Heldenpose, also im halben Lotussitz, mit den Handflächen nach oben auf den Schoss gelegt (Dyana Mudra), auf einem Thron. Diese Darstellung ist eine typische Meditationshaltung.

Die Statue hat zu den drei thailändischen Jahreszeiten (Heiße Jahreszeit, Kalte Jahreszeit, Regenzeit) jeweils ein eigenes Gewand und wird in einer feierlichen Zeremonie umgekleidet.

Die Kämpfer im Muay Thai

 

Muay ThaiWerbetafel. (Foto: Stipe Simic)

Muay Thai ist eine harte Vollkontaktsportart, bei der nicht nur Angriffe mit Fäusten und Füßen durchgeführt werden, sondern auch Ellbogen und Knie zum Einsatz kommen. Es gibt reglementierte Haltegriffe – so darf zum Beispiel im Clinch aktiv gekämpft werden.

Dieser harte Sport verlangt nach einem rigorosen Training. Viele ambitionierte Kämpfer leben im Gym und trainieren zwei Mal täglich – morgens und nachmittags. Schulpflichtige besuchen zwischen den Einheiten den Unterricht, die Älteren nutzen die freie Zeit zur Regeneration.

Das Training ist vielseitig und besteht aus Ausdauer- und Krafttrainingseinheiten, Schattenboxen, Schlagtraining am Sandsack, Pratzenarbeit und Sparring.