Stadtplanung in Singapur

Die Baumaßnahmen des Stadtstaates sind auf Erhöhung der Attraktivität ausgerichtet. Dieses hat mehrere Gründe: Die Ökonomie des Stadtstaates lebt vom Wissen. Daher ist es wichtig, dass die Stadt nicht nur gute Arbeitsbedingungen bietet, sondern auch attraktive Lebensbedingungen. So ist es möglich, international begehrte Experten anzuwerben und zu binden. Des Weiteren ist der Tourismus zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor geworden. Und schließlich möchte Singapur seine Weltbedeutung durch die Architektur betonen.

Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die Marina Bay, die alte Flussmündung, die durch Landgewinnungsmaßnahmen neue Baufläche bietet. Die Ufer sind zu Promenaden zum Flanieren umgebaut worden und mit Cafés, Geschäften und Restaurants gesäumt. Dahinter finden sich Hotel-, Büro- und Residenzhochhäuser.

Religion in Myanmar

Mönch
Mönch mit Handy an der Shwezigon-Pagode in Nyaung-U (Foto: O. Aldirmaz)

In der frühen Periode Myanmars herrschte der Animismus vor (von lat. „anima“ – „Seele“, „Geist“, „Atem“). Unter diesem Sammelbegriff fallen Glaubenssysteme, die Geister oder „beseelte Dinge“ in den Mittelpunkt stellen. Viele animistische Religionen verfügen über drei unterschiedliche Arten von Geistern: Geister des Ahnen, Geister eines Ortes und Geister einer Naturerscheinung. Alle drei Formen finden sich auch in Myanmar.

Die Mon, als früheste Hochkultur des Landes, kam schon im 3. Jahrhundert v. u. Z. mit dem Theravada-Buddhismus in Kontakt. Diese Linie des Buddhismus ist besonders traditionell und sieht jeden Menschen selbst in der Eigenverantwortung, die Erlösung zu suchen und zu finden.

Der Zyklon Nargis verwüstet Myanmar

Am 2.5.2008 wurde Myanmar vom Zyklon Nargis heimgesucht. Der tropische Wirbelsturm war – soweit bekannt – der größte, der jemals das Land traf. Die gesamte Südküste nahm Schaden, vor allem das Flussdelta.

Es entstanden vier Meter hohe Wellen, die bis zu 30 km weit in das Landesinnere vordrangen. Die Wassermassen zerstörten ganze Dörfer. 144.000 Menschen ertranken und 2,4 Millionen verloren ihr Hab und Gut. Die Landwirte konnten ihre Tiere nicht schützen: 80% der Rinder, 70% der Schweine und 50% des Geflügel starben durch die Fluten.

Asiatische Werte

Konfuzius
Konfuzius (Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Die Debatte um die asiatischen Werte entbrannte in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Sowjetunion war zerfallen und damit die politische Dominanz der westlichen Mächte offensichtlich. Dadurch schienen auch die Lebensweise und die Ideale von Amerikanern und Europäern gesiegt zu haben. Demokratie und Menschenrechte sollten in die Welt getragen werden. Die Clinton-Administration sah im Export der Demokratie einen von drei Grundpfeilern der amerikanischen Außenpolitik.

1993 drohten die USA den Chinesen aufgrund der Nichtbeachtung von Menschenrechten den Handelsstatus als „Most Favoured Nation“ abzuerkennen und Handelsauflagen zu erlassen. Damit war nicht nur das wirtschaftliche Wachstum in China gefährdet, sondern, durch die wechselseitigen Beziehungen, gleich der ökonomische Erfolg des gesamten asiatischen Wirtschaftsraumes.

Singapurs Wirtschaftswunder (Geschichte Singapurs 4)

Singapur
Singapur (Foto: Wikimedia Commons, Social Services)

Die Wirtschaft Singapurs durchlief nach der Unabhängigkeit verschiedene Phasen: In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt auf einer arbeitsintensiven Exportindustrialisierung, es folgte ein Strukturwandel zugunsten sach- und humankapitalintensiver Industrien. Am Ende der Entwicklung stand der Übergang zur wissensbasierten Ökonomie.

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts war die Industrie Singapurs hauptsächlich auf Rohstoffverarbeitung, wie die von Kautschuk, ausgerichtet.

