Puppentheater in Myanmar

Puppen
Traditionelle Puppen. (Foto: Wikimedia Commons, Yarzaryeni)

Zum Unterhaltungsprogramm von „Pagoda Festivals“ gehört das Puppentheater. Das Theater steht in einer Jahrhunderte alten Tradition.

Die Marionetten sind Kunstwerke für sich. Zwar stellen einige Puppenspieler sie selbst her, doch der überwiegende Teil der Figuren wird von Spezialisten hergestellt.

Das leichte aber stabile Yanamay-Holz wird als Grundlage für die Puppe verwendet. Die Größe variiert: die Figuren messen zwischen 60 und 100 cm. Für die Frisur wurde ursprünglich Menschenhaar genutzt; mittlerweile wird allerdings Pferdehaar eingesetzt.

Für die Augen von hochwertigen Prinzen- oder Prinzessinnen-Figuren werden echte Edelsteine verbaut: weiße Jade und schwarzer Onyx.

Liste der Rebellionen und Revolutionen in Thailand von 1932 bis 2017

1. Militärcoup 20.06.1933
2. Boworadet Rebellion 11.10.1933
3. Songsuradet Rebellion 29.01.1939
4. Militärcoup 08.11.1947
5. Militärcoup 01.10.1948
6. Grand Palace Coup 26.02.1949
7. Manhattan Coup 29.06.1951
8. Silent Coup 17.11.1971
9. Militärcoup 16.09.1957
10. Militärcoup 20.10.1958
11. Militärcoup 17.11.1971
12. Militärcoup 06.10.1976
13. Militärcoup 26.03.1977
14. Militärcoup 20.10.1977
15. Militärcoup 01.04.1981
16. Militärcoup 09.09.1985
17. Militärcoup 23.02.1991
18. Militärcoup 19.09.2006
19. Militärcoup 20.05.2014



U Thant – UNO-Generalsekretär aus Myanmar

U Thant
U Thant bei einer UN-Pressekonferenz (Foto: U Thant – Search for Peace)

Der weltweit bekannte Politiker U Thant wurde am 22. Januar 1909 geboren. Seine ersten politischen Erfahrungen sammelte er im antikolonialen Kampf – in der Thakin-Bewegung in den 1930er Jahren.

1957 wurde U Thant UN-Botschafter in New York. Vor allem zwei Themen bewegten ihn: der Kalte Krieg und die Entkolonialisierung in Afrika. Er fühlte sich mit den Afrikanern verbunden und konnte, aufgrund seiner Herkunft aus einer Kolonie, ihre Sorgen verstehen.

Als UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld in der Nacht vom 17. zum 18. September 1961 bei einem Flugzeugunglück starb, wurde U Thant zu seinem Nachfolger gewählt.

Lebensbedingungen des Prekariats in Singapur im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts (Geschichte Singapurs 2)

Hafen
Der moderne Tiefwasserhafen liegt fernab des historischen Hafens, der an der Flussmündung lag.

Die von Raffles neu gegründete Kolonie Singapur wuchs aufgrund ihrer Lage schnell. Der Handel prägte nicht nur die ansässigen Industrien, sondern auch die Kultur.

Ein wichtiger Industriezweig war die Transportindustrie. In Singapur wurde eine ungeheuer große Menge an Gütern umgeschlagen. Das benötigte eine ebenso beeindruckende Anzahl an Arbeitern, die die Güter zwischen Schiffen, Lagern und Fabriken hin- und her transportieren.

Die Arbeitsbedingungen in dieser Branche waren sehr hart. Es gab keine geregelten Arbeitszeiten: Wenn Arbeit da war, musste sie schnell getan werden! Es konnte nicht genau vorhergesehen werden, wann die Handelsschiffe in den Hafen liefen und daher mussten die Transporter jederzeit bereit sein.

Tempel in Thailand

Tiger Cave Temple, Krabi
Tiger Cave Temple, Krabi

Schätzungsweise 27.000 Wat (Tempel- oder Klosterkomplexe) existieren in Thailand. Ein Wat gilt traditionell als Gemeindezentrum. In kleinen Dörfern ist es der kulturelle Mittelpunkt, Städte können eine Vielzahl von solchen Anlagen besitzen. Da es keine verbindliche Bauordnung gibt, unterscheidet sich der Aufbau der Anlagen; doch einige Elemente finden sich fast überall.

Traditionelle Elemente der Thai-Architektur am Beispiel “Golden Mount”

Golden Mount, Bangkok
Golden Mount, Bangkok

Der Tempel auf dem Hügel „Golden Mount“ ist einer der ältesten in Bangkok. 1801 wurde er restauriert und vom König Rama I. unter dem Namen „Wat Saket“ feierlich wiedereröffnet.

Übersetzt bedeutet die Bezeichnung „Tempel der Reinigung des königlichen Haares“ und bezieht sich auf die rituelle Reinigung, die Rama I., damals noch General Chakri,  vor seiner Machtübernahme im Jahr 1782 hier durchführte. Nach der Zeremonie eilte er in den Palast. Dort fand eine Revolte gegen König Taksin statt, der in geistiger Umnachtung seine Familie töten und sich als Gott verehren ließ. In einem Samtsack mit einem Sandelholz-Stock zu Tode geprügelt, fand der alte Herrscher sein Ende und Chakri konnte den Thron besteigen.

Thai Massage

Thai Massage in Ao Nang
Thai Massage in Ao Nang (Foto: Wikimedia Commons, Kallerna)

Die Thai Massage ist ein Bestandteil der traditionellen thailändischen Heilkunst. Die klassische medizinische Ausbildung dauert vier Jahre und beinhaltet vier Disziplinen: die ärztliche Heilkunde, die Geburtshilfe, die Orthopädie und die Thai Massage.

George Orwell in Myanmar

George Orwell
George Orwell (Foto: Wikimedia Commons, BBC, ca. 1945)

Eric Blair (1903-1950), der als Schriftsteller unter dem Namen George Orwell berühmt wurde, diente von 1922 an als Polizist in der britischen „Indian Imperial Police“ in Myanmar. Orwell wurde an verschiedenen Orten eingesetzt, unter anderem in Maymyo, Myaungmya, Syriam, Insein, Moulmein und Kathar. 1927 trat er aus dem Dienst aus, kehrte nach England zurück und wurde Schriftsteller.

Mehrere seiner Werke  – die beiden Essays „A Hanging“ und „Shooting an Elephant“ sowie die bekannte Novelle „Burmese Days“ – spielen in der britischen Kolonie. In den Schriften wird Orwells Ablehnung gegenüber dem imperialen Regime deutlich.

Mönche in Thailand

Mönche
Junge Menschen können in den Schulferien als Mönch leben. Hier sieht man einen kleinen Teil der Süßigkeiten, die bei der Abschlussveranstaltung gesammelt wurden.

In Thailand trifft man auf zwei unterschiedliche Mönchstypen, die an ihren Gewändern zu erkennen sind. Die Mahanikai tragen orangene Roben, die Thammayut dunkelrote. Letztere leben einen streng ausgelegten Buddhismus – sie essen nur einmal am Tag und es ist ihnen nicht erlaubt, Geld zu berühren.
Die Nonnen sind weiß gewandet. Im Kloster stellen sie die Grundversorgung sicher – sie kochen, waschen und halten die Anlage sauber.
Mönche sind ein wichtiger Bestandteil der thailändischen Gesellschaft. Zu vielen Ereignissen werden religiöse Zeremonien durchgeführt, oft auch bei weltlich erscheinenden Angelegenheiten, wie der Segnung bei Haus- und Büroeinweihungen und beim Kauf eines neuen Autos. Heirat und Beerdigungen werden von einer Gruppe von Mönchen begleitet.

Aufstieg und Fall Bagans (Geschichte Myanmars 3)

Bagan
Bagan.

Das Jahr 1044 markierte einen neuen Zeitabschnitt in der Geschichte Myanmars: König Anawrahta erlangte die Macht in Bagan. Das neue Reich strebte nach Expansion. 1057 wurden die Mon besiegt und deren Hauptstadt Thaton eingenommen. Zum ersten Mal in der Geschichte Myanmars, konnte ein Großreich sämtliche Regionen des Landes vereinigen.

Der König ließ 30.000 Mon in die neue Hauptstadt Bagan deportieren. Unter den Neuankömmlingen waren viele buddhistische Mönche, die ihre Lehren verbreiten durften. Damit setzte sich der Theravada-Buddhismus endgültig im gesamten Land durch.