Ende der 70er Jahre verabschiedete der Nationale Lohnrat, eine staatliche Organisation mit Vertretern der Arbeitgeber, der Gewerkschaften und der Regierung, extreme Lohnerhöhungen. Steigerungen von 20 % und mehr sollten dafür sorgen, dass Unternehmen die Effizienz steigern mussten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Es sollte nicht mehr die billige Massenware hergestellt werden, sondern hochwertige Produkte. Um das Ziel zu erreichen, wurden Ausbildungseinrichtungen geschaffen und das deutsche Handwerksmeister-System übernommen.

Bahasa Indonesia – die Sprache Indonesiens

Am 28. Oktober 1928 trafen sich 70 junge Nationalisten in Batavia, um unter dem Motto “ein Land, eine Nation, eine Sprache” den Weg Richtung Unabhängigkeit einzuschlagen. Doch welche Sprache sollte man wählen? Auf den vielen Inseln des 1.900.000 km² großen Landes werden noch heute ca. 700 Sprachen gesprochen – das sind ca. 10% aller Sprachen weltweit. Obwohl die meisten Revolutionäre von der Insel Java stammten, entschieden sie sich gegen Javanisch. Die Wahl fiel auf die schon zuvor grenzüberschreitend gebrauchte Sprache des Nachbarstaates Malaysia: Malaiisch.

Die thailändische Flagge

Die heutige thailändische Flagge entwickelte sich aus dem ursprünglich ganz in rot gehaltenen Banners des Königreichs Ayutthaya, das wahrscheinlich von König Narai im 17. Jahrhundert eingeführt wurde.

Foto: Wikimedia Commons, Xiengyod

Ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte Siams war das Jahr 1782. Mit Rama I. übernahm der erste König aus der Chakri-Dynastie das Amt. Die wichtigste Änderung war die Wahl der neuen Hauptstadt Bangkok. Daneben gab es viele weitere Reformen. U.a. wurde eine neue Flagge für die Marine eingeführt: ein weißes Chakra erstrahlte auf rotem Grund. Das Chakra ist nicht nur eines der Hauptattribute des indischen Gottes Vishnu, sondern auch das Wappen der Chakri-Dynastie. Die Handelsschifffahrt nutze weiterhin die rote Flagge.

Thaksin und Yingluck Shinawatra

Thaksin Shinawatra
Thaksin Shinawatra (Foto: Wikimedia Commons, Helene C. Stikkel)

Thaksin Sinawatra ist 1949 in eine wohlhabende Kaufmanns- und Politikerfamilie hineingeboren worden. Er besuchte zunächst die Polizeiakademie, studierte dann an der amerikanischen Sam Houston State University und schrieb dort seine Dissertation im Fach Strafrecht. Anschließend schlug er die Laufbahn eines Geschäftsmannes im Bereich Telekommunikation ein. Innerhalb von ein paar Jahren wurde er zu einem der reichsten Männer Asiens. 1994 suchte er den Weg in die Politik und besetzte verschiedene Kabinettsposten.

Die ersten Kulturen (Geschichte Vietnams 1)

Prähistorische Jäger
Prähistorische Jäger. Gemälde im Historischen Museum in Hanoi (Foto: Wikimedia Commons, HappyMidnight)

Die ersten menschlichen Artefakte, die in Vietnam gefunden wurden, stammen von der „Sơn Vì“-Kultur aus der Altsteinzeit. In einem weit verstreuten Gebiet an insgesamt 230 Orten hinterließen sie Spuren – von Phú Thọ nordwestlich von Hanoi bis tief in den Süden nach Lâm Đồng, das ca. 100 km nordöstlich von Ho Chi Minh City liegt. Doch auch außerhalb von Vietnam lebten diese Altsteinzeiteinwohner. Sowohl in Südchina als auch in Thailand finden sich Hinweise auf sie.

Die erhaltenen Skelette weisen durchgehend australoide Merkmale auf. Das bedeutet, dass es noch keine Durchmischung mit Völkern aus dem Norden gab.

Die Nachkriegszeit (Geschichte Thailands 11)

Der junge thailändische König Ananda Mahidol, Rama VIII., hatte sich zu Kriegszeiten in Europa aufgehalten. Zusammen mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Bhumibol besuchte er in der Schweiz die Schule. Die beiden Jungen verstanden sich gut. Sie lernten Deutsch und Latein und hatten dieselben Interessen wie die europäischen Jugendlichen: vom Sammelbilder sammeln bis hin zum Skifahren in den Alpen. Während Bhumibol wenig Druck hatte und Zeit für Hobbys wie Fotografieren fand, erhielt Ananda eine strengere Ausbildung, um ihn für die Regentschaft zu rüsten.